Naturgebloggt

Naturschutz - weil's wichtig ist.

Kletterpflanzen

Wie immer bei schönem Wetter, war ich auch  heute mal wieder mit der Kamera unterwegs. Unter anderem konnte ich auf meinem Spaziergang dieses schöne Bild hier knipsen.

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Wie es der Zufall so wollte, kam es mir dabei in den Sin´n, etwas über die verschiedenen Arten von Kletterpflanzen zu schreiben. Vielleicht ist es ja für den einen oder anderen von euch etwas Neues.
Also, welche Arten oder Typen von Kletterpflanzen gibt es? Zunächst einmal muss man wissen, dass Kletterpflanzen nach ihrer Klettertechnik unterschieden werden.
Die Unterteilung ist gar nicht mal so schwer, es gibt nämlich nur zwei Gruppen. Das wären die Selbstklimmer und die Gerüstklimmer. Unter Selbstklimmer versteht man Pflanzen die ohne Hilfe Flächen (bspw. Mauern oder Fassaden) direkt bewachsen können. Der bekannteste Vertreter ist der Efeu, Hedera helix. Man kann diese Gruppe noch etwas spezieller einteilen, mittels den Haftwurzelkletterern. Der Efeu gehört ebenfalls dazu. Bei dieser Gelegenheit möchte ich eine Lanze für den Efeu brechen, ich höre es immer wieder, dass der Efeu einen Baum abtötet. Das ist so nicht ganz richtig. Der Efeu an sich bohrt den Baum nicht an und bedient sich auch nicht von dessen Nährstoffen. Nur wenn der Efeu zu schwer oder die BEechattugn zu groß wird, kann es für den Baum gefährlich werden aber bis dahin dauert es schon eine ganze Weile.
Die Gruppe der Gerüstklimmer wird unterteilt in
  • Spreizklimmer: Die Triebe verspreizen sich auf dem Untergrund. Sie haben oft Dornen oder Stacheln um sich die Sache leichter zu machen (Brombeere, Kletten-Labkraut)
  • Schlingpflanzen: Diese Arten winden sich mit gewundenen Sprossen an einer Stütze empor. Es gibt Linkswinder und Rechtswinder (bspw. Zaunwinde)
  • Rankpflanzen: Die Vertreter dieser Gruppe haben spezielle Rankorgane. Sie klammern sich an dünne Zweige oder Äste. Wer sich so ein Exemplar im heimischen Garten halten möchte, der sollte unbedingt eine Rankhilfe oder ein Gerüst zur Verfügung stellen.
So, das war es einmal in aller Kürze von mir zu dem Thema.

In diesem Sinne…

Das Wildgatter Oberrabenstein in Chemnitz

Den heutigen Tag und das schöne Wetter nutzte ich für einen Besuch im Chemnitzer Wildgatter. Für jeden der einmal ein kleines Stückchen Wildnis erleben will ist dies genau der richtige Ort. Wie in jedem Tierpark oder Zoo hält sich auch hier die Wildnis in Grenzen aber man hat sich bei der Gestaltung der Wege deutlich mehr an der Natur orientiert als in anderen Zoos heutiger Zeit in denen alle Wege gepflastert sind und man von einer Imbissbude zur nächsten läuft.
Gebaut oder angelegt wurde es 1973 und gehört seit 1995 zum Tierpark Chemnitz. In mehreren Etappen wurde es immer wieder vergrößert und umgebaut.

Meine absoluten Lieblinge sind die Wölfe. In freier Natur habe ich bisher leider noch keine gesehen aber diese hier sind ein würdiger "Ersatz".


©Thomas Engst 2013



In dem 35 Hektar großen Areal leben zur Zeit ca. 90 Tiere aus mehr als 15 Arten. Dem Besucher hat die Möglichkeit von den Wegen aus oder von Beobachtungskanzeln die riesigen Gehege zu überschauen und sich ein Bild der Tiere zu machen. Im Bestand sind ausschließlich einheimische Tiere. Wer also Löwen oder Flusspferde sehen möchte, der muss in den Chemnitzer Tierpark gehen.

Während man sehr viel Glück braucht um einen Luchs oder Wildkatzen zu sehen, hat man beim Reh- oder Rotwild bessere Karten. Mit ihrem ausladenden Geweih machen die Hirsche schon ordentlich was her. Bei den Naturvölkern, allen voran Kelten und Germanen, waren sie die Manifestation von Cernunnus, dem Gott des Waldes. Jeder der einmal einen Hirsch gesehen hat, weiß warum.


©Thomas Engst 2013



Eine besondere Schönheit sind die Wisente (Bison bonasus), die Verwandten der amerikanischen Bisons sind einheimische Großherbivoren aus Mitteleuropa. Leider sind die letzten freilebenden Bestände in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts ausgelöscht wurden. Nur durch Zucht und Handaufzug konnte die Art vom kompletten Aussterben gerettet werden. In einigen Ländern, bspw. Polen oder Litauen, laufen seit einiger Zeit erfolgreiche Maßnahmen zur Wiederansiedlung. Auch das Chemnitzer Wildgatter  hat dafür schon einige Tiere zur Verfügung gestellt.


©Thomas Engst 2013


Ebenfalls eignet sich das Gelände als Gegenstand des Schulunterrichtes. Nicht selten sieht man eine Schulklasse, betreut durch Mitarbeiter des Geländes, durch das Unterholz stapfen und nachdem was man so hört macht es allen Spaß. Sicherlich ist das eine willkommene Aufwertung des Schulalltags.


©Thomas Engst 2013


Ein kleiner Schmerz bleibt dennoch in meiner Brust, egal wie schön und groß die Gehege sind, bleiben sie doch Gefängnisse. Besonders traurig stimmen mich die Greifvögel. Uhus und Bussarde sollten ihre Kreise frei am Himmel ziehen und nirgendwo anders. Aber auch die Käfighaltung kann einem Uhu oder einem Bussard nichts von seiner Würde nehmen. Besonders der Uhu hatte es mir angetan, kein Wunder, dass Merlin einen als seinen Begleiter erwählte.


