Naturgebloggt

Naturschutz - weil's wichtig ist.

Nationalpark Schwarzwald kommt

Seit gestern ist es amtlich. Der Landtag in Badem-Württemberg hat über den Nationalpark Schwarzwald abgestimmt.
Über den Nationalpark Nordschwarzwald habe ich ja schon einige Male im Blog geschrieben, unter anderem ist ein Beweidungs- oder Ansiedlungsprojekt mit Wisenten angedacht.

Auf der Website des Nationalparks ist die Freude riesengroß. Die beteiligten Umweltverbände entrollten nach der Bekanntgabe ein großes Plakat mit der Aufschrift "Mensch und Natur sagen Danke".
Dabei war das Gelingen des Unterfangens am Anfang alles andere als klar. Anwohner und Firmen hatten Bedenken geäußert. Darunter auch ein großes Holz- und Zellstoffwerk aus der Region.

Ich werde mir auf jeden Fall mal einen Eindruck vor Ort verschaffen und hoffe, dass die Akzeptanz der Bevölkerung auch weiterhin so groß ist.

In diesem Sinne...

Erneutes Rätselraten um Stonehenge


Seit einem knappen Jahrhundert galt der Steinbruch Carn Menyn im Hochland von Pembrokeshire als Herkunftsort der vier Tonnen schweren Blausteine. Bis jetzt jedenfalls.





Seit ca. 1920 gingen Archäologen davon aus, dass die vor rund 5000 in Südengland aufgestellten Steine aus dem Steinbruch von Carn Menyn stammen. Laut dem britischen Archäologen Richard Bevins stammen diese Steine jedoch aus dem 1,6 Kilometer entfernten Steinbruch Carn Goedog. Das hat das Team von Bevins anhand von geochemischen Analysen herausgefunden.
Wie die übrige Fachwelt diese Meinung auffasst bleibt abzuwarten. Wir dürfen jedoch gespannt sein was die Zukunft noch alles über Stonehenge enthüllen wird.

In diesem Sinne…

Erneute GPS-Erfassung in der Oheide


Wer meinen  Blog aufmerksam und schon eine Weile lang liest, der ist auch über diesen Artikel gestolpert.
Jetzt, ein gutes viertel Jahr später, ist die Entbuschung schon gehörig vorangeschritten. Es liegt noch eine Menge Arbeit vor uns aber ich zeige euch mal ein paar Bilder vom Gebiet. Ich war heute auch wieder unterwegs um die GPS-Daten der Halsbänder auszulesen.




©Thomas Engst 2013

Mein Tag begann heute 7 Uhr auf der Fläche, das Thermometer zeigte –6 Grad und klarer Himmel. Also kalt. Aber auch in diesem Wetter weiß die Oranienbaumer Heide zu überzeugen. Besonders in den frühen Morgenstunden, wenn die Sonne den Reif in goldenes Licht taucht, macht sie ordentlich was her.
Das Ausmaß der Entbuschung wird euch jetzt nicht viel sagen, aber seid versichert, es hat sich ganz schön was getan.
Wie jedes mal, wenn ich auf der Fläche unterwegs bin, stolpere ich früher oder später über die Weidetiere. Wie ihr auf dem oberen Bild sehen könnt, genießen auch die Rinder die wärmenden Sonnenstrahlen und grasen gemütlich.



©Thomas Engst 2013

©Thomas Engst 2013


Mals sehen was demnächst noch für Arbeiten anstehen. Ich werde euch, sofern ihr es wollt, darüber berichten.

In diesem Sinne…

Naturschutz in Europa trägt erste Früchte

 

Die Bemühungen des europäischen Naturschutzes tragen erste Früchte. Der Bestand von einigen Säugetier- und Vogelarten hat sich in den vergangenen 50 sichtlich erholt.

Wie der Spiegel berichtete ist die Situation um einige Säugetier- und Vogelarten nicht mehr so dramatisch wie noch vor einigen Jahren.

Tatsächlich fruchten einige Bemühung Europas Wildnis wieder zu beleben. Besonders der bestand von Bibern entlang der Elbe hat sich positiv entwickelt aber auch  Wisente und Wölfe haben sich wieder in Europa und Deutschland niedergelassen.

Laut einem Forscherverband haben sich die Bestände von 18 Säugetier- und 19 Vogelarten deutlich verbessert. Sowohl in der Vitalität der Tiere wie auch in der Anzahl und Verbreitung.

 

Bestes Beispiel ist der Seeadler. Das deutsche Wappentier war hier vor hundert Jahren nahezu ausgestorben, heute gibt es wieder ca. 650 Brutpaare.

Auch die Bestände von Schwarzstörchen haben sich erholt. Waren es 1985 noch 50 Paare, so konnte man 2011 bereits 800 Paare vorweisen. Eine reife Leistung. Die größte Auferstehung aber hat das Wisent geschafft. Galt es seit dem frühen 20. Jahrhundert als ausgestorben, so leben inzwischen immerhin rund 3000 Exemplare in der freien Wildnis Europas. Größtenteils in Polen und Ukraine.

