Naturgebloggt

Naturschutz - weil's wichtig ist.

Silberionen stressen Algenwachstum

In vielen Bereichen findet heutzutage Nanosilber Anwendung. Beispielsweise in Kosmetika, Lebensmittelverpackungen, Desinfektionsmitteln und in der Textilindustrie.

Dank moderner Technik wird ein Großteil der Silberionen aus dem Abwasser gefiltert, dennoch gelangt ein kleiner Teil davon in die Umwelt. Bisher ist nur wenig über den Verbleib und die Auswirkungen des Nanosilbers auf die Umwelt bekannt.
Klar ist jedoch, dass Silberionen auf Wasserorganismen  eine stark toxische Wirkung haben.

Über die Höhe der Konzentration damit eine Schadwirkung auftritt sowie über die Reaktion der Pflanzen auf diesen Stress ist ebenfalls nur wenig bekannt. Wissenschaftler der  der ETH Lausanne und der ETH Zürich untersuchen nun die Auswirkungen von unterschiedlichen Konzentrationen von Silberionen im Wasser und deren Auswirkungen auf die Pflanzenzellen der Grünalge Chlamydomonas reinhardtii.


Die Untersuchungen haben ergeben, dass die Silberionen den Energiestoffwechsel der Algen schädigen. Die Fähigkeit zur Fotosynthese wird daher stark geschädigt und damit sinkt auch die Wachstumsrate. Eine mögliche Ursache für diesen Umstand kann ein Bestreben der Alge sein, entstandene Schäden reparieren zu wollen. Bei geringen Konzentrationen waren diese Bemühungen sogar von Erfolg gekrönt. Bei stärkerer Belastung reichten die Erholungsmechanismen jedoch nicht mehr aus.

Ebenfalls ist abzuwarten, wie die Pflanzen auf zusätzliche Stressfaktoren wie Chemikalien reagieren und ob die Silberionen wieder aus den Zellen heraustransportiert werden können. Wir werden sehen was die Wissenschaft noch zu Tage fördert.


In diesem Sinne...


Bleivergiftung fordert weiteres Opfer

Vorhin habe ich noch von der Gefährdung der Steinadler durch Bleimunition berichtet. Jetzt geistert wieder eine Meldung durch die Medien. Ein Steinadler ist der Vergiftung nun zum Opfer gefallen.
In diesem Winter starben insgesamt vier Steinadler an den Resten von Bleimunition in ihrer Nahrung. Aber dieses Mal wurde ein Adler Opfer der bleihaltigen Munition dessen Verhalten der NABU seit 2011 mittels eines GPS-Halsbandes beobachtete.
Die Hoffnung, den Adler noch retten zu können, musste leider schnell aufgegeben werden. Bereits einen Tag nach seiner Einlieferung, in die Kleintierklinik der FU Berlin erlag das Adlerweibchen seinen Verletzungen.

Das Seeadlerweibchen hatte bereits eine bleihaltige Vorgeschichte. Bereits im Dezember 2010 war sie mit einer Bleivergiftung aufgefunden wurden. Das Tier konnte glücklicherweise gerettet werden, da die damalige Dosis nicht besonders hoch war.

Dank des Peilsenders lässt sich das Gebiet, in dem sich der Adler die tödliche Dosis zugezogen hatte, auf den Großraum der Liebroser Heide, im Landkreis Dahme-Spree eingrenzen.

Am Tag seines Fundes, den 12. Februar, war das Tier bereits sehr abgemagert. Am 13. Februar, nur einen Tag nachdem es gefunden wurde, erlag das Steinadlerweibchen seinen Verletzungen. Der Vogel konnte aufgrund einer durch das Blei verursachten Lähmung des Magen-Darmtrakts keine Nahrung mehr verdauen, zudem hatte das Blei auch die meisten der Roten Blutkörperchen zerstört, was das Atmen extrem erschwert hat.

Im Folgenden noch zwei Videos vom NABU.
















In diesem Sinne...


