Naturgebloggt

Naturschutz - weil's wichtig ist.

Erfolgreicher Start des Waldklimafonds

Vor sechs Monaten startete der Waldklimafonds (WKF). Jetzt ziehen das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) und das Bundesumweltministerium (BMU) ein erste Bilanz. Das Förderprogramm verzeichnet zum aktuellen Zeitpunkt positive Werte. Bislang sind für 19 Vorhaben 52 Einzelanträge auf Fördermittel im Rahmen von rund 24 Mio. Euro eingegangen. Für viele Forschungsprojekte ist sogar schon der Startschuss gefallen. Mit den Mitteln werden Projekte unterstützt, die zum Erhalt und zum Ausbau des CO2-Minderungspotentials von Wald und Holz zur Anpassung der Wälder an den Klimawandel beitragen.

Die Nachfrage vonseiten der Forst- und Holzwirtschaft, von Naturschutzinitiativen und aus Wissenschaft und Forschung war von Beginn an enorm und hat alle Erwartungen übertroffen.

 

In diesem Sinne…

Der Jahreswechsel steht bevor- Zeit zurück zu blicken


Wir nähern uns dem Jahresende und dementsprechend sind wieder überall Jahresrückblicke und Best-of Shows zu sehen. Bevor ihr jetzt wegklickt seid beruhigt, hier kommt nichts dergleichen.
Ich möchte nur in wenigen Sätzen mein Jahr 2013 zusammenfassen.
Im Januar registrierte ich mich ernsthaft bei Google Plus und war gespannt was sich hier so ergibt. Die Erwartungen waren, mangels Erfahrung mit sozialen Netzwerken, nicht besonders hoch, wurden aber übertroffen.
Anfangs dümpelte mein Account so dahin, ich konnte mich einfach nicht durchringen irgendetwas zu posten. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass es jemanden gibt, den es interessieren könnte was ich so schreibe. Im April 2013 ging dann mein “Naturgeblogt”, mein Blog über Natur und Naturschutz online. Anfänglich war es nur ein Projekt im Rahmen des Studiums. Schnell jedoch stellte sich heraus, dass dieser Blog Anklang findet. Die Zahl meiner Follower stiegt konstant an und meine selbstgesteckte Prognose von 500 Followern zum Jahreswechseln wurde schon im Oktober getoppt. Also kann es ja nicht so schlimm sein was ich schreibe.
Die anfängliche Verwunderung über den “Erfolg”, immerhin rund 1000 Klicks pro Tag, wich schon bald dem Wunsch weiter zumachen und dem Naturschutz eine Plattform zu bieten. Auch wenn es in einer Zeit, die von Glamour und High-Society bestimmt wird, schwer ist einen Blog mit so einem ernsten Thema zu gestalten, führt er uns doch mitunter das menschliche Versagen vor Augen, bin ich mit dem Werdegang zufrieden.

Einen besonderen Dank möchte ich den Googlern aussprechen, die sich meine Beiträge durchlesen, Kommentare schreiben und mir mit Feedback helfen mich und den Blog zu verbessern. Wenn ihr mir eine kleine Freude machen wollt, dann bitte ich euch um Kritik und eure Meinung zum Blog. Was geht besser? Was ist gut und welche Themen wünscht ihr euch?

In diesem Sinne…

Wanderung durch Böhmen

Die heutige Wanderung hatte ihren Ursprung vor gut einem halben Jahr. Im vergangenen März formte sich der Gedanke, einmal durch das böhmische Erzgebirge zu wandern. Ausgehend von Gottesgab (Bozi Dar) sollte es über den Erzgebirgskamm nach Abertham (Abertamy) gehen.
Gottesgab und Abertham sind ehemals deutsche Städte die bis 1945 ihre Blüte hatten. Gegründet wurden beide Gemeinden zur Zeit des Bergbau. Noch heute zeugen verlassene Bingen von dem ehemals geschäftigen Treiben in dieser Region. Es ist kein Geheimnis, dass die russischen Besatzer wenig anzufangen wussten, mit dem eroberten Deutschland und so ließen sie Abertham und Gottesgab verfallen, schleiften es geradezu bis auf die Grundmauern ab.
Bozi Dar liegt direkt hinter dem Grenzübergang Oberwiesenthal und hat sich in den vergangenen Jahren als Mekka für Wintersportler gemausert.
Der Weg nach Abertham führte auf dem Hinweg größtenteils an der Straße entlang, es sei aber gesagt, dass diese für den PKW-Verkehr gesperrt ist und nur für Fahrräder oder Hundeschlitten (!) freigegeben ist.

©Thomas Engst 2013


Gewandert wird mitunter durch eine herrliche Natur. Das gesamte Gebiet ist Naturschutz- und Natura 2000 Gebiet. Empfohlen sei der Moorlehrpfad von Gottesgab. Auf einer ordentlichen Länge wird Wissenswertes über das Ökosystem und den Lebensraum Moor geboten. Wenn im Sommer die Pflanzen in voller Blüte stehen ist es eine wahre Pracht.



©Thomas Engst 2013



Nach einer guten Stunde kommt man an dem Dorf Böhmisch Seifen vorbei, oder besser an dem was noch übrig ist. Dieses Dorf wurde in den 1960er Jahren vom damaligen Großen Bruder, den Sowjets, plattgemacht und alle Einwohner waren gezwungen sich anderswo ein neues Leben aufzubauen. Grund für diese Maßnahme war die deutsche Vergangenheit.

Heute erinnert nur noch ein Gedenkstein und ein Holzkreuz an den ehemaligen Ort. Zwar hat noch nie ein Kreuz irgendwann, irgendwo einen bedeutenden Punkt markiert aber hier macht diese Regel mal eine Ausnahme.



An dieser Stelle stand einst die Kirche von Böhmisch Seifen. Heimatfreunde haben sie als Modell nachgebaut und in die Nähe des ursprünglichen Standortes aufgestellt.


©Thomas Engst 2013


Nach dem Passieren von Böhmisch Seifen geht es bergauf. Und zwar ein ganzes Stück. Aber wie so oft, wird auch hier der Aufstieg mit einer schönen Aussicht belohnt.

©Thomas Engst 2013

Nach rund zwei Stunden, und etlichen überwundenen Höhenmetern, erreicht man dann endlich Abertham.


©Thomas Engst 2013


Um der Tradition treu zu bleiben, wurde in der Ortskneipe eingekehrt und Rast gemacht. Ich muss euch den Namen wahrscheinlich nicht nennen, falls ihr mal in der Stadt seid, werdet ihr sie finden.
Am Ziel unserer Reise stellt sich nun die Frage des Rückweges. Auf dem gleichen Weg zurück wie man hergekommen ist gefällt mir nicht so besonders. Man kennt dann ja schon die Strecke. Also wird ein Kreis gelaufen. Noch ein kurzer Blick zurück auf Abertham und schon geht es weiter.


©Thomas Engst 2013


Dieses mal aber geht der Großteil der Strecke durch dichten Fichtenwald. Immer die untergehende Sonne im Rücken.


©Thomas Engst


Schnell wird klar, die Sonne wartet nicht und mahnt zur Eile. Trotz einer spontan gefundenen Abkürzung wird es eine knappe Kiste vor der Dunkelheit aus dem Wald herauszukommen. Unterwegs zeigt sich das Erzgebirge noch einmal von seiner schönen Seite.


©Thomas Engst


Mittlerweile ist der Gedanke, Gottesgab im Hellen zu erreichen, ein wahrer Ansporn. Dank eines straffen querfeldein Marsches erreiche ich den Waldrand in dem Moment, als die Sonne hinterm Horizont verschwindet und sich zur Ruhe legt.
Von jetzt an sind es noch ca. 30 Minuten und die Lichter der Stadt geben eine gute Orientierung.


©Thomas Engst


Als ich endlich die befestigten Wege erreiche, verschnaufe ich kurz und drehe mich noch einmal kurz in die Richtung aus der ich gekommen bin. Das Erzgebirge macht sich fertig für die Nacht und der eben durchquerte Wald wird langsam lebendig.


©Thomas Engst


Zusammenfassend bleibt nur zu sagen: “Aarzgebirg wie bist du schie”. Ich kann euch diese Gegend wärmstens empfehlen. Egal ob ihr wandert, radelt oder Wintersport betreibt, es ist für jeden etwas dabei. Als Abschluss habe ich mal die Wanderung in Zahlen gefasst.



©Thomas Engst


©Thomas Engst






Vielen Dank für’s Lesen und

In diesem Sinne…

Die Blume des Jahres 2014

Nachdem ich gestern über den Baum des Jahres 2014 geschrieben habe, ist heute die Blume des Jahres 2014 an der Reihe.

Den Titel Blume des Jahres 2014 hat sich dieses mal die Schwanenblume (Butomus umbellatus) gesichert. Sie ist auch als Wasserliesch oder Blumenbinse bekannt und ist wirklich eine Augenweide.