 

Ihr seht also, manchmal gibt es Hoffnung. Auch wenn sie langsame und kleine Schritte macht.

 

In diesem Sinne…

Die Lügen der Agrarlobby

 

Mir ist heute auf dem Campus ein kleiner Flyer in die Hände gefallen der sich mit unserer aktuellen Landwirtschaft beschäftigt. In diesem kleinen Stückchen Papier, welches vom Umweltinstitut München e.V. herausgegeben wurde, werden ein paar Behauptungen der modernen Landwirtschaft und die entsprechende Gegendarstellung aufgeführt. Jeder der sich mit der Thematik befasst oder befasst hat, der wird hier leider nichts Neues finden aber vielleicht liest das hier einer, der es noch nicht kennt.

 

Agrar-Lügen

Tatsachen
Nur mit Maximalerträgen der industriellen Landwirtschaft können Menschen satt werden Nur Ökolandbau kann die Welt nachhaltig ernähren
Die Agroindustrie versorgt uns mit gesunden und gut kontrollierten Lebensmitteln Pestizid- und Antibiotikarückstände sowie mangelnde Kontrollen gefährden unsere Gesundheit.
Unsere Lebensmittel waren noch nie so günstig Diese Preise sind nur durch Ausbeutung und Verlagerung der Folgekosten auf die Allgemeinheit möglich
Die industrielle Landwirtschaft schützt unsere Umwelt und Kulturlandschaft Monokulturen und hoher Düngereinsatz  zerstören Böden, Gewässer und die Biodiversität
Agroindustrie schafft und sichert Arbeitsplätze auf dem Land Agro-industrielle Strukturen verdrängen kleinbäuerliche Betriebe und fördern die Landflucht
Durch die Produktion von Agroenergie leistet die industrielle Landwirtschaft einen Beitrag zum Klimaschutz Agroenergie ist ein Klimakiller, Umweltzerstörer und Hungermacher
Gentechnik bekämpft den Hunger in der Welt, schont die Umwelt und sichert das Einkommen der Bauern Gentechnik bereichert die Agrokonzerne, zerstört die bäuerliche Landwirtschaft und macht uns zu Versuchskaninchen
   

 

Jeder mag darüber denken wie er will, Hauptsache er denkt darüber.

 

In diesem Sinne…

Der ursprüngliche Verlauf der Donau

 

Unsere Flüsse haben im Laufe der Zeit schon eine Menge durchgemacht und werden es noch eine Weile lang müssen. Sie wurden in der Geschichte immer wieder begradigt und verbaut. Die größte Flussbegradigung (bisher) war wohl die des Rheins.

Aber auch die Donau hat sich dem menschlichen Handeln fügen müssen. Im Jahre 1830 kamen in Wien 70 Menschen durch ein Winterhochwasser ums Leben. Die Donau schlängelte sich damals noch wie eine Schlange durch das Wiener Becken und folgte so dem natürlichen Verlauf.

Forscher der Universität Klagenfurt haben jetzt anhand von alten Karten und Berichten sowie Rechnungen für Brücken- und Regulierungsbauten den ursprünglichen Verlauf rekonstruiert. Wie das damals aussah, seht ihr in dem kleinen Video.

 

In diesem Sinne…

Enttäuschender Klimagipfel


Warschau.
Mit wirklichen Resultaten des Klimatreffens habe ich im Vorfeld nicht gerechnet aber dass es so dürftig ausfällt ist natürlich eine Ohrfeige für den Klima- und Naturschutz..
Mit einem Verabschieden des seit langem angekündigten und notwendigen Weltklimavertrages  hat keiner gerechnet. Nicht einmal die härtesten Optimisten haben darauf gehofft. Laut Germanwatch, die das Verfahren seit Jahren begleiten und beobachten, hat jetzt verlauten lassen, dass sich bei den Verhandlungen über den Zeitplan bis zum Pariser Gipfel 2015 nichts getan hat. Man trete immer noch auf der Stelle und kommt einfach nicht so recht in Schwung.
Ein weiteres Armutszeugnis hat dieser deutsche Minister, der vorgibt Bundesumweltminister zu sein, abgegeben. Dieser nette Herr war nicht einmal vor Ort, von einer kleinen Stippvisite mal abgesehen. Kann das wahr sein? Da treffen sich führende Köpfe um (scheinbar zumindest) über ein globales Problem zu sprechen und Deutschland sagt “NÖ”. Das ist ja fast wie zu Aigners-Zeiten.
Das am heutigen Morgen vorgelegte Verhandlungspapier beinhaltet weder Festlegungen darauf, dass die Klimaschutzziele bis 2030, dem UN-Generalsekretär Ban Ki Moon im September 2014 vorliegen sollen, noch eine Möglichkeit die ländereigenen Ziele untereinander zu vergleichen.
Wie das aussehen wird, hat uns die Ausweisung von FFH-Gebieten gezeigt. Man schiebt alles auf die Lange Bank und in der letzten Minute wird wieder irgendein Mist verbockt, nur damit man die Zeit einhält.
Da aber der Klimagipfel verlängert wurde, kann sich ja noch einiges tun. Wir werden sehen.