Steinadler durch Jagdmunition vergiftet

Schweiz.
Bei einzelnen Steinadlern wurde in den letzten 10 Jahren ein erhöhter Anteil an Blei im Organismus nachgewiesen. Bei den kranken oder toten Tieren konnte eine regelrechte Bleivergiftung nachgewiesen werden.
Um der Ursache auf den Grund zu gehen, wurde vom schweizerischen Amt für Jagd und Fischerei Graubünden und der Vogelwarte Sempach  Greifvögel an der Universität Zürich auf Bleibelastungen untersucht.
Von 41 Steinadlern und 20 Uhus konnte man bei drei Steinadlern erhöhte bis hohe Bleiwerte in Blut, Niere oder Leber nachweisen. Das lässt auf eine Vergiftung schließen.

Nun stellt sich die Frage, wie das Blei in den Körper  kommt? Dazu wurden die aasfressenden Steinadler mit Uhus verglichen. Uhus mögen es lieber frisch und beschaffen sich die Nahrung aus erster Hand. Die Uhus wiesen eine 10-mal niedrigere Bleibelastung auf. Ebenfalls waren die Werte von Steinböcken und Murmeltiere, welche die Nahrung von Steinadlern darstellen, um ein Vielfaches geringer als bei den stolzen Tieren der Lüfte.

Die Wissenschaftler gehen nun davon aus, dass die sehr hohen Bleiwerte auf aufgenommene Jagdmunition zurück zu führen ist. Untermauert wird diese These von ähnlichen Untersuchungen am kalifornischen Kontor und am Seeadler. Ebenfalls ist es möglich, dass Blei aus natürlichen Quellen in den Organismus des Steinadlers gelangt. Ob dies so ist und was die Folgen davon wären bleibt aber abzuwarten.

Um ein erstes Zeichen gegen solche Vergiftungsunfälle zu setzen, soll jetzt nur noch bleifreie Munition verwendet werden und die von der Kugel- oder Schrotmunition getroffenen Teile des Aufbruchs sollen vergraben werden.

Hoffentlich zeigen diese Maßnahmen bald Wirkung.


In diesem Sinne...

Neues Informationssystem über die Diversität von Pflanzen

Wer sich über die Situation und Standorte einheimischer und neophytischer Pflanzen informieren möchte, schaut am besten in der Vegetationsdatenbank "VegetWeb" oder auf Floraweb nach.

Diese Datenbanken bekommen jetzt im Zuge der Veröffentlichung des neuen Verbreitungsatlas einen Neuanstrich. Aus "Vegetweb" wird ein nationales Informationssystem für Vegetationsdaten.

Quelle:BfN
Darin enthalten sind zeitliche und räumliche Informationen zum Vorkommen von Arten. Diese Infos und Beschreibungen geben zusammen mit einer ausführlichen Dokumentation umfassende Grundlagen zum Vorkommen, Artausstattung, Ausprägung und Verbreitung des Lebensraumes.

Die bisher nur regional oder lokal verfügbaren Daten werden in Zukunft in einem zentralen Portal zusammengefasst, in etwa so wie eine riesige Cloud-Sicherung, und bundesweit verfügbar gemacht.

Federführend bei diesem Projekt ist das Institut für Botanik und Landschaftsökologie der Universität Greifswald. Unterstützt wird es dabei von der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf und der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (welche mir besonders am Herzen liegt).

Die Zielsetzungen für das Portal sind:


  • Daten zur Vegetation sollen effektiv sich- bzw. filterbar sein und sich über das Internet interaktiv, automatisiert und in verschiedenen Formaten herunterladen lassen.
  • Die Erfassung und der Einbau neuer Daten soll einfach über das Internet sowie über definierte Datenschnittstellen erfolgen.
  • Die Vegetationsaufnahmen sollen definierten Mindeststandards entsprechen und das System soll automatisierte Tests zu ihrer Einhaltung durchführen.
  • Die Datenbanken sollen für Artdaten, Vegetationsklassifikation und möglichst viele Zusatzdaten sowohl die ursprünglichen Originaldaten vorhalten, um jederzeit die ursprüngliche Bedeutung nachvollziehen zu können, als auch durch Referenzierung auf Standards eine leichte Auswertung zu ermöglichen.
  • Die pflanzensoziologische Zuordnung von neuen Vegetationsaufnahmen soll, z.B. durch die Hinterlegung von Differenzialartenlisten und/oder Stetigkeitstabellen bestehender Klassifikationssysteme erleichtert oder automatisiert werden.
  • Die Einschränkung von Informationen etwa bezüglich naturschutzfachlich relevanter und sensibler Arten soll möglich sein.  