Sie steht stellvertretend für alle Arten der Auenwiesen Marschgebiete. Sie ist eine Sommerpflanze und begleitet uns mit ihren saftigen Farben durch die warmen Monate des Jahres, genauer Juni bis August. Als Auenpflanze hat sie sich an den Rhythmus des Hochwassers angepasst und ist sogar auf die Überschwemmungen angewiesen.
Wer diese Pflanze einmal mit eigenen Augen sehen möchte, dem sei das Ufer der Elbe, dem Rhein und die Oder empfohlen. An diesen großen Flüssen befinden sich noch die größten Bestände. Die Schwanenblume teilt sich ihren Lebensraum mit anderen bedrohten und geschützten Tier- und Pflanzenarten, bspw. dem Igelkolben, der Krebsschere, der Sumpfschrecke oder der Kleinen Mosaikjungfer.

Sie wird ebenfalls auf der deutschen Vorwarnliste geführt, da ihre Bestände im Schwinden begriffen sind. Hauptursache für den Rückgang sind intensive Hochwasserschutzmaßnahmen. Durch diese bleiben die notwendigen Überschwemmungen aus und der Pflanze fehlen so die dringend benötigten Nährstoffe.  

Vielleicht seht ihr sie ja auf einem eurer Wege in 2014.



In diesem Sinne...

Der Baum des Jahres 2014


Aus der Wahl zum Baum des Jahres 2014 geht eine heimische Laubholzart als Sieger hervor. Die Trauben-Eiche, Quercus petreae, kann älter als 1000 Jahre werden und ist weitaus strapazierfähiger und robuster als die Stiel-Eiche, Quercus robur.
Unterscheiden lassen sich die beiden Eichen erst auf den zweiten Blick und bei genauem Hinsehen. Die Stiel-Eiche hat am unteren Blattrand, dort wo das Blatt in den Zweig übergeht, zwei kleine (Ohr-)Läppchen, die Fruchte sitzen außerdem an einem Stiel (!) am Ast.
Die Trauben-Eiche wird in manchen Regionen Deutschlands auch “Winter-Eiche” genannt. Dieser Name kommt daher, da die Trauben-Eiche besonders lange ihre Blätter behält.
Auf dem folgenden Bild könnt ihr mal die beiden Eichen-Blätter vergleichen.


links: Q. petreae/rechts: Q. robur





In diesem Sinne…

Und wieder grüßt das Erzgebirge

Die Feiertage sind vorbei und überstanden. Somit gönnte ich mir heute mal etwas Ruhe und schaute mich noch einmal im Erzgebirge um.
In der Hoffnung wenigstens dort etwas Schnee zu finden, ging es von Chemnitz in Richtung Bärenstein. Dort angekommen wurde klar, Schnee ist hier ebenfalls Fehlanzeige.
Aber ich fuhr ja nicht nur wegen dem Schnee ins Gebirge. Ich wollte auch etwas wandern. Also ging es rauf auf den gleichnamigen Berg. Die 898m kann man entweder auf einem langem und gemütlichen Weg bezwingen oder man wählt den genauso langen und steilen Pfad. Ich wählte Steil.Unterwegs begrüßten mich von Wanderern aufgetürmte Steinhaufen. Ich kenne den Brauch eigentlich nur aus den Alpen oder Nepal aber man will ja nichts riskieren, also legte ich ein Steinchen obenauf.

©Thomas Engst 2013
Nach etwa der Hälfte des Weges belohnte mich ein schöner Ausblick auf die Gemeinde Bärenstein, bzw. ihr tschechisches Gegenstück Weipert.

©Thomas Engst 2013
Auf dem letzten Stück des Aufstieges kam mir ein mit Moos bewachsener Baumstumpf in den Blick, den ich sogleich mit der Kamera festhalten musste. Irgendwie haben solche Bäume etwas magisches an sich.

©Thomas Engst 2013
Auf dem Bärenstein angekommen und nicht sonderlich aus der Puste, erblickte ich die dortige Baute. Eine Station mit Gaststätte und Aussichtsturm. Wer will kann sich hier stärken oder den Rundweg in Angriff nehmen. Da ich meine Verpflegung mit hatte, nahm ich den Rundweg in Angriff.

©Thomas Engst 2013
Entlang des Weges sind allerhand informative Tafeln und Schilder aufgestellt, die Wissenswertes aus der Region erzählen. Beispielsweise die Geschichte vom Goldkämmerchen:
Im 17. Jahrhundert suchte ein armer Bergmann auf dem Bärenstein nach Erzen und Silber. Nicht für sich wollte er das edle Metall haben, sondern um seine Familie zu ernähren. Als er verzweifelt suchte und grub, erschien ihm ein kleiner Kobold. Das Goldmännchen. Dieser kleine Kobold zeigte ihm eine geheime Kammer die bis zum Rand mit Gold gefüllt war. Das Männlein schenkte sie dem Bergmann unter der Bedingung, niemandem auch nur ein Wörtchen zu sagen. Abends, als der Bergmann in der Schankstube des Wirtshauses saß, erzählte er seinem Kumpels von seinem Fund. Aus Zorn über darüber, verschloss das Goldmännlein diese Kammer für immer.


©Thomas Engst 2013
Bärenstein und Weipert gehörten, wie einst ganz Böhmen, ´zu Deutschland. Nach Kriegsende, 1945, mussten mehr als 10.000 Leute ihre Heimat für immer verlassen. Danach wurden hunderte leerstehende Wohnhäuser und Fabrikgebäude abgerissen und besonders im Stadtgebiet durch Plattenbauten ersetzt. Den gesamten nördlichen Stadtteil, die evangelische Kirche und das Gebäude des Grenzbahnhofs gibt es nicht mehr. Die heutige Stadt Weipert zählt ca. 4000 Einwohner aber nur wenige sind Nachfahren aus deutscher Zeit. Anschließend schaute ich noch auf einem Sprung beim Fichtelberg vorbei. Dort lag auch etwas Schnee, nicht viel aber immerhin mehr als zu Hause.

©Thomas Engst 2013


©Thomas Engst 2013


©Thomas Engst 2013
Auch wenn die Mission “Schnee” nicht so verlief wie erhofft, war die Wanderung doch ein Erfolg. Ich liebe es, nach den doch eher häuslich geprägten Feiertagen, in der Natur zu wandern und die klare Winterluft zu genießen. Bei –4 Grad und stürmischem Wind, war der Aufstieg zum Fichtelberg besonders schön.



In diesem Sinne…

Frohe Kunde zum Fest

Pünktlich zu Weihnachten hat das BMU, Umweltministerium, seinenaktuellen Vogelschutzbericht veröffentlicht.
Laut diesem Schreiben geht es einigen seltenen Vogelarten in Deutschland so gut wie nie zuvor. Das ist sicher relativ zu sehen. So erfreuen sich Seeadler, Schwarzstorch oder Kranich (Auswahl) an steigenden Artenzahlen. Weiter stehen diese Arten für konkrete Erfolge im Natur- und Artenschutz.

Der Bericht geht auf eine Vereinbarung aus der europäischen Vogelschutzrichtlinie zurück, und umfasst die Entwicklungstrends von rund 360 Vogelarten. Im besonderen Fokus stehen die Arten, für die die Bundesländer Schutzgebiete eingerichtet haben. Aber wo Licht ist, ist auch Schatten, so bedarf es großen Anstrengungen um die Bedingungen für Kampfläufer, Uferschnepfe und Kiebitz zu verbessern und den Negativtrend zu drehen.

Seit dem Jahr 2009 ist die bundesweite Meldung von Schutzgebieten abgeschlossen und umfasst derzeit 740 Gebiete mit einer Fläche von 6 Millionen Hektar. Grundlage sind ehrenamtlich erhobene Daten, sowie Informationen der Länder und des Bundes. Diese Daten wurden durch den Bund zusammengefasst und innerhalb der Bundesregierung abgestimmt.
Die Ergebnisse fließen dann in den europaweiten Bericht zum Vogelschutz ein.


In diesem Sinne und frohe Weihnachte...

BMU fördert Wald- und Klimaschutz auf den Philippinen.

Das Umweltministerium, BMU, will mit bis zu 4 Milliarden Euro den Schutz des letzten verbleibenden Tropenwaldes auf den Philippinen, genauer auf Panay, unterstützen. Mittels der Internationalen Klimaschutzinitiative.

Illegaler Holzeinschlag und Holzhandel setzen das einmalige Ökosystem stark unter Druck. Desweiteren gefährden Brandrodungen die einzigartige Flora und Fauna des Gebietes.

Im Rahmen des Vorhabens werden zentrale Lebensräume von bedrohten Tier- und Pflanzenarten identifiziert und erhalten. Man erhofft sich so eine Erhaltung des weltweit wichtigen Kohlenstoffspeichers. Die Philippinen und die Bundesrepublik sind seit vielen Jahren Partner in Sachen Klimaschutz und Erhalt der biologischen Vielfalt und blicken auf eine enge Zusammenarbeit zurück.