In diesem Sinne…

Die Oheide hat mich wieder – das Winterhalbjahr hat begonnen


Das Winterhalbjahr hat mich jetzt erwischt. Alle (Nach-) Arbeiten des Sommers sind erledigt. Die Auswertungen und Berichte sind im Kasten. Jetzt geht es mit großen Schritten wieder an neue Projekte.
Nach monatelangen Büro- und Schreibtischarbeiten geht es jetzt wieder ins Gelände. Nämlich wieder in die Oranienbaumer Heide.



Mit bestem Herbstwetter startete mein erster Tag in die “neue Saison”. Die Hauptaufgabe diesmal: Die GPS-Daten der Weidetiere aufnehmen und daraus ein Bewegungsprofil erstellen.
Warum macht man das? Wir wollen anhand er Wanderrouten und Bewegungen sehen, wo die Tiere fressen, was sie fressen, wie lange sie fressen und was sie sonst noch so treiben. Das gibt uns Aufschluss über weitere Schritte der Beweidung. Weshalb wir dieses Beweidungsprojekt machen, kann man an vielen Stellen im Blog nachlesen, zum Beispiel hier.
Trotz des schlechten Wetters war der Tag mal wieder wunderbar. Ich bin halt nicht für den Schreibtisch gemacht. Ich werde euch an dieser Stelle im Laufe der nächsten Wochen über den Fortschritt berichten.




©Thomas Engst 2013

©Thomas Engst 2013

©Thomas Engst 2013


In diesem Sinne…

Tigermücken jetzt auch in der Schweiz


Die Asiatische Tigermücke (Aedes albopictus) ist jetzt auch in der Schweiz eingewandert. Dafür haben Forscher jetzt den ersten Nachweis erbracht.





Die Asiatische Tigermücke hat ihren eigentlichen Heimatort in den Wäldern Südostasiens und den dortigen Großstädten. Im Zuge der Globalisierung breitete sie sich aber weit darüber hinaus aus und konnte weltweit ein stabiles Vorkommen entwickeln.
Sie gilt, ähnlich wie die Gelbfiebermücke (Stegomyia aegypti) als ein Überträger von Viren.
Die bisherigen gefundenen Exemplare waren aber allesamt “sauber” und es besteht kein Grund zur Sore. Man muss das Geschehen aber im Blick behalten.

In diesem Sinne…

Stromfressende Gadgets

 

Diesen Monat ist es also soweit. Es kommen die neuen Spielekonsolen der aktuellsten Generation auf den Markt und auch sonst ist ordentlich Wirbel auf dem Neuheiten-Markt. Wenn man sich die Vorbesteller so anschaut kann man sich schon fragen, ob es keine anderen Probleme auf der Welt gibt.

Versteht mich jetzt nicht falsch, auch ich bin ein Nutzer und Freund der heutigen Technik, macht sie doch den heutigen Alltag um einiges leichter. Aber bei allen neuen Errungenschaften der “Tech-Welt” frage ich mich: Woher soll in Zukunft der Strom dafür kommen?

Die neue X-Box, zum Beispiel, hat eine Fülle an neuen Funktionen die allerdings mehr oder weniger “nur” Gimmicks sind und nicht wirklich notwendig. Wenn Kinect sein Dasein im Standby fristet oder das Moto X von Motorola still auf dem Tisch liegt und auf “OK Google” wartet, wird Strom verbraucht. Auch unsere Haushalte werden immer “digitaler” und “hungriger”. Wieso ist dann beim Galaxy S 4 oder beim Nexus 5 wieder so ein schwacher Akku verbaut? Kalkül? Ich weiß es nicht. Wieso macht man die mobilen Betriebssysteme nicht einfach ressourcenschonender? Mir machen die Folgen unseres Konsumverhaltens Angst. Einer aktuellen Studie zufolge nutzt der Deutsche sein Smartphone/Tablet nur ca.16 Monate. Geschürt wird dieses Verhalten durch den immer schneller werdenden Output an neuen Geräten und den recht krassen “Update-Zwang”. Viele Nexus Besitzer haben sich ein solches Gerät gekauft, damit sie “lebenslang” mit Updates versorgt werden, nun hat Google das auf 16 Monate eingegrenzt.  

Mit jedem Tag graben sich Schaufelradbagger durch die Natur, neuestes Beispiel Nochten in der Lausitz, und verformen die Erdoberfläche unwiederbringlich.