Als Nutzer kommen, neben der wissenschaftlichen Gemeinschaft, auch die mit dem Schutzgebietsmonitoring befassten Landes- und Bundesbehörden sowie der engagierte Laie in Frage.
Zweifelsohne ist der Aufbau eher etwas für die Wissenschaftler im Naturschutz aber das fertige Produkt bietet sicherlich Informationen und wissenswertes für jedermann.  

Mir ist klar, dass dieses Thema auf "Laien" sehr abstrakt und unklar erscheinen kann. Wenn dem so ist, dann immer her mit euren Fragen.


In diesem Sinne...



Sonderbriefmarke würdigt Buchenwälder

Mit einer Sonderbriefmarke würdigt die Deutsche Post die uralten Buchenwälder Deutschlands. Diese Wälder gehören zum UNESCO Weltnaturerbe und haben für Menschen, Tiere sowie Pflanzen einen ganz besonderen Wert.

Das Motiv zeigt säulenartige Stämme mit herbstlich leuchtenden Blättern. Es ist der typsische "Goldene Herbst" in einem Buchenwald. Jeder, der dieses wunderschöne Naturschauspiel schon einmal bewundern konnte weiß um dessen Magie. Zu den "Weltnaturerbe-Wäldern" gehören Waldgebiete wie der Hainich (Thüringen), Kellerwald-Edersee (Hessen) sowie die Buchenwälder des Nationalparks Jasmund auf Rügen und Serrahn im Müritz-Nationalpark.

Die Serrahner-Buchenwälder gehören zu den ältesten in Europa und umfassen 244 Hektar. Sie wurden in der Mitte des 19. Jahrhunderts vom damaligen Großherzog von Mecklenburg-Strelitz als Jagdgebiet unter Schutz gestellt und konnten sich so weitestgehend ungestört entwickeln.

Die Sondermarke hat einen Wert von 1,45 € ist ab sofort verfügbar.


In diesem Sinne...



Unsere Wälder brauchen uns

Dass der Waldbestand auf unserer Erde drastisch schrumpft ist kein Geheimnis. Jährlich werden ca. 13 Millionen Hektar Wald unwiederbringlich zerstört. Durch diesen Kahlschlag werden nicht nur zahlreiche Lebensräume für diverse Tier- und Pflanzenarten vernichtet, es ist auch eine Katastrophe in  Hinsicht auf den Klimawandel, denn Wälder sind die besten Helfer gegen den Treibhauseffekt.

Ausnahmewälder wie der Hainich  oder die Hohe Schrecke, leisten der Artenvielfalt in Deutschland besondere Dienste. Hätten wir diese naturbelassenen Gebiete nicht, wäre die Diversität noch weiter im Keller. Leider sind heutzutage monotone Forste an der Tagesordnung, in denen Bäume durch die geringe Umtriebszeit nur ca. 80 Jahre alt werden dürfen. Die neue Leitlinie wald macht es nicht besser.

Immer mehr droht der Wald in eine reine Kapitalsache abzurutschen. Umso wichtiger ist es, mehr für den Erhalt der "grünen Lunge" zu unternehmen. Aber auch hier ist man zur Zeit auf dem falschen Weg. In den meisten Bundesländern wird wald privatisiert und Forstämter werden zu renditeorientierten "Verwertungsfirmen" die sich nur um das Geriebene scheren. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis selbst Naturschutzgebiete vor der Profitgier weichen müssen.


In diesem Sinne...


Tag des Schuppentieres

Quelle: Wikipedia
Wir wollen heute mal dem Schuppentier gedenken. Dieses putzige Tierchen hat heute seinen großen Gedenktag.
Der nachtaktive Säuger hat seine Heimat in Afrika, sowie Süd- und Südostasien seine Heimat. Es bevorzugt Insekten, bspw. Termiten und Ameisen, als Hauptnahrungsquelle. Um an diese Leibspeise zu kommen, hat es sich perfekt an die Situation angepasst. So hat es ausgeprägte Grabkrallen und eine äußerst lange und flexible Zunge.