In diesem Sinne...


Die Rückkehr der Sonne

Heute ist es wieder soweit. Mit dem Yule-Fest, vom 21. bis 25. Dezember, werden die Tage wieder länger.
Ich für meinen Teil freue mich auf diesen Tag seit dem 22. Juni diesen Jahres.

Endlich nehmen die Tage wieder zu und es wird täglich ein kleines Stückchen heller, obwohl die dunkelste Zeit des Jahres noch vor uns liegt.

Das "Yule-"Fest stammt aus längst vergangenen Tagen unserer Ahnen. Die erste Erwähnung hatte es im 7. Jahrhundert n. Chr.  in den Fragmenten des Codex Ambrosianus A.

Schon seit einer ganzen Weile feiere ich auf meine Art das "Yule"-Fest. Ein gemütlicher Kreis mit Freunden und Bekannten ist mir tausendmal lieber als diesem kommerziellen Weihnachten zu huldigen. Aber egal.Wie ihr es auch handhabt, ich wünsche euch eine schöne Zeit.

Amtsantritt der neuen Leitung des Umweltministeriums

Seit dem 18. Dezember 2013 arbeitet das Bundesamt für Umwelt unter neuer Flagge und neuer Leitung. Das jetzige Bundesamt für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit wird jetzt von Frau Barbara Hendricks durch die nächsten vier Jahre geführt.

Meine Erwartungen sind nicht besonders hoch, wurden sie doch in der Vergangenheit schon oft genug enttäuscht aber ich wünsche Frau Hendricks alles Gute und viel Erfolg für die vor ihr liegenden Aufgaben.


Hier der Link zur neuen Homepage.


In diesem Sinne...

UDO (Umwelt-Daten und -Karten Online)

Ich habe mal wieder einen Surf-Tipp für euch. Aufmerksam gemacht hat mich ein Post in meinem Google Plus Stream. Leider weiß ich nicht mehr, wer der edle Finder war. Aber meinen Dank an dieser Stelle.

Das LUBW, Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg, generiert jeden Monat umfangreiche Umwelt- und Naturschutzdaten. Diese werden mit weiteren Daten aus staatlichen und kommunalen Dienststellen im ganzen Land zusammengefügt. Und zwar in UDO.

UDO gibt es schon eine ganze Weile aber jetzt ist es in einer neuen Version erschienen. Fast kann man es als UDO 2.0 bezeichnen.

Anhand der neuen Version lassen sich Umweltdaten kinderleicht recherchieren. Neu sind verschiedene Möglichkeiten zur Interpretation und Visualisierung. Aber der Reihe nach.


Die Startseite gibt schon einen Einblick in die klare Struktur der Website. In der Sidebar links, grüner Rahmen, stehen diverse Menüpunkte zur Auswahl.






So, nun aber genug der Vorrede. Den Rest findet ihr alle mal selber heraus. Diese Datenbank ist aber auf jeden Fall einen Blick wert.




In diesem Sinne...


Bundesweit anerkannte Naturschutzverbände

Heute habe ich mal eine Auflistung von (mir bekannten) in Deutschland anerkannten Naturschutzverbänden. Um in Deutschland als Naturschutzverband anerkannt zu sein, muss man gewisse demokratische Grundzüge vorweisen können. Konkret bedeutet dies, jedes Mitglied muss stimmberechtigt sein und die Geschicke des Verbandes/Vereines mit bestimmen können und dürfen.
Die Verbände bzw. Vereine Green Peace und WWF fallen da heraus. Man ist bei beiden "nur" ein Fördermitglied und dient vorrangig zur Finanzierung. Der WWF ist obendrein noch eine Stiftung (manche behaupten von Shell und BP) und scheidet auch aus diesem Grund aus.

Die Liste erhebt allerdings keinen Anspruch auf Vollständigkeit.


  • Aktionsgemeinschaft Artenschutz e.V.
  • BUND-Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland
  • Bundesverband beruflicher Naturschutz e.V.
  • Bund Heimat und Umwelt in Deutschland 
  • Deepwave-Initiative zum Schutz der Hoch- und Tiefsee
  • Deutsche Gesellschaft für Gartenkunst und Landschaftskultur e.V.
  • Deutsche Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde e.V.
  • Deutsche Waldjugend
  • DAV-Deutscher Alpenverein
  • Deutscher Jagdschutz-Verband
  • Deutscher Jugendbund für Naturbeobachtung
  • Deutscher Tierschutzbund e.V.
  • DNR-Deutscher Naturschutzring
  • DRK-Wasserwacht
  • GNOR-Gesellschaft für Naturschutz und Ornithologie Rheinland-Pfalz e.V.
  • Grüne Liga e.V.
  • Komitee gegen Vogelmord e.V.
  • Schutzgemeinschaft Deutscher Wald e.V.
  • Schutzgemeinschaft Deutsches Wild e.V.
  • Deutscher Wanderverband und Verband Deutscher Gebirgs- und Wandervereine e.V.
  • Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU)
  • Verband Deutscher Sportfischer e.V.
  • Vereinigung Deutscher Gewässerschutz e.V.
  • Zoologische Gesellschaft Frankfurt von 1858 e.V.
  • Verband Deutscher Naturparke e.V.
  • Naturschutz Forum Deutschalnd e.V. 
  • Rettet den Regenwald
  • Schutzstation Wattenmeer

So, ich denke mal das reicht für den Anfang. Vielleicht ist ja etwas für euch dabei. 


In diesem Sinne...

Die Toten Täler im Dezember

Wie bereits an anderer Stelle im Blog erwähnt, habe ich hin und wieder in den Toten Tälern bei Freyburg zu tun. So auch heute. An einem anfangs schönen, später bewölkten tag schaute ich mir noch einmal das Gebiet an, bevor das Projekt in die "Winterpause" geht.




In den Sommermonaten hat dieses ca. 800 ha große Gebiet im Süden Sachsen-Anhalts eine ganze Menge zu bieten. Neben Orchideen und anderen seltenen Pflanzen, kommen auch Faunisten und Ornithologen auf ihre Kosten. Ja, Ornithologen oder Vogelkundler bzw. liebevoll "Ornis" genannt, wollen extra genannt werden. So zumindest meine Erfahrung. Aber auch im Winter hat dieses Naturschutz- und FFH-Gebiet seine Reize.


©Thomas Engst 2013



In Teilen dieses Gebietes findet ebenfalls eine Beweidung statt. Mit ganz ähnlichen Zielen wie in der Oranienbaumer Heide. Aber aufgrund der Morphologie und Relief des Geländes nur mit Konik-Pferden. Ein paar Tiere aus der Herde habe ich mal auf Bild gebannt.



©Thomas Engst 2013



Was mir besonders gefallen hat, war der Anblick dieses Baumes. Wann sieht man schon mal eine Eiche die voller Misteln ist? Die Mistel ist ein Halbschmarotzer und benutzt einige Bäume als Wirte. Obwohl sie auf allen Laubbäumen wachsen kann, bevorzugt sie Eichen, Linden oder Birken. Wie sie mit den Gerbstoffeder Eichen umgeht, weiß nur sie alleine.





©Thomas Engst 2013


©Thomas Engst 2013


Wer im Sommer zufällig in der Gegend sein sollte, oder in der Gegen wohnt und ein herrliches Ausflugsziel suchte, der hat jetzt eines gefunden. Zum Abschluss bleibt noch mein Appell an alle da draußen:

©Thomas Engst 2013



In diesem Sinne...

Neuer Name, neues Glück? Wohl kaum.

Wie heute bekannt wurde, hat das bisherige Umweltministerium einen neuen Namen bekommen.

Bisher war der Titel dieses Amtes: Bundesamt für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit. Das hat der Lobby anscheinen nicht gefallen und so kommt es zu seinem neuen Namen:

Bundesamt für Umwelt, Naturschutz, Bau (!) und Reaktorsicherheit. Somit soll allem Anschein nach der Bau von Autobahnen schneller und einfacher gemacht werden. Eine Schande das wir keinen richtigen Umweltminister haben. Nur so einen Blob. Jetzt bekommt für mich die Rede von Herrn Ramsauer in Magdeburg einen neuen Sinn. Er hat ja bei einer Demo für die A14, Vereine wie BUND und NABU als "Zukunftsverweigerer" betitelt.

Desweiteren muss das Umweltministerium die Verantwortlichkeit für die Energiewende an das Wirtschaftsministerium abgeben. Ein Schelm wer Böses dabei denkt.  Wenigstens ist Peter Altmaier weg vom Naturschutz, obwohl so groß vermissen werde ich ihn nicht. Ich erhoffe mir von Frau Hendricks, welche das Umweltministerium ab jetzt leitet, etwas mehr Kompromissbereitschaft und Farbe als von Peter Altmaier. Ich mache mich aber dennoch auf eine herbe Enttäuschung gefasst.