Klar ist auch, dass sehr viele Zweige ohne der aktuellen Technik nicht existieren könnten oder würden. Ich möchte auch nicht als Technikgegner verstanden werden aber ich finde man müsste die neuen Modelle in eine andere Richtung verbessern. Salopp gesagt “Akku statt Megapixel” oder etwas in der Art.

Das sind einfach nur so meine Gedanken.

 

In diesem Sinne…

Zwei Prozent natürliche Waldentwicklung

 

Am 14. Oktober 2013 wurde die neue Bilanz über Naturwälder in Deutschland veröffentlicht. Bisher kam ich noch nicht dazu diese zu lesen, aber das habe ich jetzt nachgeholt.

Laut dieser Bilanz werden nur ca. 1,9% der Wälder einer naturnahen oder natürlichen Entwicklung überlassen. Wenn Deutschland seine eigenen Ziele, bis 2020 fünf Prozent der Wälder natürlich zu entwickeln, erreichen will, ist höchste Eile geboten. Im Klartext heißt das, es muss das Tempo beim Schutz der Wälder erhöht werden.

Mit dem fehlen von Wäldern fehlen auch wichtige Lebensräume und somit steigt die Gefahr des Artensterbens.

Man kann diesen Trend aufhalten oder zumindest verlangsamen in dem man neue Nationalparks ausweist und der Natur endlich mehr Raum gibt. Ich würde mir wünschen, dass es das längst überfällige Bund-Länder-Programm “Natürliche Waldentwicklung” in die Koalitionsverhandlungen der neuen Regierung schaffen würde.

 

In diesem Sinne…

Smog und Schwefel


Während der Raum Chemnitz (Sachsen) gestern in Nebel gehüllt war, schien auf dem höchsten Berg des sächsischen Erzgebirges, dem Fichtelberg, die Sonne. Bei ca. 2 Grad und leichter Schneedecke lockte die Chance auf weitere schöne Fotoaufnahmen.
Schnell wurde klar, wir haben wieder eine Inversionswetterlage. Solche Wetterphänomene ermöglichen es uns, einmal “hinter die Kulissen” zu blicken.
Was ich damit meine, ist auf den folgenden Bildern zu sehen:
Die Menge an Schadstoffen die aus der Tscheschei in die Luft geblasen werden, sind zwar seit der politischen Wende weniger geworden aber immer noch deutlich zu hoch. Irgendwann sind auch die besten Filter mal verschlissen und man müsste sie erneuern.


©Thomas Engst 2013



Obwohl das Bild etwas dunkel geraten ist, lässt sich die Smogschicht deutlich erkennen.  Ebenfalls sieht man sehr schön, wie sich die Dampfwolken der Schornsteine und Essen erst durch die Smogschicht quälen müssen.


©Thomas Engst 2013


Das ganze Ausmaß wird hier in dieser Nahaufnahme gezeigt. Unschwer lässt sich eine dicke gelbe Schwefelschicht erkennen.  Viele sächsische und deutsche Studien wurden mittlerweile darüber geführt und wieder fallen gelassen. Einem befreundeten Nachbarland pinkelt man ja nicht an den Gartenzaun.
Es ist auch kein Geheimnis, dass die sächsischen Messwerte negativ beeinflusst werden, von den Bäumen ganz zu schweigen.
Was die Inversionswetterlage nur an ein paar Tagen sichtbar macht, ist das ganze Jahr über vorhanden. Also liebe Jogger, Wanderer und Wintersportler. Denkt daran wenn ihr wieder im Erzgebirge seid und tief einatmet und euch über die “klare” Luft freut.

In diesem Sinne…

Waldentwicklung visualisiert durch Google Maps

 

In meinem Stream von Google Plus bin ich gestern auf einen interessanten Beitrag gestoßen. Danke dafür an Karsten Knobloch.

Das es um unsere Waldbestände nicht wirklich gut bestellt ist, hört man recht häufig. Wie es wirklich aussieht zeigt, mal wieder, Google mit einem neuen Projekt.

Google hat mit Hilfe von Dr. Matthew Hansen, von der University of Maryland, die Veränderung der weltweiten Waldflächen in den Jahren 2000 bis 2012 visualisiert.  Diese Karte ist ein wahres Wunder an Informationen. Man kann sich die Veränderungen des Waldes anhand verschiedener Layer anzeigen lassen. Ebenfalls lasse sich die Jahre des Untersuchungszeitraumes einzeln anzeigen und noch etliches mehr ist möglich.

Eine sehr gute Beschreibung des Projektes findet ihr auf dem dazugehörigen Blog.

Hier geht es zur Karte :  Global Forest Change

 

 

In diesem Sinne…

Stickstoffgehalt der Luft

 

Der Stickstoffanteil in der Luft ist viel zu groß. Das wissen wir alle. Gründe dafür sind Industrie- und Autoabgase. Ich selbst war bis heute der Meinung, dass wir in Deutschland einen maximalen Stickstoffgehalt von ca. 30 Kg/ha/a und darauf relativ stolz sein können. Aber ich musste mich belehren lassen. Der Maximalwert liegt eindeutig höher.