©Thomas Engst 2013



Ein weiterer schöner Anblick, wenn auch im Sinne von possierlich als majestätisch und erhaben, war die Familie Schwarzkittel. Mitsamt Nachwuchs machten sie sich heute ebenfalls einen schönen sonnigen Samstagnachmittag. Das Gequieke und Geschmatze war quer durch den gesamten Wald zu hören.



©Thomas Engst 2013


Ich hoffe euch hat der Artikel etwas gefallen und möchte euch zum Schluss noch ein besonders schönes Bild, wenn nicht sogar das Schönste, zeigen.




In diesem Sinne...

Der Baum des Jahres 2014

Der Titel "Baum des Jahres 2014"geht dieses Jahr an Quercus petraea, die Trauben-Eiche.
Sie kann kann ein Alter von über 1000 Jahren erreichen und ist bestens für die Zukunft gerüstet. Aufgrund ihrer Ökologie ist sie sehr gut an Hitze und Trockenperioden angepasst. Um einiges besser als Quercus robur, die Stiel- oder Deutsche Eiche. So wird sie auch den Veränderungen trotzen die der Klimawandel mit sich bringen wird. Ihre Früchte sind auch auch heute noch ein sehr nahrhaftes Futtermittel für die Landwirtschaft. Ich selbst kann aus eigener Erfahrung sagen: Eichelbrei schmeckt nicht, aber er macht satt.


Quercus petraea

Sensibel reagieren diese Bäume auf Schatten. Haben sie als Jungpflanzen noch eine Toleranz gegen Beschattungen, so verlieren sie diese im Laufe des Lebens und werden anfällig dafür. Die heutige Forstwirtschaft muss das erst noch begreifen, dass man in einem Laubmischwald dafür Sorge trägt, dass sie nicht von anderen Bäumen beschattet werden. Auf den ersten Blick ähnelt sie der Stiel-Eiche. Beide haben eine ausladende Krone und einen eher gedrungenen Wuchs. Wer einen Unterschied erkennen will muss schon genauer hinschauen.
Die Blätter der Stiel-Eiche haben am unteren Rand, wo der Blattrand (Blattspreite) in den Stiel übergeht, regelrechte Öhrchen oder Ohrläppchen. Diese fehlen der Trauben-Eiche. Desweiteren sitzen  die Eicheln der Trauben-Eiche  direkt am Zweig, die Früchte der Stiel-Eiche sind, wie der Name schon sagt, gestielt.

Vielleicht erkennt ihr ja eine  beim nächsten Spaziergang.


In diesem Sinne...

Ein FFH-Gebiet vor der Haustür?

Was die FFH-Richtlinie ist habe ich bereits in einem vorangegangenen Post erklärt, zum Nachlesen bitte hier klicken. Heute soll es darum gehen sie zu finden. Nun ist damit nicht das Ausweisen solcher Gebiete gemeint, sondern die räumliche Lage. Vielleicht quert ihr eines auf dem Weg zur Arbeit, zum Sportverein oder in die Lieblingskneipe. Who knows?

Für einen umfassenden Überblick über das Thema sei, zusätzlich zum oberen Link, auch diese Seite hier empfohlen.

Da es sich bei FFH-Gebieten  um eine Institution der EU handelt und es seit geraumer Zeit das Umweltinformationsgesetz gibt, ist man dazu verpflichtet alles Nötige an Informationen der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. So auch auf den folgenden verlinkten Seiten.

Wer den Namen eines FFH-Gebietes kennt, aber nicht dessen genaue Lage, der klickt hier. Wer lieber schauen will, welche Gebiete es in einem jeweiligen Bundesland gibt, dem wird hier geholfen. Die Seiten an sich sind wunderbar selbsterklärend und benötigen keine weiteren Worte.

Vielleicht habt ihr ja ein solches FFH-Gebiet direkt vor eurer Haustür oder in eurer Nähe. Ihr könnt es mir ja mal in die Kommentare schreiben, welches euch am nächsten ist.

In diesem Sinne...

Der Google Planimeter für Android



Vor ein paar Tagen hatte ich den Google Planimeter vorgestellt. Nämlich hier.
Jetzt habe ich erfahren, dass es davon auch eine Applikation für Android gibt. Diese möchte ich euch etwas näher vorstellen.
Die Planimeter-App kommt von vistech.projects und ist eine prima Möglichkeit zum Ausmessen von Flächen oder Strecken. Sie ist mit einem Preis von 2,99€, meiner Meinung nach, recht teuer aber sie hat sich bereits bewährt. Man muss, wie immer, genau abwägen, ob man diese App braucht und nutzt oder eher doch nicht. Im Prinzip macht Google Earth nichts anderes. Zumindest das Messen von Strecken klappt  mit dem GIS-Programm von Google.
Die Grundlagenkarten stammen von Googlemaps und sind daher von guter Qualität und eine flächendeckende Abbildung der Welt ist gewährleistet.

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Wie man sehen kann, ist eine Darstellung mit Satellitenbildern möglich. Das Menü der App befindet sich am rechten Bildschirmrand und bietet einige Funktionen wie
  • GPS- Tracking der eigenen Position
  • Real-Time Tracking zum Aufzeichnen von Tracks
  • Strecke- oder Polygonmessung
  • Speichern/Exportieren in gängige Formate (KML, GPX)
  • Hinzufügen von Notizen und
  • sharing mit anderen Webdiensten
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Am linken Bildschirmrand werden dann die Ergebnisse angezeigt, die gelbe Schrift ist aber nicht optimal gewählt.  Die Ergebnisse werden angezeigt als D = Distanz, A= Flächeninhalt etc.
Man kann zwischen imperialen und metrischen Einheiten wählen und auch umwandeln.

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Wer sich seine App noch etwas aufmotzen möchte, der kann aus der App heraus direkt Erweiterungen oder andere Apps des Entwicklers kaufen. Diese sind im Preis aber noch ein Stückchen saftiger als der Planimeter.