Mal sehen was die Zukunft bringt.

In diesem Sinne...

Ein Tag im Nebel

Wir hatten heute von Sonnenauf-  bis Sonnenuntergang Nebel. Wirklich den ganzen Tag diese graue Suppe.  Na ja nützt nichts. Das tagwerk musste getan werden. Also ging es mal wieder raus in die Oranienbaumer Heide.

Da es sich heute um einen routinemäßigen Besuch handelte, der auch noch völlig ereignislos war (zum Glück), hält sich der Textteil dieses Beitrages in Grenzen und es gibt dafür mehr Bilder.


©Thomas Engst


So begann der heutige Tag. Man hat zwar keine schöne Sicht aber so eine Nebelstimmung hat doch auch was feines.
Bei meinem Rundgang kam ich natürlich wieder an den Weidetieren vorbei.


©Thomas Engst 2013


©Thomas Engst 2013


©Thomas Engst 2013



Natürlich gibt es auch wieder ein Bild der Heckrinder. Heute mal etwas weiter entfernt, irgendwie waren die Tiere heute etwas unruhig. Deshalb habe ich mal lieber etwas Abstand gehalten.

©Thomas Engst 2013


So, das war mal wieder ein kleiner Einblick in meine Arbeit. Vielen Dank für's Lesen.




In diesem Sinne...





Die Edelhölzer von "Masoala be"

In unseren Breiten und im Rest der Welt passiert es nicht oft, dass ein Premierminister den versammelten Würdenträgern seiner Regierung den Marsch bläst, obwohl es hier auch mal einigen gut tun würde. Anders jedoch in Madagaskar, welches sich seit dem Putsch von von 2009 im Ausnahmezustand befindet.
Die dort herrschende Korruption ist sogar für afrikanische Verhältnisse enorm.

Anlässlich der feierlichen Eröffnung des neuen Umweltcampus des Masola-Nationalpark  hat sich Premier Omer Beriziky die sogenannten "Rosenholzbarone" zur Brust genommen und eine flammende Rede gegen sie gehalten.
Das anwesende Publikum quittierte diese Aktion mit Applaus und lautem Jubel.
Der illegale Handel mit Rosenholz, allen voran das begehrte Ebenholz, hat in den letzten Jahren deutlich zugelegt. Hauptabnehmer ist das Reich der Mitte: China.
Aber auch die traditionelle Brandrodung von Wäldern durch Bauern  die in der Randzone leben wird von der Regierung toleriert und geduldet.

Der Masoala-Nationalpark ist trotz aller Probleme und Widrigkeiten immer noch ein Gebiet mit weitgehend unberührter Natur und tropischen Regenwald. Nur die vereinzelt über den Wipfeln der Bäume aufsteigenden Rauchsäulen sind ein Zeichen dafür, das etwas nicht stimmt. Ich hoffe, dass Madagaskar seine Probleme in den Griff bekommt.

In diesem Sinne...

Timelapse


Als kleinen Webtipp habe ich hier mal ein sehr  beeindruckendes Timelapse Video. Wirklich sehr schöne Aufnahmen die beweisen, Mutter Natur hat einiges zu bieten, wenn man sich die Zeit dafür nimmt.

In diesem Sinne...

Warnung vor Ausweitung von Biosprit-Förderung

Umwelt- und Verbraucherorganisation machen auf die möglicherweise negativen Folgen einer Ausweitung der Biogas-Förderung aufmerksam. Eine entsprechende Maßnahme sollen die EU-Energieminister am Donnerstag (12.12.13) verabschieden.
Von den Rohstoffen, die in Zukunft zusätzlich gebraucht werden, um den Anteil von Biosprit in Benzin und Diesel von fünf auf sieben Prozent zu steigern, könnten 69 Millionen Menschen ernährt  werden. So behauptet es zumindest die Zeitung "Der Spiegel" unter Berufung auf die britische Menschenrechtsorganisation Action Aid.

Wenn die EU ganz auf die Beimischung von Agrosprit verzichten würde, könnten sogar mehr als 120 Millionen ernährt werden. Die EU möchte nach wie vor den Anteil von erneuerbaren Energie im Verkehr auf sieben Prozent erhöhen. Wohlgemerkt bis 2020. Ich bin gespannt ob sie das schafft. Die Bundesrepublik hatte bis vor kurzem noch eine Obergrenze von 5 Prozent Biosprit-Anteil unterstützt. Jetzt scheint sie aber (mal wieder) unter dem Druck der Agrarlobby eingeknickt zu sein. Allem Anschein nach möchte Deutschland den Fünfprozentdeckel aufgeben und die Förderung bis 2030 ausweiten. Deutschland ist der größte Biosprit-Erzeuger der EU. Galt Biosprit bis vor einem Jahr noch als erstrebenswerte Alternative zu fossilen Energieträgern wie Erdöl, wird seine Herstellung und Verwendungen inzwischen sehr kritisch gesehen und nicht mehr als "Heilmittel" angesehen. Für den Anbau der benötigten Pflanzen wird in großem Maßstab Regenwald abgeholzt und das wiederum schadet dem Klimahaushalt deutlich. Ebenfalls geht in großem Stil Ackerboden für den Anbau von Nahrungsmitteln verloren. Schon jetzt wird ein zunehmender Anteil der weltweiten Zuckerrohr- oder Ölpflanzenproduktion zur Herstellung von Biokraftstoff benötigt. Man muss sich die Idiotie mal vorstellen. Irgendwo auf der Welt verhungern Menschen, obwohl in ihrem Land riesige Felder mit Nahrungspflanzen stehen und wir schütten uns die Pflanzen in den Tank. In diesem Sinne...

Die Kohle wird knapp-wir machen trotzdem weiter

Eine Studie der Energy Watch-Group besagt, dass der weltweite Kohle-Bestand dem Fördermaximum bedrohlich nahe kommt und schon in den nächsten Jahren überschritten werden könnte.  Als erste haben die USA das Fördermaximum für Steinkohle vor ca. 25 Jahren überschritten. Seitdem müssen sie auf minderwertige Hartbraun-Kohle umsteigen. Das Fördermaximum für diese Kohle haben sie dann im Jahre 2008  überschritten und importieren seither Kohle im großem Stil.

Das Fördermaximum ist der Zeitpunkt, nach dem die Förderung massiv zurückgeht.

Genauso schlimm sieht es in China aus. China gilt allgemein als das Land mit den zweitgrößten Kohlereserven. Durch Industrialisierung und steigendem Wohlstand hat sich die Volksrepublik jedoch innerhalb weniger Jahren vom größten Exporteur zum größten Importeur gewandelt. Der jährliche Importbedarf für China liegt wohl bei ca. 100 Mio. Tonnen.

Laut der Studie sind Indonesien und Australien die beiden Länder mit dem größten Versorge-Potential. Indonesien hat aber bereits vor einer ganzen Weile die Ausfuhr des schwarzen Goldes gedrosselt. Man müsse ja in erster Linie an sich selber denken.

Dazu kommt die Tatsache, dass die australische Kohle von eher minderer Qualität ist, somit eignet sie sich nur zur Versorgung von Kraftwerken, nicht aber für den Hausstrom. Das wiederum könnte die Kohle aus Indonesien übernehmen, aber die ist ja (zum Glück) unter Verschluss.
Man könnte jetzt meinen, dass das der Grund sei den wir bräuchten um von der Kohle als Energieträger Abstand zu nehmen aber weit gefehlt. Deutschland baut  weiter fleißig Kohlekraftwerke und vergrößert einen Tagebau nach dem anderen.    

Was ist denn daran so schwer die Lobby zum teufel zu jagen und endlich mehr in die Forschung von Speichermöglichkeiten für Solar und Wind zu investieren?


In diesem Sinne...

Lebensgrundlage Boden erhält mehr Unterstützung

Jeden Tag werden in Deutschland ca. 70 Hektar Boden zu Bauland für Siedlungen und Verkehrswegen umgebrochen. An drei Tagen ist das eine Fläche  von der Größe des Berliner Tiergarten.

Zwar sinkt der Flächenverbrauch in Deutschland beständig seit dem Jahr 2001 aber leider zu langsam. Um das Nachhaltigkeitsziel beim Flächenverbrauch zu erreichen, müsste dieser auf 30 Hektar bis zum Jahr 2020 reduziert werden.
Pro Jahr gehen weltweit ca. 24 Millionen Hektar durch Erosion und Bodendegradierung verloren. Das ist in etwa die Größe Rumäniens. Konkrete Zahlen Zahlen für Deutschland belegen, dass rund 14 % der gesamten Bodenfläche Deutschlands entweder Siedlungs- oder Verkehrsfläche ist. Etwa 50% dieser Fläche ist versiegelt.
Im weltweiten Fokus steht allerdings der Verlust von fruchtbaren Böden, die sogenannte Degradation.  Diese nimmt leider weiter zu, nicht zuletzt darum weil die verschiedenen Formen der Landnutzung um Bodenfläche konkurrieren.
Zum Beispiel zwischen dem Anbau von Energiepflanzen und Nahrungsmitteln. Viele Bauern haben sich bereits auf den Anbau von Energiepflanzen eingestellt und werden das auch so schnell nicht ändern. Der Anbau von Nahrungsmitteln ist einfach nicht mehr lukrativ. In welche Richtung die Reise gehen wird, wird sich zeigen. Ich für meinen Teil wage die Prognose, dass die Menscheit auch das 2020er-Ziel nicht einhalten und erfüllen wird.