Für Pflanzen ist der dieser Stoff besonders wichtig. Ist die Versorgung zu gering, bildet die Pflanze Notblüten aus, hervorgerufen durch zu frühes Blühen oder sie hat einen kümmerlichen Wuchs. Leidet sie an Stickstoffüberschuss so wird sie frost- und krankheitsanfällig oder ihr Gewebe wird schwammig und verliert an Festigkeit.

Damit ihr wisst wie hoch der Stickstoffgehalt der Luft in eurer Nähe ist, habe ich mal eine Karte des Umweltbundesamtes herausgesucht und sie hier verlinkt.

So könnt ihr ganz bequem nachschauen in welcher Größenordnung der Stickstoffgehalt in eurer Gegend liegt. Tipp: Mit einem Klick auf die Karte vergrößert ihr den Kartenausschnitt.

 

In diesem Sinne…

Die Verbraucher sind schon ein komisches Völkchen

 

Bei der morgendlichen Lektüre der Zeitung fiel mir heute ein Artikel besonders auf. Er befasste sich mit dem Kaufverhalten von Supermarktkunden. “Wahnsinn”, werdet ihr jetzt sagen aber klickt bitte noch nicht weg. Es hat wirklich mit dem Thema des Blogs zu tun.

Ein Mitarbeiter von REWE, der für den Einkauf des Gemüses für rund 3.300 Rewe-Märkte zuständig ist, sagt, dass 20 Prozent der Bio-Kartoffel vom Kunden ignoriert wird, weil sie von der gewohnten Norm abweichen und anders aussehen würde.

Diese geschmacklich einwandfreien Kartoffeln werden dann verfüttert (gerade so okay) oder wandern in Biogas-Anlagen (nicht mehr okay). Interessant ist die Tatsache, dass auf Hofverkäufen die “unförmigen” Kartoffeln, bspw. in Herzform etc., gekauft werden als bestünden sie aus Gold. Der Einzelhandel jedoch verschmäht diese.  Einen Versuch startet zur Zeit die EDEKA-Gruppe. Sie verkauft Kartoffeln mit kleinen optischen Mängeln zu günstigen Preisen. Damit möchte sie die Akzeptanz der Kunden ermitteln.

Generell klagen Landwirte über die rückläufige Beliebtheit des Erdapfels. Kartoffeln müssen gewaschen und geschält werden. Das kostet Zeit und die hat man ja bekanntlich heutzutage nicht mehr. “Viele junge Leute wollen lieber To-go Produkte, darauf müssen sich die Landwirte einstellen”, so ein Sprecher der Hochschule Ostwestfalen-Lippe.

Der Anteil der Bio-Kartoffeln liegt in Deutschland bei sagenhaften 5,7 Prozent. Ein Kilogramm Bio-Kartoffeln kostet derzeit 1,30 Euro gegenüber 80 Cent für konventionell erzeugte Kartoffeln. Aber im Endeffekt muss jeder für sich selber entscheiden was er zu sich nimmt. Ich für meinen Teil gehöre zu den rund 6 Prozent die Bio kaufen.

Eine Frage bleibt für mich jedoch, eine die ich mir schon immer stelle und wahrscheinlich nie begreifen werde. Warum sparen Menschen am Essen, kaufen sich aber Smartphones für mehr als 500 Euro? Sind die Prioritäten in unserer Zeit wirklich so verrückt?

 

In diesem Sinne…

Ausbreitungsstrategien und ein Schaf


Pflanzen haben in ihrem Leben nur zwei Ziele. Den Erhalt und die Vergrößerung der eigenen Population. Aber wie bewerkstelligen sie die dafür notwendige Ausbreitung? Sie haben sich auf eine Vielzahl von Möglichkeiten eingestellt.
Man unterscheidet in dem Gebiet zwischen Selbst- oder Fremdausbreitung. Darunter fällt
    • autochor  (Selbstausbreitung durch die Mutterpflanze selbst)
    • anemochor  (Windausbreitung)
    • hydrochor   ( Wasserausbreitung)
    • zoochor   (Tierausbreitung, endo-, epizoochor)
    • hemerochor   (durch den Menschen ausgebreitet)

Besonders spannend ist das Feld der Zoochorie. Dazu gab es in der Vergangenheit eine Vielzahl an Untersuchungen. Welche Pflanzenarten haben die besten Möglichkeiten dafür? Welche Tiere eignen sich dafür? Und noch viele mehr. Die beste Kombination ist Schaf und Klette.  Um Aussagen darüber treffen zu können, wo welche Pflanzensamen am Tier, oder in dessen Fell, hängenbleiben, wurden, mit verträglicher und ungefährlicher Farbe, Quadrate auf die Wolle gezeichnet, die Herde entlang ihrer Route getrieben und anschließend die Wolle ausgekämmt. Um das einmal zu veranschaulichen habe ich das folgende Bild für euch.