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Alle anderen Apps wirken auf mich nicht besonders notwendig, zumal sie halt recht teuer sind. Aber den Planimeter kann ich empfehlen.
Zu guter Letzt bleibt noch ein Wort zu den Berechtigungen die ihr dieser App einräumen müsst.  Diese könnt ihr auf dem unteren Bild sehen.

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Wie bereits erwähnt, mir hat die App im Gelände schon gute Dienste geleistet, ist aber nicht gerade billig. Zumindest für meine Maßstäbe.
Zur App im Google Playstore.
In diesem Sinne…

Herbstwanderung durch den Südharz - IV


Dieser Beitrag ist der Vierte aus einer Reihe von vier Artikeln. Wer die ersten drei Artikel noch nicht gelesen hat, ist zum besseren Verständnis empfohlen, der klickt bitte hier, hier und hier.

In dem letzten Beitrag zur Herbstwanderung durch das Biosphärenreservat Karstlandschaft Südharz schließen wir den Kreis und gehen zu unserem Ausgangspunkt zurück.
Durch das nasse und regnerische Wetter ist die Luftfeuchtigkeit spürbar gestiegen, was uns aber Möglichkeit gibt den Wald in besonderer Stimmung zu erleben.





Aus den Wäldern steigt, verteilt wie ein Teppich, Dunst auf und gibt der Landschaft etwas magisches. Entlang des Karstwanderweges, der seine Anfänge im Jahre 1983 hat, kann man solche Ausblicke in aller Ruhe genießen. Wenn man sich eher auf den kleinen Pfaden bewegt begegnet einem keine Menschenseele. Die Gegend wird nicht oft von anderen Wanderern besucht, schon gar nicht bei solchem Wetter.


Nach ca. 4 Stunden waren wir wieder am Startpunkt und um viele neue Erkenntnisse und Bekanntschaften reicher. Wer mochte konnte sich etwas an einer rustikalen Sitzecke ausruhen oder angefangene Gespräche weiterführen.



Alles in allem war es eine sehr schöne Tour durch eine sehr schöne Kulisse. Vielen Dank an alle unermüdlichen Helferlein die diese Tagung samt Exkursion auf die Beine gestellt haben und an die Experten, die ihre Freizeit “geopfert” haben um diese Wanderung möglich zu machen.

Ich hoffe es hat euch gefallen und nicht zu sehr gelangweilt. Als es dann abends wieder gen Heimat ging, kam sogar wieder die Sonne hinter den Wolken hervor und mit diesem Bild möchte ich diese Beitragsreihe beenden und mich bei euch für das Lesen bedanken.

In diesem Sinne…

Herbstwanderung durch den Südharz - III


Dieser Beitrag ist der Dritte aus einer Reihe von vier. Wer die ersten zwei Artikel noch nicht gelesen hat, ist zum besseren Verständnis empfohlen, der klickt bitte hier und hier.

Aus dem Wald heraus geht es direkt auf eine Streuobstwiese. Solch eine Wiese ist das beste Beispiel für eine nachhaltige und ökologische Wirtschaftsform. Die Obstsorten wachsen hier ohne synthetische Chemikalien und Pflanzenschutzmittel. Ich bin ein bekennender Fan von Streuobstwiesen. Unsere Nahrung wäre eine bessere hätten wir mehr davon.



Diese Wiese befindet sich bereits in der Kernzone des Gebietes, das bedeutet eigentlich darf man hier gar nicht entlang wandern aber im Rahmen einer solchen Führung ist dies möglich.
Seit Winter 2002/2003 werden die dortigen Streuobstwiesen kartiert. Von ca. 1250 ha hat man bereits 950ha geschafft. Man teilt sie dabei in sechs Pflegestufen ein wobei die Stufe I für gemähte und “ordentlich intakte” Flächen gilt, die Stufe VI jedoch für “verwahrloste” Wiesen, auf denen schon Waldbäume wachsen, man den ursprünglichen Charakter aber noch erkennen kann.



Es gibt sogar einen kurfürstlichen Erlass aus dem Jahre 1808 der besagt, dass alle Beamten und frisch Vermählte 6 Nutzbäume anbauen sollen um für genügend Obst zu sorgen. 
Wie man auf den Bildern bereits sehen kann, hat das schöne Wetter uns im Stich gelassen. Von nun an sollte es nebelig und regnerisch werden.



Eine Gefahr für die Streuobstwiesen ist auf dem oberen Bild zu sehen. Die hier angepflanzte Schwarz Kiefer, Pinus nigra, hat so ein ausgesprochen aggressives und schnelles Wachstum, dass ihre jungen Triebe einen Fläche in kürzester Zeit besiedeln und alles andere Pflanzenleben unmöglich wird. Wie sich diese Fläche entwickelt wird sich in der nächsten Zeit zeigen.

Einen besonderen Überlebenskünstler zeigt das untere Bild. Wer meine bisherigen Beiträge aus dem Sommer aufmerksam gelesen hat, dürfte die Pflanze bereits kennen.



Hierbei handelt es sich um Heidekraut, Caluna vulgaris,  welches sich auch auf diesen Flächen angesiedelt hat. Zum besseren Verständnis sei erwähnt, dass sich in dem durchwanderten Gebiet die unterschiedlichsten Lebensräume nahtlos aneinander reihen. Man kommt vom Wald direkt in einen Halbtrockenrasen und von da aus mit nur einem Schritt auf eine Frischwiese.
Caluna vulgaris jedoch ist ein wahrer Überlebenskünstler. Sie besiedelt die ärmsten Standorte und kommt dort zur vollen Blüte. Wie aber macht sie das? Das Zauberwort heißt Entomykorrhiza.  Ein oder eine Mykorrhiza ist ein Pilz, der mit Pflanzen, vorzugsweise Bäumen, in Symbiose lebt. Bäume ummanteln so ihre Wurzeln und vergrößern dadurch die Wurzeloberfläche und können so besser Nährstoffe und Wasser aufnehmen. Genau das macht das Heidekraut. Man geht davon aus, dass ca. 90% aller Bäume eine Verbindung mit solchen Pilzen eingehen. Ganz bekannt dafür ist die Rotbuche, Fagus sylvatica.