In diesem Sinne...

Der Erdtrabant als Garten?

Eine Meldung in der Mitteldeutschen Zeitung vom 6. Dezember lies mich aufhorchen.
Laut dieser Meldung möchte die NASA im nächsten Jahr einen Mini-Garten per Rakete auf den Mond schießen. An Bord soll ein kleines Gewächshaus mit Basilikum, Gänserauken und Rüben sein, mit dem man die Möglichkeiten austesten möchte, wie das Wachstum außerhalb der Erde gelingt. Die NASA geht sogar noch einen Schritt weiter, sie möchte eigenständige Anzuchtzelte auf dem Mond installieren um später, wenn man die Rohstoffe vom Mond abbaut, die Arbeiter mit Gemüse versorgen zu können.
Die Keimlinge müssen mit geringer Schwerkraft, starker Strahlung und extremen Temperaturschwankungen klar kommen. Auf dem Mond geht die Temperatur von 130°C bis -180°C. Das muss man erstmal abkönnen.

Ich weiß nicht so recht was ich von der Meldung halten soll. Für mich klingt das wie ein Witz. Ich muss auch sagen, ich hoffe, dass es der NASA nicht gelingt Pflanzen zu etablieren. Was mit einem kleinen Schritt für eine Rübe beginnt, endet in einer zweiten Erde. Und das hat der Mond nicht verdient oder?


In diesem Sinne...

Eine Übersicht der Datenbanken

 

Das man im Internet eine Fülle an Informationen finden kann ist längst kein Geheimnis mehr. Ich habe mal für euch, falls es einen interessiert, ein paar Datenbanken und andere nützliche Websites zusammengetragen.

Wenn ihr bestimmte Informationen zur Umwelt, Fliessgewässergüte etc. benötigt, dann schaut euch mal die Links an. Ebenfalls sind ein paar Seiten dabei die der Bestimmung von Laufkäfer  oder Vögel dienen. Ich hoffe mal es ist für jeden etwas dabei.

 

Neophyten:
Informationsstelle invasiver Neophyten Sachsen-Anhalts
Neobiota
Aquatische Neophyten in Deutschland
DAISIE-Delivering Alien Invasive Species Inventories for Europe
EASIN-European Alien Species Information Network
NOBANIS- European Network on Invasive Alien Species

Coleoptera/Laufkäfer:
http://www.carabidfauna.de/

Gewässer:
Fliessgewässerbewertung
AQEM
Freshwater Ecology

Ornithologisches:
Vogelkunde

Internationaler Artenschutz:
Wissenschaftliches Inforationssystem zum Internationalen Artenschutz

Vegeteation/Pflanzen:
Botansiche Bestimmung Vegetation
Botanische Bestimmung Pflanzengesellschaften
Potentielle natürliche Vegetation
Datenbank biologisch-ökologischer Merkmale der Flora von Deutschland

 

Ich weiß es ist viel Text und keine Bilder aber vielleicht helfen diese doch eher speziellen Datenbanken jemandem von euch.

 

In diesem Sinne…

Nationalpark Schwarzwald kommt

Seit gestern ist es amtlich. Der Landtag in Badem-Württemberg hat über den Nationalpark Schwarzwald abgestimmt.
Über den Nationalpark Nordschwarzwald habe ich ja schon einige Male im Blog geschrieben, unter anderem ist ein Beweidungs- oder Ansiedlungsprojekt mit Wisenten angedacht.

Auf der Website des Nationalparks ist die Freude riesengroß. Die beteiligten Umweltverbände entrollten nach der Bekanntgabe ein großes Plakat mit der Aufschrift "Mensch und Natur sagen Danke".
Dabei war das Gelingen des Unterfangens am Anfang alles andere als klar. Anwohner und Firmen hatten Bedenken geäußert. Darunter auch ein großes Holz- und Zellstoffwerk aus der Region.

Ich werde mir auf jeden Fall mal einen Eindruck vor Ort verschaffen und hoffe, dass die Akzeptanz der Bevölkerung auch weiterhin so groß ist.

In diesem Sinne...

Erneutes Rätselraten um Stonehenge


Seit einem knappen Jahrhundert galt der Steinbruch Carn Menyn im Hochland von Pembrokeshire als Herkunftsort der vier Tonnen schweren Blausteine. Bis jetzt jedenfalls.





Seit ca. 1920 gingen Archäologen davon aus, dass die vor rund 5000 in Südengland aufgestellten Steine aus dem Steinbruch von Carn Menyn stammen. Laut dem britischen Archäologen Richard Bevins stammen diese Steine jedoch aus dem 1,6 Kilometer entfernten Steinbruch Carn Goedog. Das hat das Team von Bevins anhand von geochemischen Analysen herausgefunden.
Wie die übrige Fachwelt diese Meinung auffasst bleibt abzuwarten. Wir dürfen jedoch gespannt sein was die Zukunft noch alles über Stonehenge enthüllen wird.

In diesem Sinne…

Erneute GPS-Erfassung in der Oheide


Wer meinen  Blog aufmerksam und schon eine Weile lang liest, der ist auch über diesen Artikel gestolpert.
Jetzt, ein gutes viertel Jahr später, ist die Entbuschung schon gehörig vorangeschritten. Es liegt noch eine Menge Arbeit vor uns aber ich zeige euch mal ein paar Bilder vom Gebiet. Ich war heute auch wieder unterwegs um die GPS-Daten der Halsbänder auszulesen.




©Thomas Engst 2013

Mein Tag begann heute 7 Uhr auf der Fläche, das Thermometer zeigte –6 Grad und klarer Himmel. Also kalt. Aber auch in diesem Wetter weiß die Oranienbaumer Heide zu überzeugen. Besonders in den frühen Morgenstunden, wenn die Sonne den Reif in goldenes Licht taucht, macht sie ordentlich was her.
Das Ausmaß der Entbuschung wird euch jetzt nicht viel sagen, aber seid versichert, es hat sich ganz schön was getan.
Wie jedes mal, wenn ich auf der Fläche unterwegs bin, stolpere ich früher oder später über die Weidetiere. Wie ihr auf dem oberen Bild sehen könnt, genießen auch die Rinder die wärmenden Sonnenstrahlen und grasen gemütlich.



©Thomas Engst 2013

©Thomas Engst 2013


Mals sehen was demnächst noch für Arbeiten anstehen. Ich werde euch, sofern ihr es wollt, darüber berichten.

In diesem Sinne…

Naturschutz in Europa trägt erste Früchte

 

Die Bemühungen des europäischen Naturschutzes tragen erste Früchte. Der Bestand von einigen Säugetier- und Vogelarten hat sich in den vergangenen 50 sichtlich erholt.

Wie der Spiegel berichtete ist die Situation um einige Säugetier- und Vogelarten nicht mehr so dramatisch wie noch vor einigen Jahren.

Tatsächlich fruchten einige Bemühung Europas Wildnis wieder zu beleben. Besonders der bestand von Bibern entlang der Elbe hat sich positiv entwickelt aber auch  Wisente und Wölfe haben sich wieder in Europa und Deutschland niedergelassen.

Laut einem Forscherverband haben sich die Bestände von 18 Säugetier- und 19 Vogelarten deutlich verbessert. Sowohl in der Vitalität der Tiere wie auch in der Anzahl und Verbreitung.

 

Bestes Beispiel ist der Seeadler. Das deutsche Wappentier war hier vor hundert Jahren nahezu ausgestorben, heute gibt es wieder ca. 650 Brutpaare.

Auch die Bestände von Schwarzstörchen haben sich erholt. Waren es 1985 noch 50 Paare, so konnte man 2011 bereits 800 Paare vorweisen. Eine reife Leistung. Die größte Auferstehung aber hat das Wisent geschafft. Galt es seit dem frühen 20. Jahrhundert als ausgestorben, so leben inzwischen immerhin rund 3000 Exemplare in der freien Wildnis Europas. Größtenteils in Polen und Ukraine.

 

Ihr seht also, manchmal gibt es Hoffnung. Auch wenn sie langsame und kleine Schritte macht.

 

In diesem Sinne…

Die Lügen der Agrarlobby

 

Mir ist heute auf dem Campus ein kleiner Flyer in die Hände gefallen der sich mit unserer aktuellen Landwirtschaft beschäftigt. In diesem kleinen Stückchen Papier, welches vom Umweltinstitut München e.V. herausgegeben wurde, werden ein paar Behauptungen der modernen Landwirtschaft und die entsprechende Gegendarstellung aufgeführt. Jeder der sich mit der Thematik befasst oder befasst hat, der wird hier leider nichts Neues finden aber vielleicht liest das hier einer, der es noch nicht kennt.