Schaf

Diese Zeichnung gibt Aufschluss darüber wo die meisten Samen hängen bleiben. Logischerweise an Brust und Hals. Zum “Heck” hin nimmt die Zahl natürlich ab.
Eine weitere sehr gute Ausbreitungsstrategie ist die Anemochorie. Jeder der schon einmal über eine Pusteblumen-Wiese gelaufen ist hat sie schon am eigenen Leib erlebt.
Um sich per Wind ausbreiten zu können müssen die Samen besonders leicht und klein sein. Manche Pflanzen, wie Löwenzahn und Ahorn, haben noch ein Ass im Ärmel. Einen Pappus. Besonders gelungene Konstruktionen zeigt das untere Bild.

Windausbreitung

So, das war es von meiner Seite. Ich hoffe ich habe euch mit dem Thema nicht zu arg strapaziert, es ist mir heute tagsüber nur so in den Sinn gekommen.

In diesem Sinne…

Irren ist menschlich


Unter Biologen, Zoologen und Botanikern zählt er zu den ganz Großen. Ohne ihn wären unsere heutigen Kenntnisse der Fauna und Flora nicht oder nur teilweise vorhanden. Er gilt als Begründer der Taxonomie von Tier- und Pflanzenwelt. Die rede ist von Carl Linné.
In seinem Werk “Systema Natura” hat er so ziemlich alles beschrieben und gezeichnet was er in seinem Leben gesehen hat, hinsichtlich Pflanzen und Tieren. Zu Erkennen ist das an dem kleinen Zusatz “(L.)” hinter einem wissenschaftlichen Namen, egal ob aus der Flora oder Fauna. Ich selbst kann nur den Hut ziehen vor seiner Leistung. Aber auch er war wohl nicht perfekt. Wer ist das schon?
Laut einem interessanten Artikel von Nature.com  hat sich der gute Linné bei ein paar seiner Bestimmungen und Klassifizierungen geirrt. Das spektakulärste Irrtum ist wohl der Asiatische Elefant.
Für Leser die des Englisch kundig sind wartet hier ein aufschlussreicher Artikel.
 Linnaeu’s Asian elephant was wrong species

Viel Spaß beim Lesen.

In diesem Sinne…

Unsere Ozeane versinken im Müll


Unsere Ozeane versinken im Plastikmüll. Mehr als zwei Drittel unserer Erde sind von Wasser bedeckt. Das war früher einmal eine schöne Sache. Heutzutage befinden sich in jedem Quadratkilometer mehrere tausend Teile Müll. Plastikmüll um genau zu sein.
Im Nordpazifik treibt seit vielen Jahren ein gigantischer Müllstrudel von der Größe Mitteleuropas. Aber warum in die ferne schweifen wenn das Übel liegt so nah? In der Nordsee, also direkt vor unserer Haustür, ist Plastikmüll eine allgegenwärtige Gefahr für Vögel, Fische und Meeressäuger. Bei solchen Themen höre ich oft das Kommentar: “ Was geht das mich an? Das ist doch weit weg!”. Genau, damit lässt sich das Problem natürlich klären. Nicht!
Plastikpartikel werden von den Meerestieren mittels Nahrung aufgenommen und gelangen, wenn auch über Umwegen, direkt auf unseren Teller. Meerestiere verwechseln  die kleinen Plastikteilchen mit Plankton und fressen ihn bedenkenlos.
Ein weiteres Problem ist die Haltbarkeit von Plastik, denn bis zur vollständigen Zersetzung von Plastik können schon einmal 350 bis 400 Jahre vergehen.
Jedes Jahr gelangen fast sieben Millionen (!) Tonnen Plastikmüll in unsere Meere und bilden gigantische Berge. Der bekannteste Müllberg ist der “Great Pacific Garbage Patch” im Nordpazifik. Aber er ist bei weitem nicht der einzige Müllberg. Wohl aber der Größte.
Solche traurigen Fakten sollten uns wirklich einmal zum Umdenken bewegen.

In diesem Sinne…

Die Orchidee des Jahres 2014


Nachdem letzte Woche der Baum des Jahres 2014 gekürt wurde, steht jetzt auch der Gewinner in der Kategorie der Orchideen fest. Den Titel Orchidee des Jahres 2014 darf der Blattlose Widerbart (Epipogium aphyllum)  für sich beanspruchen.



Mit der Wahl der Orchidee des Jahres sollen heimische Orchideen in den Fokus der öffentlichen Aufmerksamkeit gerückt werden, von denen Lebensräume und Arten besonders stark gefährdet sind. Wenn im Jahr 2014 die Wahl auf den Blattlosen Widerbart gefallen ist, dann in der vollen Absicht, den Verlust artenreicher und langjährig ungestörter Wälder sowohl in Deutschland als auch in ganz Europa zu thematisieren.