Wie bereits erwähnt, befindet sich das ganze Gebiet auf einer Karstschicht. Daher kann es hin und wieder mal passieren, dass so ein Hohlraum in sich zusammenfällt, man spricht dann von einem Erdfall, wie so ein Erdfall aussieht zeigen die unteren Bilder, mit denen ich auch diesen Beitrag beenden möchte.


 



In diesem Sinne und bis morgen…

500 Follower–Vielen Dank

 

Im Titel steht es schon. Gestern habe ich die 500 vollgemacht. Nun mag das für Google+ Maßstäbe nicht besonders viel sein aber ich freue mich sehr darüber. Zum einen weil es nachgewiesener Maßen mit meinem Blog zusammenhängt und das es doch ein paar Leute gibt, die das interessiert was ich so schreibe.

 

Follower´badge

 

Die untere Grafik zeigt den Anstieg an Followern. Auffällig ist der Anstieg seit April 2013. Das ist genau der Startzeitpunkt von Naturgeblogt, meinem Blog über Natur und Naturschutz. 

 

Follower

Quelle: CircleCount

Bei dieser Gelegenheit möchte ich mich nochmals bei allen Lesern und Leserinnen für das viele Feedback, die vielen, teils kniffligen Fragen, und die schönen Unterhaltungen auf Twitter oder Google Plus bedanken. Das Thema Naturschutz steht jetzt nicht so in der Öffentlichkeit wie Lifestyle, Glamour und Co, dafür ist es vielleicht zu unbequem, deshalb freut es mich eine so große Resonanz zu erfahren.

Leute, nochmals Vielen Dank.

 

In diesem Sinne…

Historische Europastadt Stolberg


Nach der Herbstwanderung, von der ihr hier lesen könnt, habe ich mir die Stadt Stolberg angeschaut.
Im Süden des Harzes liegt die kleine Stadt Stolberg, sie gehört zur Gemeinde Südharz und liegt im Landkreis Südharz. Der Ort besaß mit seinen 1400 Einwohner bis 2010 das Stadtrecht und ist bekannt als Luftkurort. Obendrein hat die Stadt auch den Titel Historische Europastadt. Wieso und warum zeigt der nachstehende Artikel.


Die Stadt besteht aus lauter Fachwerkhäusern im Renaissancestil. Wenn man durch die Straßen und Gassen geht fühlt man sich zurückversetzt in die Zeit um 1630. Man kann schon auf den Gedanken kommen, das alle Häuschen direkt von der Eisenbahnplatte stammen könnten.
Wer einmal in der Gegend sein sollte, dem ist ein Besuch auf dem Schloss zu empfehlen. Wer den kleinen Aufstieg hinter sich gebracht hat, der wird mit einem schönen Blick über die Stadt belohnt.



Die Schlossanlage ist sehr schön restauriert, es wird aber dennoch weiter gebaut. Was man aber in seiner vollen Pracht bewundern kann, ist der Schlossgarten. Bei schönem Wetter und im Sommer ist er sicherlich um einiges eindrucksvoller als an einem regnerischen Oktobertag.

Nun aber zurück zu Stolberg, wie gesagt, vom Schloss aus hat man einen herrlichen Blick über die Stadt.
Im Folgenden halte ich jetzt einfach mal die Klappe und zeige euch anhand von Bildern einen kleinen Einblick in die Stadt.
So, das soll es gewesen sein. Der Harz im Allgemeinen und Stolberg im Speziellen ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Egal ob zu Fuß oder mit dem Rad, im Harz findet jeder etwas für sich. Ich hoffe der Artikel hat euch gefallen.



In diesem Sinne…

Herbstwanderung durch den Südharz - I

Diesen Beitrag werde ich aufgrund der Länge in mehrere Teile gliedern. Ich werde jeden Tag einen Abschnitt schreiben, damit es nicht zu viel auf einmal wird. Wie viele Beiträge es insgesamt werden weiß ich noch nicht. Viel Spaß.

Wie jedes Jahr lud auch heute wieder das Biosphärenreservat Karstlandschaft Südharz zu  einer Wanderung durch das Biosphärenreservat ein. Jedes Jahr ist dies der Abschluss einer zweitägigen Tagung, dieses Jahr stand sie unter dem Motto „Biodiveristät“. Geführt und unterstützt wurde das ganze wieder von hochkarätigen Botanikern und Geologen.
Also machte ich mich im besten Herbstwetter auf in den Harz. Dank der B6 und der B185 sind es nur ca. 75 Minuten und man ist am Ziel. Da ich doch recht früh unterwegs war, so gegen halb 8, war es noch etwas nebelig und man hatte stellenweise Sichtweiten von unter 50 Meter.
Als dann doch noch die Sonne zum Vorschein kam, bot sich mir eine wahrlich schöne Herbststimmung.



Es hatte schon etwas zauberhaftes wie die aufgehende Sonne die umliegende Landschaft in Gold tauchte. In Momenten wie solchen, bin ich davon überzeugt den schönsten Job auf der Welt zu haben. Momente wie diese entschädigen über so manche kleine Niederlage.
Bei Temperaturen um die 6 Grad Celsius und einer klirrenden Morgenluft war ich sofort wieder in der richtigen Stimmung für Winter. Zusätzlich verstärkte das Gelände mit seinen im Herbstgold glänzenden Wäldern und er absoluten Stille diese Wahrnehmungen.
Ich möchte nun aber erst einmal die Frage klären, was so ein Biosphärenreservat eigentlich ist.
Also ein Biosphärenreservat ist eine von der UNESCO ins Leben gerufene Modellregion, in der nachhaltige Entwicklung in ökologischer, ökonomischer und sozialer Hinsicht  exemplarisch verwirklicht werden soll.




Wer sich dazu die rechtliche Definition anschauen will, der schlage den §25 im Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) auf oder klicke hier.
Anders als in einem Naturschutzgebietist hier kein Ausschluss von Siedlungsräumen, Wohnen und nachhaltige Wirtschaftsweisen sind erlaubt und statthaft.
Das erste Biosphärenreservat das  heutige BR Mittlere Elbe bei Dessau. Kurz danach kam dann das Biosphärenreservat Vessertal-Thüringer Wald in Thüringen.