 

Agrar-Lügen

Tatsachen
Nur mit Maximalerträgen der industriellen Landwirtschaft können Menschen satt werden Nur Ökolandbau kann die Welt nachhaltig ernähren
Die Agroindustrie versorgt uns mit gesunden und gut kontrollierten Lebensmitteln Pestizid- und Antibiotikarückstände sowie mangelnde Kontrollen gefährden unsere Gesundheit.
Unsere Lebensmittel waren noch nie so günstig Diese Preise sind nur durch Ausbeutung und Verlagerung der Folgekosten auf die Allgemeinheit möglich
Die industrielle Landwirtschaft schützt unsere Umwelt und Kulturlandschaft Monokulturen und hoher Düngereinsatz  zerstören Böden, Gewässer und die Biodiversität
Agroindustrie schafft und sichert Arbeitsplätze auf dem Land Agro-industrielle Strukturen verdrängen kleinbäuerliche Betriebe und fördern die Landflucht
Durch die Produktion von Agroenergie leistet die industrielle Landwirtschaft einen Beitrag zum Klimaschutz Agroenergie ist ein Klimakiller, Umweltzerstörer und Hungermacher
Gentechnik bekämpft den Hunger in der Welt, schont die Umwelt und sichert das Einkommen der Bauern Gentechnik bereichert die Agrokonzerne, zerstört die bäuerliche Landwirtschaft und macht uns zu Versuchskaninchen
   

 

Jeder mag darüber denken wie er will, Hauptsache er denkt darüber.

 

In diesem Sinne…

Der ursprüngliche Verlauf der Donau

 

Unsere Flüsse haben im Laufe der Zeit schon eine Menge durchgemacht und werden es noch eine Weile lang müssen. Sie wurden in der Geschichte immer wieder begradigt und verbaut. Die größte Flussbegradigung (bisher) war wohl die des Rheins.

Aber auch die Donau hat sich dem menschlichen Handeln fügen müssen. Im Jahre 1830 kamen in Wien 70 Menschen durch ein Winterhochwasser ums Leben. Die Donau schlängelte sich damals noch wie eine Schlange durch das Wiener Becken und folgte so dem natürlichen Verlauf.

Forscher der Universität Klagenfurt haben jetzt anhand von alten Karten und Berichten sowie Rechnungen für Brücken- und Regulierungsbauten den ursprünglichen Verlauf rekonstruiert. Wie das damals aussah, seht ihr in dem kleinen Video.

 

In diesem Sinne…

Enttäuschender Klimagipfel


Warschau.
Mit wirklichen Resultaten des Klimatreffens habe ich im Vorfeld nicht gerechnet aber dass es so dürftig ausfällt ist natürlich eine Ohrfeige für den Klima- und Naturschutz..
Mit einem Verabschieden des seit langem angekündigten und notwendigen Weltklimavertrages  hat keiner gerechnet. Nicht einmal die härtesten Optimisten haben darauf gehofft. Laut Germanwatch, die das Verfahren seit Jahren begleiten und beobachten, hat jetzt verlauten lassen, dass sich bei den Verhandlungen über den Zeitplan bis zum Pariser Gipfel 2015 nichts getan hat. Man trete immer noch auf der Stelle und kommt einfach nicht so recht in Schwung.
Ein weiteres Armutszeugnis hat dieser deutsche Minister, der vorgibt Bundesumweltminister zu sein, abgegeben. Dieser nette Herr war nicht einmal vor Ort, von einer kleinen Stippvisite mal abgesehen. Kann das wahr sein? Da treffen sich führende Köpfe um (scheinbar zumindest) über ein globales Problem zu sprechen und Deutschland sagt “NÖ”. Das ist ja fast wie zu Aigners-Zeiten.
Das am heutigen Morgen vorgelegte Verhandlungspapier beinhaltet weder Festlegungen darauf, dass die Klimaschutzziele bis 2030, dem UN-Generalsekretär Ban Ki Moon im September 2014 vorliegen sollen, noch eine Möglichkeit die ländereigenen Ziele untereinander zu vergleichen.
Wie das aussehen wird, hat uns die Ausweisung von FFH-Gebieten gezeigt. Man schiebt alles auf die Lange Bank und in der letzten Minute wird wieder irgendein Mist verbockt, nur damit man die Zeit einhält.
Da aber der Klimagipfel verlängert wurde, kann sich ja noch einiges tun. Wir werden sehen.

In diesem Sinne…

Die Oheide hat mich wieder – das Winterhalbjahr hat begonnen


Das Winterhalbjahr hat mich jetzt erwischt. Alle (Nach-) Arbeiten des Sommers sind erledigt. Die Auswertungen und Berichte sind im Kasten. Jetzt geht es mit großen Schritten wieder an neue Projekte.
Nach monatelangen Büro- und Schreibtischarbeiten geht es jetzt wieder ins Gelände. Nämlich wieder in die Oranienbaumer Heide.



Mit bestem Herbstwetter startete mein erster Tag in die “neue Saison”. Die Hauptaufgabe diesmal: Die GPS-Daten der Weidetiere aufnehmen und daraus ein Bewegungsprofil erstellen.
Warum macht man das? Wir wollen anhand er Wanderrouten und Bewegungen sehen, wo die Tiere fressen, was sie fressen, wie lange sie fressen und was sie sonst noch so treiben. Das gibt uns Aufschluss über weitere Schritte der Beweidung. Weshalb wir dieses Beweidungsprojekt machen, kann man an vielen Stellen im Blog nachlesen, zum Beispiel hier.
Trotz des schlechten Wetters war der Tag mal wieder wunderbar. Ich bin halt nicht für den Schreibtisch gemacht. Ich werde euch an dieser Stelle im Laufe der nächsten Wochen über den Fortschritt berichten.




©Thomas Engst 2013

©Thomas Engst 2013

©Thomas Engst 2013


In diesem Sinne…

Tigermücken jetzt auch in der Schweiz


Die Asiatische Tigermücke (Aedes albopictus) ist jetzt auch in der Schweiz eingewandert. Dafür haben Forscher jetzt den ersten Nachweis erbracht.





Die Asiatische Tigermücke hat ihren eigentlichen Heimatort in den Wäldern Südostasiens und den dortigen Großstädten. Im Zuge der Globalisierung breitete sie sich aber weit darüber hinaus aus und konnte weltweit ein stabiles Vorkommen entwickeln.
Sie gilt, ähnlich wie die Gelbfiebermücke (Stegomyia aegypti) als ein Überträger von Viren.
Die bisherigen gefundenen Exemplare waren aber allesamt “sauber” und es besteht kein Grund zur Sore. Man muss das Geschehen aber im Blick behalten.

In diesem Sinne…

Stromfressende Gadgets

 

Diesen Monat ist es also soweit. Es kommen die neuen Spielekonsolen der aktuellsten Generation auf den Markt und auch sonst ist ordentlich Wirbel auf dem Neuheiten-Markt. Wenn man sich die Vorbesteller so anschaut kann man sich schon fragen, ob es keine anderen Probleme auf der Welt gibt.

Versteht mich jetzt nicht falsch, auch ich bin ein Nutzer und Freund der heutigen Technik, macht sie doch den heutigen Alltag um einiges leichter. Aber bei allen neuen Errungenschaften der “Tech-Welt” frage ich mich: Woher soll in Zukunft der Strom dafür kommen?

Die neue X-Box, zum Beispiel, hat eine Fülle an neuen Funktionen die allerdings mehr oder weniger “nur” Gimmicks sind und nicht wirklich notwendig. Wenn Kinect sein Dasein im Standby fristet oder das Moto X von Motorola still auf dem Tisch liegt und auf “OK Google” wartet, wird Strom verbraucht. Auch unsere Haushalte werden immer “digitaler” und “hungriger”. Wieso ist dann beim Galaxy S 4 oder beim Nexus 5 wieder so ein schwacher Akku verbaut? Kalkül? Ich weiß es nicht. Wieso macht man die mobilen Betriebssysteme nicht einfach ressourcenschonender? Mir machen die Folgen unseres Konsumverhaltens Angst. Einer aktuellen Studie zufolge nutzt der Deutsche sein Smartphone/Tablet nur ca.16 Monate. Geschürt wird dieses Verhalten durch den immer schneller werdenden Output an neuen Geräten und den recht krassen “Update-Zwang”. Viele Nexus Besitzer haben sich ein solches Gerät gekauft, damit sie “lebenslang” mit Updates versorgt werden, nun hat Google das auf 16 Monate eingegrenzt.  

Mit jedem Tag graben sich Schaufelradbagger durch die Natur, neuestes Beispiel Nochten in der Lausitz, und verformen die Erdoberfläche unwiederbringlich.