Durch die Ernährung über Wurzelpilze ist der Widerbart in der Lage, tiefschattige Wälder zu besiedeln. Diese Wälder zeichnen sich durch ein stabiles, kühl-feuchtes Mikroklima aus. Man kann den Widerbart ruhigen Gewissens als typische "”Urwald-Art” bezeichnen. Neben montanen und borealen Nadelwäldern wird die Art vor allem in diversen Buchenwaldgesellschaften angetroffen. Um beste Voraussetzungen für eine Besiedelung zu bieten, muss der Boden einen Mindest-Basengehalt vorweisen. Der geologische Untergrund ist dabei nicht so wichtig.



Im Gegensatz zu andern Orchideen bildet der Widerbart kein Blattgrün aus. Der oberirdische Teil der Pflanze besteht aus einem blattlosen, blassen, kahlen und 5-20 cm hohen Stängel. Die wenigen Blüten besitzen sechs in zwei Kreisen angeordnete Blütenblätter. Ein auffälliges Merkmal ist die nach oben gerichtete Blütenlippe, die mit vier bis sechs Reihen purpurfarbener Papillen besetzt ist. Die unterirdischen Organe bestehen aus einem korallenförmigen Rhizom, aus dem sich lange Ausläufer bilden, über die sich die Art auch ungeschlechtlich vermehren kann. Durch das fehlen des Blattgrüns und die dadurch bedingte Unfähigkeit zur Photosynthese ist diese Pflanze lebenslang auf die Symbiose mit Wurzelpilzen angewiesen. Über diese bezieht er die benötigten Nährstoffe.

Epipogium aphyllum  ist in der nördlichen Hemisphäre weit verbreitet aber überall selten. In seinem großem eurasischen Areal liegen die Vorkommen  sowohl in der nördlichen Nadelwaldzone als auch in der gemäßigten Laubwaldzone. Schwerpunkte der Verbreitung in Europa sind in Skandinavien und in den Gebirgen. In Deutschland ist der Widerbart in allen Bundesländern nachgewiesen worden, blieb aber stets eine große Seltenheit. In Sachsen, Brandenburg und Schleswig.Holstein ist die Art bereits seit vielen Jahrzehnten nicht mehr aufgefunden wurden. In allen anderen Bundesländern, ausgenommen Baden-Württemberg, gilt sie als stark gefährdet oder vom Aussterben bedroht.



Der Widerbart ist existentiell von der Erhaltung des Mikroklimas an seinem Wuchsort abhängig. Veränderungen, die Auflichtung des Baumbestandes, müssen daher unterlassen werden. Man konnte in der Vergangenheit oft beobachten, dass Epipogium aphyllum verrottete Stämme und Stubben besiedelte. Stärkeres und damit ökologisch wichtiges Totholz ist aber in unseren heutigen Wäldern eine Mangelware. Dadurch fehlt dem Widerbart eine bedeutende Habitatsrequisite, die es ihr ermöglicht, auch ungünstige, weil trocken-warme Perioden zu überstehen. Man geht davon aus, dass der bereits eingetretene und weiterhin steigende Anstieg der Jahresmitteltemperatur die Existenzbedingungen für diese faszinierende Orchideenart weiterhin verschlechtern wird.



In diesem Sinne…

Methoden zur Aufwertung von Grünland

 

Heute lud der Botanische Verein Sachsen-Anhalt e.V.  zu einer Vortragsreihe über diverse Themen in den Botanischen Garten nach Halle. Ich habe es mir nicht nehmen lassen und habe mich mal in das Auditorium gesetzt. Alle Vorträge waren, nicht nur für Botaniker, sehr spannend und boten viele neue Erkenntnisse. Ein Vortrag ist mir besonders in Erinnerung geblieben, da ich damit auch beruflich zu tun habe. Die Aufwertung von artenarmen Grünland.

Wie der Name schon sagt, wertet man Grünland, welches artenarm ist, auf, in dem man die Biodiversität (Artenvielfalt) erhöht. Dies geschieht durch folgende Methoden:

  • Einsaat
  • Mahdgutübertrag
  • Wiesendrusch oder
  • Mahd.

Um jetzt nicht zu sehr ins wissenschaftliche abzuschweifen möchte ich im Folgenden nur die drei Methoden etwas näher beschreiben und erklären. Wer zu dem Thema Fragen hat kann mich natürlich direkt anschreiben oder per Hangout seine Fragen loswerden.

Aber bevor wir uns den Methoden widmen stellt sich die Frage nach dem Warum. Warum müssen oder sollen Grünlandbestände aufgewertet werden? Das wird anhand eines Beispiels von Sachsen-Anhalt deutlich. Nur ca. 15 % der Halbtrocken- und Magerrasen sind in einem guten Zustand. Das heißt 85% sind auf Hilfe angewiesen. Diese Flächen sind zudem noch Lebensrumtypen der FFH-Richtlinie (ihr seht an der FFH-RL führt im Naturschutz kein Weg vorbei) und müssen in ihrer Form erhalten werden und haben ein Verschlechterungsverbot.