Das Biosphärenreservat welches die heutige Exkursion durchführte ist das Biosphärenreservat Karstlandschaft Südharz. Eventuell ist diese Übersichtskarte noch interessant. Sie vermittelt einen guten Überblick über die Größe des Gebietes.
Ich bin keinesfalls ein Geologe, dennoch möchte ich mich einmal an einer Erklärung des Begriffes "Karst" versuchen. Wenn das hier Geologen lesen sollte und es ist fachlich falsch und die Tränen sind wieder getrocknet, dann bitte ich um einen Hinweis.
Also, Karst, oder Karstgestein, sind oberirdische oder Unterirdische Carbonatgesteinsformen, die durch Lösung oder Kohlensäureverwitterung entstanden sind. Als Besonderheit gilt der unterirdische Wasserhaushalt. Da das Gestein sehr löchrig und von Kammern durchzogen ist, sammelt und fließt Wasser in strömenden Bächen unter der Erdoberfläche dahin. In diesem speziellen Gebiet kann man im Frühjahr Bäche von Karstwasser aus dem Fels sprudeln sehen und das Wasser unter seinen Füßen spüren. Im Laufe der zeit graben sich diese unterirdischen Flüsse immer mehr in das Gestein und bilden regelrechte Rinnen. Dazu komme ich aber später nochmal.


In diesem ersten Teil des Beitrages ist also etwas zum Anlass der Exkursion sowie zu dem Thema Biosphärenreservat gesagt wurden. Ebenfalls habe ich versucht zu erklären, was mit Karst gemeint ist. Ich hoffe es ist trotz der Kürze verständlich gewesen.
Mit diesem Bild, welches unseren Startpunkt für die Wanderung zeigt, möchte ich den ersten Artikel beenden und verabschiede mich bis morgen.



In diesem Sinne... 

Der Google Planimeter

Ich sitze gerade an einer Auswertung für ein Projekt. Dazu ist es notwendig, dass ich mir auf einem Luftbild ein paar Flächen ausmesse und mir so deren Größe anzeigen lassen kann. Nun ist das, meines Wissens nach, mit Google Earth  oder Google Maps nicht möglich. in Goolge Earth kann man nur eine Strecke oder eine Linie messen lassen.
Um dennoch meine Arbeiten zu erledigen nutze ich den Google Planimeter. Auf einer Google Maps basierten Karte kann man Punkte setzen und den Flächeninhalt dann berechnen lassen.
Hat jetzt nichts mit Natur oder Naturschutz zu tun aber als Webtipp, so dachte ich, für den ein oder anderen ganz nett.
Zum Google Planimeter

In diesem Sinne…

Der Berg ruft...und leidet

Ich habe heute mal einen Beitrag von +Jörg Wellbrock für euch. Wie denkt ihr darüber? Eure Einschätzung zu dem Thema würde mich interessieren.


Der Berg ruft: Hilfe!

Berge sind faszinierend. Sie sind groß, wunderschön, mächtig und unberechenbar. Diese und zahlreiche weitere Eigenschaften machen das Gebirge für Menschen interessant. So interessant, dass sie sich gern einmal auf eine Tour begeben, um einen großen Brocken zu erklimmen. Doch Berge leiden inzwischen stumm, denn die Massen-Klettertouren stören das Gleichgewicht der Natur.

5 Millionen Gästebetten

Das Geschäft mit dem Berg boomt. Alleine im Alpenraum gibt es 5 Millionen Gästebetten mit einer jährlichen Belegung von 500 Millionen Übernachtungen. Die Gäste haben einiges vor. Sie wandern, sie klettern, sie fahren Seilbahn und Mountain-Bike. Im Winter kommen Ski- und Snowboardfahren hinzu. Für die Berge bedeutet das vor allem eine enorme Belastung, denn so stark sie auch sein mögen, „unkaputtbar“ sind sie nicht. Lifte und Bergbahnen nehmen zu, die Wanderwege und Klettersteige werden immer komfortabler ausgebaut, so dass mehr Menschen sie nutzen können. Der Mensch frisst sich regelrecht in die Berge hinein, darunter leiden die Ursprünglichkeit und Beschaffenheit der Berge.

Verwirrte Tiere

Das wohl beste Beispiel ist der höchste Berg der Erde, der Mount Everest. Es ist zu einer wahren Touristen-Autobahn verkommen und hat das Exklusive vergangener Zeiten längst eingebüßt. Ähnlich ergeht es den Alpen und zahlreichen anderen Gipfelgruppen auf der Welt. Mit umfangreichem technischen Aufwand werden Berge immer „ungefährlicher gemacht“. So können auch Menschen, die früher ganz sicher nicht auf einen Berg gegangen oder gestiegen wären, die Schönheit der Natur nutzen. Für unzählige Tiere, denen der Berg ein Zuhause bietet, bedeutet das jedoch, dass ihr Lebensraum kleiner und kleiner wird. Die Rückzugsmöglichkeiten werden stark eingeschränkt. Das stört das natürliche Gleichgewicht.

Verantwortungsvolles Wandern

Es ist wohl kaum möglich, den Menschen die Liebe an den Bergen zu verbieten. Und das wäre auch nicht sinnvoll, schließlich handelt es sich bei den uralten Gesteinsbrocken um ein Stück Weltgeschichte. Dennoch kann jeder durch verantwortungsvolles Verhalten dazu beitragen, dass der Berg nicht um Hilfe rufen muss. So kann man seine Bergerlebnisse in Grenzen halten. Statt zwei oder drei Reisen in die Berge zu machen, tut es auch eine. Als Alternative kann man seinen Urlaub vielleicht auch einmal am Meer verbringen und so dem Berg eine Auszeit gönnen.
Zudem sollte man sich an die markierten Wege halten. Wenn jeder überall herum steigt, wird der Berg nach und nach überall beschädigt. Man sollte ihm ein bisschen Intimität gönnen. Dies dient übrigens nicht nur den Bergen, sondern auch der eigenen Sicherheit. Denn wenn es hart auf hart kommt und man sich falsch verhalten hat, wird es gefährlich. Und in diesem Momenten ist der Berg letztlich doch der stärkere.