Klar ist auch, dass sehr viele Zweige ohne der aktuellen Technik nicht existieren könnten oder würden. Ich möchte auch nicht als Technikgegner verstanden werden aber ich finde man müsste die neuen Modelle in eine andere Richtung verbessern. Salopp gesagt “Akku statt Megapixel” oder etwas in der Art.

Das sind einfach nur so meine Gedanken.

 

In diesem Sinne…

Zwei Prozent natürliche Waldentwicklung

 

Am 14. Oktober 2013 wurde die neue Bilanz über Naturwälder in Deutschland veröffentlicht. Bisher kam ich noch nicht dazu diese zu lesen, aber das habe ich jetzt nachgeholt.

Laut dieser Bilanz werden nur ca. 1,9% der Wälder einer naturnahen oder natürlichen Entwicklung überlassen. Wenn Deutschland seine eigenen Ziele, bis 2020 fünf Prozent der Wälder natürlich zu entwickeln, erreichen will, ist höchste Eile geboten. Im Klartext heißt das, es muss das Tempo beim Schutz der Wälder erhöht werden.

Mit dem fehlen von Wäldern fehlen auch wichtige Lebensräume und somit steigt die Gefahr des Artensterbens.

Man kann diesen Trend aufhalten oder zumindest verlangsamen in dem man neue Nationalparks ausweist und der Natur endlich mehr Raum gibt. Ich würde mir wünschen, dass es das längst überfällige Bund-Länder-Programm “Natürliche Waldentwicklung” in die Koalitionsverhandlungen der neuen Regierung schaffen würde.

 

In diesem Sinne…

Smog und Schwefel


Während der Raum Chemnitz (Sachsen) gestern in Nebel gehüllt war, schien auf dem höchsten Berg des sächsischen Erzgebirges, dem Fichtelberg, die Sonne. Bei ca. 2 Grad und leichter Schneedecke lockte die Chance auf weitere schöne Fotoaufnahmen.
Schnell wurde klar, wir haben wieder eine Inversionswetterlage. Solche Wetterphänomene ermöglichen es uns, einmal “hinter die Kulissen” zu blicken.
Was ich damit meine, ist auf den folgenden Bildern zu sehen:
Die Menge an Schadstoffen die aus der Tscheschei in die Luft geblasen werden, sind zwar seit der politischen Wende weniger geworden aber immer noch deutlich zu hoch. Irgendwann sind auch die besten Filter mal verschlissen und man müsste sie erneuern.


©Thomas Engst 2013



Obwohl das Bild etwas dunkel geraten ist, lässt sich die Smogschicht deutlich erkennen.  Ebenfalls sieht man sehr schön, wie sich die Dampfwolken der Schornsteine und Essen erst durch die Smogschicht quälen müssen.


©Thomas Engst 2013


Das ganze Ausmaß wird hier in dieser Nahaufnahme gezeigt. Unschwer lässt sich eine dicke gelbe Schwefelschicht erkennen.  Viele sächsische und deutsche Studien wurden mittlerweile darüber geführt und wieder fallen gelassen. Einem befreundeten Nachbarland pinkelt man ja nicht an den Gartenzaun.
Es ist auch kein Geheimnis, dass die sächsischen Messwerte negativ beeinflusst werden, von den Bäumen ganz zu schweigen.
Was die Inversionswetterlage nur an ein paar Tagen sichtbar macht, ist das ganze Jahr über vorhanden. Also liebe Jogger, Wanderer und Wintersportler. Denkt daran wenn ihr wieder im Erzgebirge seid und tief einatmet und euch über die “klare” Luft freut.

In diesem Sinne…

Waldentwicklung visualisiert durch Google Maps

 

In meinem Stream von Google Plus bin ich gestern auf einen interessanten Beitrag gestoßen. Danke dafür an Karsten Knobloch.

Das es um unsere Waldbestände nicht wirklich gut bestellt ist, hört man recht häufig. Wie es wirklich aussieht zeigt, mal wieder, Google mit einem neuen Projekt.

Google hat mit Hilfe von Dr. Matthew Hansen, von der University of Maryland, die Veränderung der weltweiten Waldflächen in den Jahren 2000 bis 2012 visualisiert.  Diese Karte ist ein wahres Wunder an Informationen. Man kann sich die Veränderungen des Waldes anhand verschiedener Layer anzeigen lassen. Ebenfalls lasse sich die Jahre des Untersuchungszeitraumes einzeln anzeigen und noch etliches mehr ist möglich.

Eine sehr gute Beschreibung des Projektes findet ihr auf dem dazugehörigen Blog.

Hier geht es zur Karte :  Global Forest Change

 

 

In diesem Sinne…

Stickstoffgehalt der Luft

 

Der Stickstoffanteil in der Luft ist viel zu groß. Das wissen wir alle. Gründe dafür sind Industrie- und Autoabgase. Ich selbst war bis heute der Meinung, dass wir in Deutschland einen maximalen Stickstoffgehalt von ca. 30 Kg/ha/a und darauf relativ stolz sein können. Aber ich musste mich belehren lassen. Der Maximalwert liegt eindeutig höher.

Für Pflanzen ist der dieser Stoff besonders wichtig. Ist die Versorgung zu gering, bildet die Pflanze Notblüten aus, hervorgerufen durch zu frühes Blühen oder sie hat einen kümmerlichen Wuchs. Leidet sie an Stickstoffüberschuss so wird sie frost- und krankheitsanfällig oder ihr Gewebe wird schwammig und verliert an Festigkeit.

Damit ihr wisst wie hoch der Stickstoffgehalt der Luft in eurer Nähe ist, habe ich mal eine Karte des Umweltbundesamtes herausgesucht und sie hier verlinkt.

So könnt ihr ganz bequem nachschauen in welcher Größenordnung der Stickstoffgehalt in eurer Gegend liegt. Tipp: Mit einem Klick auf die Karte vergrößert ihr den Kartenausschnitt.

 

In diesem Sinne…

Die Verbraucher sind schon ein komisches Völkchen

 

Bei der morgendlichen Lektüre der Zeitung fiel mir heute ein Artikel besonders auf. Er befasste sich mit dem Kaufverhalten von Supermarktkunden. “Wahnsinn”, werdet ihr jetzt sagen aber klickt bitte noch nicht weg. Es hat wirklich mit dem Thema des Blogs zu tun.

Ein Mitarbeiter von REWE, der für den Einkauf des Gemüses für rund 3.300 Rewe-Märkte zuständig ist, sagt, dass 20 Prozent der Bio-Kartoffel vom Kunden ignoriert wird, weil sie von der gewohnten Norm abweichen und anders aussehen würde.

Diese geschmacklich einwandfreien Kartoffeln werden dann verfüttert (gerade so okay) oder wandern in Biogas-Anlagen (nicht mehr okay). Interessant ist die Tatsache, dass auf Hofverkäufen die “unförmigen” Kartoffeln, bspw. in Herzform etc., gekauft werden als bestünden sie aus Gold. Der Einzelhandel jedoch verschmäht diese.  Einen Versuch startet zur Zeit die EDEKA-Gruppe. Sie verkauft Kartoffeln mit kleinen optischen Mängeln zu günstigen Preisen. Damit möchte sie die Akzeptanz der Kunden ermitteln.

Generell klagen Landwirte über die rückläufige Beliebtheit des Erdapfels. Kartoffeln müssen gewaschen und geschält werden. Das kostet Zeit und die hat man ja bekanntlich heutzutage nicht mehr. “Viele junge Leute wollen lieber To-go Produkte, darauf müssen sich die Landwirte einstellen”, so ein Sprecher der Hochschule Ostwestfalen-Lippe.

Der Anteil der Bio-Kartoffeln liegt in Deutschland bei sagenhaften 5,7 Prozent. Ein Kilogramm Bio-Kartoffeln kostet derzeit 1,30 Euro gegenüber 80 Cent für konventionell erzeugte Kartoffeln. Aber im Endeffekt muss jeder für sich selber entscheiden was er zu sich nimmt. Ich für meinen Teil gehöre zu den rund 6 Prozent die Bio kaufen.

Eine Frage bleibt für mich jedoch, eine die ich mir schon immer stelle und wahrscheinlich nie begreifen werde. Warum sparen Menschen am Essen, kaufen sich aber Smartphones für mehr als 500 Euro? Sind die Prioritäten in unserer Zeit wirklich so verrückt?