Nun aber zu den Verfahren. Einsaat erklärt sich fast von selbst. Es werden auf einer artenarmen Flächen Samen von sogenannten Spenderflächen gesät. Bei der Auswahl des Saatgutes ist zu beachten, dass es sich um geeignete Pflanzensamen handelt. Man erstellt bei allen Verfahren einen Plan über günstige Zielarten. Man sät also nicht auf gut Glück drauf los.

Bei dem Verfahren der Mahd werden die Flächen in regelmäßigen Intervallen gemäht. Die Anzahl und Zeitpunkt der Schnitte ist abhängig von der Art des Grünlandes, dem Nährstoffgehalt und dem zu erreichenden Ziel. Dazu kommen noch eine Vielzahl weiterer Faktoren. Durch die Mahd werden die konkurrenzstarken Arten auf Null gesetzt und die schwächeren Arten bekommen eine Chance, ebenso wird die Beschattung minimiert, was ebenfalls begünstigend auf manche Arten wirkt. Die wohl größte Eigenschaft einer Mahd ist die Erhöhung des Konkurrenzdruckes. Auf diese Weise kann man die Pflanzen quasi zum Wachsen “anstacheln”. 

Das komplexeste Verfahren ist der Wiesendrusch. Man kann sich anhand des Namens schon die Bedeutung herleiten. Eine Spenderfläche mit großer Artenvielfalt wird gemäht und das Mahdgut verbleibt auf der Fläche. Im Anschluss an die Mahd werden die Samen aus dem geschnittenen Gras gedroschen und auf die Empfängerfläche gebracht.

Als letzte Methode um ein artenarmes Grünland aufzuwerten ist der Mahdgutübertrag. Bei diesem Vorgehen wird die Spenderfläche ebenfalls gemäht, auch wieder in Abhängigkeit von diversen Faktoren, aber hierbei werden die Samen nicht aus dem Mahdgut extrahiert sondern das gesamte Schnittgut wird auf die Empfängerfläche gebracht. Man hat den Vorteil, dass man auf diesem Wege gleichzeitig noch den Anteil an Biomasse erhöht.

Man verwendet üblicherweise Spenderflächen die maximal 20 km von der Empfängerfläche entfernt sind. Alles was weiter entfernt ist geht schon arg zu Lasten der Wirtschaftlichkeit. Spenderflächen sollten sich natürlich im selben Naturraum wie die Empfängerfläche befinden.

Es gibt hinsichtlich der Resultate fast keine Unterschiede in der Erfolgsquote oder des Endergebnisses der drei Verfahren. Man kann also nicht sagen welches Verfahren nun das Beste ist. Aber es sei ausdrücklich darauf hingewiesen, dass der Erhalt und die Pflege von bestehendem Grünland oberste Priorität hat. Im besten Falle lässt man es gar nicht erst zu einer Aufwertung kommen.

 

In diesem Sinne… 

Halloween oder wie es richtig heißt: Samhain




Gestern war es also mal wieder soweit. In den  abendlichen Straßen tummelten sich Gespenster, Skelette und andere Gruselgestalten. Aber warum eigentlich?
Am 31. Oktober wurden , inzwischen nach irisch-amerikanischer Sitte, die Geister vertrieben in dem man sich selbst als solche verkleidete. Aber was viele nicht wissen, das heutige Halloween-Fest ist um einiges älter und hat seinen Ursprung auch nicht von beyond the pond.

In der keltischen Kultur hieß das Ganze Samhain und kam dem heutigen Silvester gleich. Für die Kelten war das ganze Jahr ein einziger langer Tag, bestehend aus Morgen und Mittag (Sommersonnenwende), Abend und Nacht (Wintersonnenwende). Aber welche Rolle spielt nun Samhain? Ganz einfach. Die Kelten hatten nur zwei Jahreszeiten. Das waren Jahrestag, das Sommerhalbjahr und Jahresnacht, das Winterhalbjahr. Samhain  symbolisiert den Übergang zwischen dem alten und dem neuen Jahr .
In dieser Nacht verschwimmen die Grenzen zwischen dem Alten und dem Neuen. Praktisch zwischen der Menschenwelt und dem Jenseits. Nirgends anders im Jahr sind die Grenzen so schwach wie in der Samhainnacht. Daher rührt auch der alte Glaube, dass man ab der Abenddämmerung nicht mehr das Haus verlässt und einen Teller mit Speisen vor die Türschwelle stellt.
Druiden, Schamanen oder Skalden konnten in der Zeit mittels Trance besonders leicht mit Verstorbenen in Verbindung treten.
Jedem ist es natürlich selbst überlassen, ober an die alten Mythen glaubt. Ich für meinen Teil, habe es noch nie darauf ankommen lassen und stelle jedes Jahr aufs Neue etwas vor die Tür. Wer es letztendlich isst kann ich nicht sagen aber geschadet hat es bisher noch nie.

In diesem Sinne…
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