In diesem Sinne...

Das Naturschutzgebiet "Tote Täler" stellt sich vor

Ich möchte euch heute mal etwas über das NSG Tote Täler erzählen. Ich habe dort im Sommer häufig zu tun gehabt und möchte euch das Gebiet etwas näher vorstellen.

Das NSG Tote Täler liegt im Süden von Sachsen-Anhalt, im Burgenlandkreis. Es befindet sich an der unteren Unstrut, zwischen Naumburg, Freyburg und Balgstädt. Es ist flächengleich auch FFH-Gebiet. Es stellt einen repräsentativen Ausschnitt des Trockengebietes an der Saale und Unstrut dar und ist Teil des Muschelkalk-Plateaus am Ostrand der Naumburger-Muschelkalkmulde.


©Thomas Engst 2013



Das heutige Erscheinungsbild des Geländes geht auf eine seit Jahrhunderten stattfindende vielfältige Nutzung zurück. Niederwaldbewirtschaftung, Beweidung, Wein- sowie Ackerbau, Streuobstnutzung und Kalksteinabbau haben ihre Spuren hinterlassen. In der zweiten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts wurde das Plateau als Panzerfahrgelände militärisch genutzt und somit offengehalten. Wer die Augen offen hält, der kann auch heute noch Spuren dieser Nutzung entdecken.

Bereits 1937 wurde ein Gutachten sowie ein Antrag auf Ausweisung des NSG Tote Täler gestellt. Jedoch konnten erst im Jahre 1967 260 ha des südlichen Teiles des heutigen Naturschutzgebietes unter Schutz gestellt werden.
1995 erfolgte dann die endgültige Unterschutzstellung, sodass das heutige Naturschutzgebiet in einem Umfang von 827 ha erhalten ist. Flächengleich ist es heute ein europäisches Schutzgebiet der  Fauna-Flora-Habitat Richtlinie und somit Teil des zusammenhängenden europäischen Netzwerkes besonderer Schutzgebiete Natura 2000


©Thomas Engst 2013



Ziel der aktuellen Bemühungen ist der Erhalt und die Entwicklung der naturnahen Kalkmagerrasen und deren Verbuschungsstadien mit ihren arten- und individuenreichen Orchideenvorkommen sowie zahlreicher weiterer geschützter und akut gefährdeter Tier- und Pflanzenarten. Daher werden seit 2009 naturverträgliche Beweidungskonzepte entwickelt, erprobt und angepasst, denn nur durch deine regelmäßige Nutzung können die Kalkmagerrasen  in ihrer enormen Artenvielfalt dauerhaft erhalten werden.


©Thomas Engst 2013


Seit 2009 weiden auf der Hochfläche das gesamte Jahr über Pferde der Robustrasse Konik Polski. Die steileren orchideenreichen Steilhännge werden mit kleineren und leichteren Tieren beweidet, die auch traditionell als Weidetiere auf nährstoffarmen Standorten eingesetzt werden.
Wahlweise sind es Ziegen.  Steiles Gelände machen diesen Burschen nichts aus und sie halten auch die Gehölze durch Verbiss im Zaum.
Im Folgenden habe ich noch ein kleines Video gemacht, welches die Ziegen bei der "Arbeit" zeigt.


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Ziegen fressen mit Vorliebe Gehölze, sie lassen sich nicht einmal von Dornen abschrecken.  Auf dem Video sieht man sehr schön, wie sich Ziegen anstrengen können, wenn sie müssen.

Ich hoffe der kleine Einblick hat euch gefallen.



In diesem Sinne...

Heilkräuter und Heilpflanzen

Ich möchte heute mal auf eine sehr schöne und vor allem wissenswerte Website hinweisen. Nämlich auf HeilkräuterInfos. Erfahren habe ich von dieser Seite durch +Jörg Wellbrock  in meinem Google Plus Stream.

Mir hat auf Anhieb die Übersichtlichkeit und der Inhalt gefallen, deshalb möchte ich sie euch ebenfalls vorstellen. 


Quelle: www.heilkraeuter-infos.de


Auf der Startseite, siehe oben, kann man aus drei Kategorien wählen, Startseite, Lexikon und Blog. Wie man sehen kann, wird auf der Startseite ein Überblick über den Inhalt geboten. Unter Lexikon verbirgt sich, wer hätte es gedacht, ein Nachschlagewerk.


Quelle: www.heilkraeuter-infos.de


Die Bedienung des Lexikons ist wirklich super gelöst, man wählt aus verschiedenen Bereichen  und bekommt die Ergebnisse alphabetisch präsentiert.

Was sich unter Blog verbirgt kann sich jeder denken. Hier erfährt man in sehr gut und verständlich geschriebenen Beiträgen das Neueste rund um das Thema Heilpflanzen und deren Anwendung.



Quelle: www.heilkraeuter-infos.de


Diese Seite ist nicht nur etwas für den Natur- und Gartenfreund. Ich behaupte jeder findet hier noch etwas was er nicht wusste oder kannte. Die Seite besticht durch ihre schlichte Eleganz und beinhaltet außerdem Wissenswertes aus der Pflanzenwelt. Bei Spaziergängen oder sonstigen Wanderungen stelle ich immer wieder fest, dass die beste Reiseapotheke, gegen Fußweh oder Blutungen, am Wegesrand wächst.  Man muss es halt nur wissen.



In diesem Sinne...


Der Herbst steht auf der Leiter...

Den heutigen Sonntag verbrachte ich mit einem Spaziergang. Ich wollte mal schauen, wie weit der Herbst bereits Einzug gehalten hat. Unterwegs, durch Chemnitz, konnte ich die ein oder andere Aufnahme machen, die den lust'gen Malermeister in seinen ersten Zügen zeigt.