Im Falle einer Bedrohung rollt sich das Tierchen zu einer zusammen und verbleibt so lange in dieser Stellung, bis die Gefahr vorüber ist.
Leider steht das Schuppentier auch auf der Liste der bedrohten Tierarten sehr weit oben. Es gilt auch als das meist gehandelte Wildtier weltweit. begehrt macht diese Tiere ihr Fleisch und ihre Hornplatten. Ähnlich wie das Nashorn ist das Schuppentier in der traditionellen chinesischen Medizin sehr gefragt. Da das Chinesische  Schuppentier in China so gut wie nicht mehr vorkommt, greift man halt zu Wilderei und bejagt das Malaiische Schuppentier.

Einen kleinen Fortschritt gegen die Wilderei gab es am 13. Februar 2014 in London. Auf einer Konferenz zum illegalen Artenhandel und Wilderei, an der auch Vertreter des brit. Königshauses teilnahmen, saßen zum ersten Mal Repräsentanten der Länder China und Vietnam an einem Tisch. Damit waren Herkunfts-, Transit- und Abnehmerländer bei dieser Konferenz vertreten. Das kann schon als Meilenstein gewertet werden.

Da Maßnahmen gegen Wilderei in den Herkunftsländern nicht gefruchtet haben, wird nun das Augenmerk auf Transitländer gelenkt. Es bleibt abzuwarten ob und wie sich ein Erfolg auswirkt.


In diesem Sinne...



Was lange währt wird gut.

Im Jahre 1832 machte das Universaltalent, und Wegbereiter für viele heutige wissenschaftliche Disziplinen, Charles Robert Darwin Station im argentinischen Bahía Blanca.

Dort lebte er eine Zeit lang mit den Eingeborenen und machte sich mit ihren Bräuchen und Sitten vertraut. Aber Darwin wäre nicht Darwin gewesen, wenn er die Gegend nicht eingehend untersucht hätte. So füllte er seine Taschen mit verschiedenen Exemplaren von fossilen Muscheln und Wirbeltieren. Ebenfalls zu seiner Arbeit gehörte das Sammeln noch lebender Tiere. In diesem Fall handelte es sich um eine Käferart. Diese hat nun, nach stattlichen 180 Jahren, erstmals einen Namen bekommen.
Darwinilus sedarisi. Dieser Name ist eine Hommage an den berühmten Evolutionsforscher und an den US-Autor David Sedaris.
Erstmals beschrieben hat den Käfer der amerikanische Wissenschaftler Stylianos Chatzimanolis von der University of Tennessee in Chattanooga. Wer möchte, der kann sich dieses Buch hier zu Gemüte führen.




Mit der Namensvergabe macht man Darwin sicherlich ein schönes Geschenk zum 205. Geburtstag, obwohl ich glaube, er hätte einen anderen Namen gewählt.
Als einziges weiteres Exemplar ist noch ein Tier im Berliner Naturkundemuseum bekannt. Was hingegen unklar ist, ist die Tatsache, ob es den Käfer heutzutage überhaupt noch in freier Natur gibt.




In diesem Sinne...



Testbeitrag bitte nicht beachten

Paperblog

Instinkt ist das beste Navi

Ein Forscherteam von der Oregon State University fand einen Zusammenhang zwischen dem Erdmagnetfeld und dem Wanderverhalten bzw. dem Orientierungssinn der Königslachse  heraus. Diese Lachsart ist in den Gewässern Japans, Russlands und Nordamerikas anzutreffen.

Nach vier bis sechs Jahren erreicht er seine Geschlechtsreife, dann zieht es ihn in die weite Welt hinaus, und somit verlässt er sein heimisches Jagdgebiet vor der Meeresküste. Sein Ziel ist sein Heimatfluss. Um dort zu laichen nimmt er ungeheure Strapazen auf sich.

Ich konnte einmal im Norden Schottlands sehen, wie Lachse versuchten einen ca. 4 Meter hohen Wasserfall hinaufzuspringen. Trotz vieler Rückschläge versuchten sie es immer wieder und wieder.