 

In diesem Sinne…

Ausbreitungsstrategien und ein Schaf


Pflanzen haben in ihrem Leben nur zwei Ziele. Den Erhalt und die Vergrößerung der eigenen Population. Aber wie bewerkstelligen sie die dafür notwendige Ausbreitung? Sie haben sich auf eine Vielzahl von Möglichkeiten eingestellt.
Man unterscheidet in dem Gebiet zwischen Selbst- oder Fremdausbreitung. Darunter fällt
    • autochor  (Selbstausbreitung durch die Mutterpflanze selbst)
    • anemochor  (Windausbreitung)
    • hydrochor   ( Wasserausbreitung)
    • zoochor   (Tierausbreitung, endo-, epizoochor)
    • hemerochor   (durch den Menschen ausgebreitet)

Besonders spannend ist das Feld der Zoochorie. Dazu gab es in der Vergangenheit eine Vielzahl an Untersuchungen. Welche Pflanzenarten haben die besten Möglichkeiten dafür? Welche Tiere eignen sich dafür? Und noch viele mehr. Die beste Kombination ist Schaf und Klette.  Um Aussagen darüber treffen zu können, wo welche Pflanzensamen am Tier, oder in dessen Fell, hängenbleiben, wurden, mit verträglicher und ungefährlicher Farbe, Quadrate auf die Wolle gezeichnet, die Herde entlang ihrer Route getrieben und anschließend die Wolle ausgekämmt. Um das einmal zu veranschaulichen habe ich das folgende Bild für euch.

Schaf

Diese Zeichnung gibt Aufschluss darüber wo die meisten Samen hängen bleiben. Logischerweise an Brust und Hals. Zum “Heck” hin nimmt die Zahl natürlich ab.
Eine weitere sehr gute Ausbreitungsstrategie ist die Anemochorie. Jeder der schon einmal über eine Pusteblumen-Wiese gelaufen ist hat sie schon am eigenen Leib erlebt.
Um sich per Wind ausbreiten zu können müssen die Samen besonders leicht und klein sein. Manche Pflanzen, wie Löwenzahn und Ahorn, haben noch ein Ass im Ärmel. Einen Pappus. Besonders gelungene Konstruktionen zeigt das untere Bild.

Windausbreitung

So, das war es von meiner Seite. Ich hoffe ich habe euch mit dem Thema nicht zu arg strapaziert, es ist mir heute tagsüber nur so in den Sinn gekommen.

In diesem Sinne…

Irren ist menschlich


Unter Biologen, Zoologen und Botanikern zählt er zu den ganz Großen. Ohne ihn wären unsere heutigen Kenntnisse der Fauna und Flora nicht oder nur teilweise vorhanden. Er gilt als Begründer der Taxonomie von Tier- und Pflanzenwelt. Die rede ist von Carl Linné.
In seinem Werk “Systema Natura” hat er so ziemlich alles beschrieben und gezeichnet was er in seinem Leben gesehen hat, hinsichtlich Pflanzen und Tieren. Zu Erkennen ist das an dem kleinen Zusatz “(L.)” hinter einem wissenschaftlichen Namen, egal ob aus der Flora oder Fauna. Ich selbst kann nur den Hut ziehen vor seiner Leistung. Aber auch er war wohl nicht perfekt. Wer ist das schon?
Laut einem interessanten Artikel von Nature.com  hat sich der gute Linné bei ein paar seiner Bestimmungen und Klassifizierungen geirrt. Das spektakulärste Irrtum ist wohl der Asiatische Elefant.
Für Leser die des Englisch kundig sind wartet hier ein aufschlussreicher Artikel.
 Linnaeu’s Asian elephant was wrong species

Viel Spaß beim Lesen.

In diesem Sinne…

Unsere Ozeane versinken im Müll


Unsere Ozeane versinken im Plastikmüll. Mehr als zwei Drittel unserer Erde sind von Wasser bedeckt. Das war früher einmal eine schöne Sache. Heutzutage befinden sich in jedem Quadratkilometer mehrere tausend Teile Müll. Plastikmüll um genau zu sein.
Im Nordpazifik treibt seit vielen Jahren ein gigantischer Müllstrudel von der Größe Mitteleuropas. Aber warum in die ferne schweifen wenn das Übel liegt so nah? In der Nordsee, also direkt vor unserer Haustür, ist Plastikmüll eine allgegenwärtige Gefahr für Vögel, Fische und Meeressäuger. Bei solchen Themen höre ich oft das Kommentar: “ Was geht das mich an? Das ist doch weit weg!”. Genau, damit lässt sich das Problem natürlich klären. Nicht!
Plastikpartikel werden von den Meerestieren mittels Nahrung aufgenommen und gelangen, wenn auch über Umwegen, direkt auf unseren Teller. Meerestiere verwechseln  die kleinen Plastikteilchen mit Plankton und fressen ihn bedenkenlos.
Ein weiteres Problem ist die Haltbarkeit von Plastik, denn bis zur vollständigen Zersetzung von Plastik können schon einmal 350 bis 400 Jahre vergehen.
Jedes Jahr gelangen fast sieben Millionen (!) Tonnen Plastikmüll in unsere Meere und bilden gigantische Berge. Der bekannteste Müllberg ist der “Great Pacific Garbage Patch” im Nordpazifik. Aber er ist bei weitem nicht der einzige Müllberg. Wohl aber der Größte.
Solche traurigen Fakten sollten uns wirklich einmal zum Umdenken bewegen.

In diesem Sinne…

Die Orchidee des Jahres 2014


Nachdem letzte Woche der Baum des Jahres 2014 gekürt wurde, steht jetzt auch der Gewinner in der Kategorie der Orchideen fest. Den Titel Orchidee des Jahres 2014 darf der Blattlose Widerbart (Epipogium aphyllum)  für sich beanspruchen.



Mit der Wahl der Orchidee des Jahres sollen heimische Orchideen in den Fokus der öffentlichen Aufmerksamkeit gerückt werden, von denen Lebensräume und Arten besonders stark gefährdet sind. Wenn im Jahr 2014 die Wahl auf den Blattlosen Widerbart gefallen ist, dann in der vollen Absicht, den Verlust artenreicher und langjährig ungestörter Wälder sowohl in Deutschland als auch in ganz Europa zu thematisieren.



Durch die Ernährung über Wurzelpilze ist der Widerbart in der Lage, tiefschattige Wälder zu besiedeln. Diese Wälder zeichnen sich durch ein stabiles, kühl-feuchtes Mikroklima aus. Man kann den Widerbart ruhigen Gewissens als typische "”Urwald-Art” bezeichnen. Neben montanen und borealen Nadelwäldern wird die Art vor allem in diversen Buchenwaldgesellschaften angetroffen. Um beste Voraussetzungen für eine Besiedelung zu bieten, muss der Boden einen Mindest-Basengehalt vorweisen. Der geologische Untergrund ist dabei nicht so wichtig.



Im Gegensatz zu andern Orchideen bildet der Widerbart kein Blattgrün aus. Der oberirdische Teil der Pflanze besteht aus einem blattlosen, blassen, kahlen und 5-20 cm hohen Stängel. Die wenigen Blüten besitzen sechs in zwei Kreisen angeordnete Blütenblätter. Ein auffälliges Merkmal ist die nach oben gerichtete Blütenlippe, die mit vier bis sechs Reihen purpurfarbener Papillen besetzt ist. Die unterirdischen Organe bestehen aus einem korallenförmigen Rhizom, aus dem sich lange Ausläufer bilden, über die sich die Art auch ungeschlechtlich vermehren kann. Durch das fehlen des Blattgrüns und die dadurch bedingte Unfähigkeit zur Photosynthese ist diese Pflanze lebenslang auf die Symbiose mit Wurzelpilzen angewiesen. Über diese bezieht er die benötigten Nährstoffe.

Epipogium aphyllum  ist in der nördlichen Hemisphäre weit verbreitet aber überall selten. In seinem großem eurasischen Areal liegen die Vorkommen  sowohl in der nördlichen Nadelwaldzone als auch in der gemäßigten Laubwaldzone. Schwerpunkte der Verbreitung in Europa sind in Skandinavien und in den Gebirgen. In Deutschland ist der Widerbart in allen Bundesländern nachgewiesen worden, blieb aber stets eine große Seltenheit. In Sachsen, Brandenburg und Schleswig.Holstein ist die Art bereits seit vielen Jahrzehnten nicht mehr aufgefunden wurden. In allen anderen Bundesländern, ausgenommen Baden-Württemberg, gilt sie als stark gefährdet oder vom Aussterben bedroht.



Der Widerbart ist existentiell von der Erhaltung des Mikroklimas an seinem Wuchsort abhängig. Veränderungen, die Auflichtung des Baumbestandes, müssen daher unterlassen werden. Man konnte in der Vergangenheit oft beobachten, dass Epipogium aphyllum verrottete Stämme und Stubben besiedelte. Stärkeres und damit ökologisch wichtiges Totholz ist aber in unseren heutigen Wäldern eine Mangelware. Dadurch fehlt dem Widerbart eine bedeutende Habitatsrequisite, die es ihr ermöglicht, auch ungünstige, weil trocken-warme Perioden zu überstehen. Man geht davon aus, dass der bereits eingetretene und weiterhin steigende Anstieg der Jahresmitteltemperatur die Existenzbedingungen für diese faszinierende Orchideenart weiterhin verschlechtern wird.



In diesem Sinne…
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