©Thomas Engst


Das obere Bild zeigt den beginnenden Herbst im chemnitzer Wasserwerkspark. Dieser Park war durch das Juni-Hochwasser 2013 ganz schön in Mitleidenschaft gezogen wurden und man sieht die Spuren noch deutlich. Nicht zuletzt deshalb, weil die Stadt Chemnitz nicht gerade die schnellste in solchen Belangen ist. Knöllchen verteilen hingegen funktioniert prima, aber das ist eine andere Geschichte.


©Thomas Engst


Wie man auf dem Bild hier sehen kann, hat das Wasser ganze Arbeit geleistet. Dieser unterspülte Wurzelteller ist ein Beispiel für den allgemeinen Zustand im Park.


©Thomas Engst


Was mich sehr gefreut hat, ist die Unversehrtheit der Fledermausquartiere. Insgesamt gibt es drei solcher "Höhlen" aber noch dutzende weitere in Bäumen. Meist nutzen sie aufgegebene Spechtlöcher oder besetzen Höhlen oder Bruchstellen die durch Verrottung in den Baum gekommen sind.


©Thomas Engst


Hier habe ich den Herbst im Stadtgebiet fotografiert. Nahe einer ehemaligen Eisenbahnlinie zeigt sich der Stadtpark im goldenen Gewand, zumindest ist er gerade dabei es anzulegen. Ein Stückchen weiter des Weges kann man ein gutes Beispiel für "solide" Forstarbeit bestaunen.




©Thomas Engst


Wie man unschwer erkennen kann, ist irgendetwas mit der Kiefer (Pinus nigra) nicht in Ordnung. Seit ewigen Zeiten, bestimmt seit mehr als 20 Jahren, wuchs, von euch aus auf der rechten Seite des Baumes, eine Eiche, in deren Schatten sich die Kiefer entwickelte. Wie jeder anständige Phanaerophyt bildete sie ihre Äste so, dass diese im Licht waren. Also einseitig. Als man im Sommer 2012 die Eiche dann fällte, aus einem mir unersichtlichen Grund, war auf einmal der Schattenwurf verschwunden und die Kiefer stand halbnackt da. Jedes Jahr beobachte ich nun den Baum um zu sehen wie er darauf reagiert.



©Thomas Engst


Anders als das obige Beispiel sieht man hier, was man mit etwas kreativen Willen aus einem Baumstumpf machen kann. Neben dem Modell "Stuhl" gibt es im Stadtpark von Chemnitz noch das Modell "Bank" und "Pilz".



©Thomas Engst



Auch am Gewässer hat der Herbst bereits Einzug gehalten. Noch dominiert zwar das Grün aber ich bin sicher in ein bis zwei Wochen ist der Herbst dann endgültig da.

Mit dem folgenden Bild möchte ich den Beitrag über meinen kleinen Rundgang ausklingen lassen. 

In diesem Sinne...



©Thomas Engst







Die kleinste Burg Sachsens

Um die neue Ansteckkamera Sony Lens G mal etwas auszuprobieren habe ich mich heute auf Motivsuche rund um Chemnitz gemacht.

Passend dazu hat sich die Burg Rabenstein angeboten. Diese Burg wurde das erste Mal im Jahre 1336 in einem Schriftstück von Ludwig dem Bayern,  in dieser Urkunde verspricht er sie seinem Schwiegersohn, dem Markgrafen Friedrich von Meißen. Wie man auf den folgenden Bildern sehen kann, ist es nicht gerade eine große Burg, im Gegenteil, sie ist die kleinste Burg Sachsens. Ich habe mal ein paar Bilder für euch zusammengestellt. Ich bin bisher wirklich sehr zufrieden mit dem Handy-Anbau.


©Thomas Engst 


©Thomas Engst


©Thomas Engst


©Thomas Engst


©Thomas Engst



In diesem Sinne...


Eine kleine Sensation


Wie der WWF verlauten ließ, hat man Anfang des Jahres Spuren von einem Sumatra-Nashorn im indonesischen Teil Borneos (Kalimantan)  entdeckt. Das ist dahingehend bedeutsam, da die Tiere dort als ausgestorben galten. Jetzt gibt es auch ein kurzes Video zu sehen. 




In diesem Sinne...

Kleiner Ausflug nach Dresden

Ein Freundschaftsbesuch trieb mich heute in die sächsische Landeshauptstadt. Nach Dresden. Vom Wetter her hatte ich auch bei dem heutigen Ausflug wieder einen absoluten Glücksgriff gehabt.
Es ist schon fast eine Tradition geworden, dass ich die Frauenkirche besuche und mich in irgendein Café setze und dem bunten Treiben zuschaue. Nicht dass jetzt ein falsches Bild von mir entsteht,  mich treiben keineswegs religiöse Gründe dahin, nur das Bauwerk an sich und die Schillerlocke aus dem Marktplatzcafé.


©Thomas Engst

So mitten in der Woche ist die Stadt auch nicht übermäßig bevölkert und man kann sich einigermaßen frei bewegen. Sobald es aber möglich war, zog es mich in den Großen Garten, er ist der größte Park in Dresden und für mich eine Oase der Ruhe. Zwischen uralten Eichen kann ich Kraft tanken und mich erholen. So wie mir geht es sicherlich noch mehr Parkbesuchern, auch heute, bei schon recht kühlen Temperaturen, saßen wieder einige auf den Wiesen und genossen die wärmende Sonne.

Damit erfüllt das Stadtgrün eine seiner wichtigen Funktionen, es dient, wie gesagt, der Erholung aber auch in Sachen Mikroklima spielt es eine wichtige Reihe. Es ist nachgewiesen, dass eine ausreichend große begrünte Fläche für angenehmere Temperaturen sorgt. Ebenfalls ist es eine gute Lärm- und Schmutzminderung.


©Thomas Engst

Stadtgrün, im besten Falle solche Bäume wie auf dem oberen Bild, bietet auch einen Lebensraum für viele Vertreter der Stadtfauna. In solchen Bäumen wohnen zum Beispiel xylobionte Käfer, Höhlenbrüter oder, mit etwas Glück Fledermäuse, Dresden soll ja sogar eine ganz spezielle haben ;-) .

Mein ganz besonderes Highlight aber ist eine ca. 550 Jahre alte Eiche. Während meiner Zeit in Dresden, die schon recht turbulent war, habe ich in ihr einen geduldigen Zuhörer gefunden. Immer wenn ich in ihrem Schatten saß und über bestimmte Sachen nachgedacht habe, wurde mir die eigene Endlichkeit bewusst. 550 Jahre verglichen mit meinen paar Lenzen ist schon ein Unterschied.


©Thomas Engst


Dresden und besonders der Große Garten sind immer mal eine Reise wert. Für Wanderfreunde und Kletterer ist das nahe gelegene Elbsandsteingebirge zu empfehlen. Wer weiß, vielleicht sieht man sich mal in Dresden.


In diesem Sinne...



Blütenpflanzen älter als gedacht

Unsere Welt wäre ohne Blütenpflanzen eine andere, eine traurigere, denn alle Obst- und Gemüsesorten gehören zu den Bedecktsamern (Angiospermen). Ihrer Bedeutung zum Trotz hält sich unser Wissen über ihren Ursprung, ihre fühere Verbreitung oder den exakten Zeitpunkt ihres Entstehens in Grenzen.

Bisher gilt als sicher, dass sie seit Beginn der Kreidezeit, seit rund 140 Millionen Jahren, existieren. Grund zu der Annahme sind häufig gefundene Angiospermen-Fossilien. Nicht selten jedoch finden sich Hinweise darauf, dass die Blütenpflanzen um einiges älter sind. Dank genetischen "Datierungen" kamen Forscher, vor ein paar Jahren, zu der Annahme, dass sich diese Pflanzen schon 25 bis 75 Millionen Jahre eher entwickelt haben könnten.

Aufgrund der hohen Ungenauigkeit galten solche Angaben bisher stets als umstritten. Zwei Forscher der Universität Zürich fanden jetzt fossile Pollenkörper in Sedimenten aus der Triaszeit. Laut den Wissenschaftlern sollen diese Pflanzen den ersten Blütenpflanzen stark ähneln. Sollte das wirklich der Fall sein, so beginnt die Geschichte der Angiospermen rund 100 Millionen Jahre eher als bisher gedacht.

Die sechs Pollentypen aus Sedimenten von Bohrungen bei Leuggern und Weiach in der Nordschweiz weisen, laut den Forschern, eine sehr hohe morphologische Ähnlichkeit mit den Pollenformen der frühesten bekannten Blütenpflanzen auf. Einzig die innerste Schicht der mehrschichtigen Pollenwand sei im Vergleich mit Angiospermen-Pollen aus der Kreidezeit extrem dünn. 

Ich bin gespannt was da noch herauskommt.


In diesem Sinne...

  

Morgenstund hat Gold im Mund oder der frühe Vogel...

Ich war heute dienstlich bedingt etwas zeitiger unterwegs als in den letzten Tagen und konnte daher ein paar schöne Bilder aus meiner Region knipsen, die eine, wie ich finde, schöne Morgenstimmung transportieren.

Der Tag begann, zumindest bei mir, mit dem Freikratzen der Autoscheiben. Pünktlich zum 1. Oktober lies der kommende Winter seine Muskeln spielen.


©Thomas Engst

Aufgenommen wurden die Bilder unterhalb von  Lichtenwalde, einen kleinen Städtchen in Sachsen. Der Herbst hat die Landschaft und der Winter die Temperaturen im Griff. Zum Zeitpunkt des Fotos waren es ca. 2 Grad über Null.


©Thomas Engst

Die Morgensonne kroch langsam über die Baumwipfel und tauchte die Wälder in einen goldenen Schein, hatte aber noch nicht genug Kraft um den Morgentau zu vertreiben.


©Thomas Engst

Es ist für mich immer ein besonderer Moment, wenn man die frische kalte Herbst- oder Winterluft in den frühen Morgenstunden genießen kann, sie hat etwas wunderbar unverbrauchtes und man sieht die Landschaft anders als man sie für gewöhnlich kennt.


©Thomas Engst


Lichtenwalde aber noch mehr zu bieten. Für alle Interessierten kann ich das Barockschloss samt Garten empfehlen. Dieses Schloss wurde seit 1990 in mehreren Etappen aufwändig restauriert und zählt nicht ohne Grund zu den schönsten Schlössern Sachsens.


©Thomas Engst


Mit seinem schönem Ambiente bietet das Schloss den idealen Rahmen für Veranstaltungen oder Feiern. Ich selbst habe bereits eine Hochzeit hier gefeiert, nicht meine eigene, die kommt erst noch, und es war eine gelungene Atmosphäre.


©Thomas Engst


Im Garten selber kann man wunderbar spazieren gehen oder lustwandeln. Direkt angrenzend kommt man in einen alten Buchenwald, ansatzweise auf dem ersten Bild zu sehen, der mit seinen alten Eichen, Buchen und Ulmen schon einen imposanten Anblick bietet.

So, das war es erstmal zu meinen Morgengedanken.

In diesem Sinne...


Die Monsanto-Krake


Neulich hatte ein Kommilitone eine stolze Behauptung aufgestellt. Er wolle in Zukunft nichts mehr konsumieren oder kaufen bei dessen Herstellung Monsanto die Finger im Spiel hat. An sich ist das ein nobles und ehrbares Vorhaben doch wie sieht es mit der Umsetzung aus?

Dazu habe ich mal in meinen Bildern gekramt, im Laufe der Zeit sammelt sich ja so allerhand an, und habe den unten stehenden Screenshot gefunden. Ich war, obwohl er mir nicht neu ist, doch erschrocken wie viele Güter des täglichen Bedarfs auf Monsanto zurückgehen. Jetzt kann man sich fragen was eine Saatgutfirma mit all dem zu tun hat? Diese Meinung, dass Monsanto nur eine Saatgutfirma ist, ist tatsächlich weit verbreitet, aber diese Truppe hat ihr Geld mit anderen Mitteln gemacht und macht es noch.


Zum Vergrößern bitte auf das Bild klicken
Schaut euch mal die Liste an und seht selbst, wie viele (oder wenige) Produkte ihr davon im Haushalt habt.

In diesem Sinne...





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