Jetzt erhofft man sich anhand der Studie klären zu können, wie die Lachse ihren Ursprungsfluss wiederfinden.
Im Rahmen eines Versuches wurden hunderte Junglachse in einem Becken unterschiedlichen Magnetfeldern ausgesetzt. Damit gaukelte man den jungen Lachsen verschiedene Positionen in ihrem Jagdgebiet vor. Wurden die Fische dann in einem Magnetfeld ausgesetzt, welches für die nördliche Grenze ihres Jagdgebietes typisch ist, schwamm die Mehrheit der Fische in südliche Richtung. Wurden die Tiere jedoch einem "südlichen" Magnetfeld ausgesetzt, so schwammen sie nach Norden.
Erstaunlich daran ist, dass dieser Orientierungssinn nicht, wie bisher vermutet, durch Erfahrung und "Training" erlernt wurde, sondern vererbt wird. Denn die Junglachse, die für den Versuch verwendet wurden, haben nie ihr Brutbecken verlassen und konnten auch sonst keine Erfahrung über ihr Jagdgebiet sammeln. Das ausschlaggebende Magnetfeld war obendrein so schwach, dass es nicht einmal eine Kompassnadel zum schwingen brachte. Die Königslachse müssen also ein sehr sensibles Gespür für Magnetismus haben. Viel feiner als bisher angenommen.
Aber genau dieser feine Sinn birgt auch Nachteile und Gefahren. Denn bereits ein elektrisches Kabel oder Eisen kann den Magnetsinn beeinträchtigen. Wie genau sich Störquellen auf den Orientierungssinn der Fische auswirken bleibt abzuwarten.

Wie dem auch sei, anhand dieser Tatsache wird doch deutlich, wie wenig wir, trotz aller Errungenschaften, über die Natur und die in ihr lebenden Geschöpfe wissen. Wir täten sicher gut daran, sie besser zu beobachten.


In diesem Sinne...



Der Wolf kehrt zurück- und wird willkommen geheißen

Laut einer vom WWF durchgeführten repräsentativen Umfrage sind 71 % der Deutschen erfreut über die Rückkehr des Meister Isegrimm.
Lediglich 15 % sprechen sich dagegen aus der Rest hat dazu keine Meinung.

Selbst in Sachsen, wo sich im Jahre 2000 das erste Rudel  etablieren konnte, sind die Befürworter mit 58 % in der klaren Mehrheit. Aber dennoch gilt es, vor allem in den ländlichen Regionen, weiter Aufklärungsarbeit zu leisten. Denn auch die Wolfs-Gegner haben ihre berechtigten Gründe.

Aber insgesamt zeigen diese Ergebnisse, dass sich der Wolf nicht nur in der Natur, sondern auch in der Kultur wieder etablieren könnte.

Meiner Meinung nach ist Deutschland noch nicht optimal auf die Rückkehr des grauen Räubers vorbereitet. Es muss noch einiges in Sachen Wildtiermanagement getan werden. Ebenfalls schön ist, dass der Märchenmythos vom "bösen Wolf" endlich der Vergangenheit angehört. Laut dem WWF haben 82 % der Befragten keinerlei Ängste vor dem Wolf.

Wölfe meiden den direkten Kontakt mit Menschen und sind, wenn sie in freier Wildbahn aufgewachsen sind und dort leben, nicht von Haus aus gefährlich. Meiner Erfahrung nach verlässt der Wolf den Wald auf der anderen Seite und im gleichen Augenblick, in dem der Mensch ihn betritt. Vermehrt konnten wir aber in der Vergangenheit das Problem der Habituierung beobachten. Aus falscher Fürsorge wurde für den Wolf Futter ausgelegt. Das ist sicherlich der falsche Weg. Der kommt schon ganz gut alleine zurecht.

Hintergrund der Umfrage

Die Umfragedaten wurden vom Marktforschungsunternehmen YouGov im Auftrag des WWF erhoben. Die Stichprobengröße betrug 1030 Personen. Die Umfrage wurde zwischen dem 22.01.2014 und dem 24.01.2014 mittels Online-Befragung durchgeführt. Die Ergebnisse sind gewichtet und repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 16 Jahren.


Umfrageergebnisse im Überblick.


In diesem Sinne..

Schwimmender Strom

Heute ist mir ein interessanter Artikel in der Frankfurter Allgemeine, Region Rhein.Main, aufgefallen.
In diesem Bericht wird eine Art Kleinkraftwerk im Bojenformat vorgestellt. Dieses Gebilde, was aussieht wie ein Torpedo, wird genau wie ihre Artgenossen, die "gemeinen Bojen" ebenfalls am Grund (des Rheins) fixiert aber damit hören die Gemeinsamkeiten auch schon auf.

In ihrem Innenleben befindet sich ein rotierender Rotor, welcher vom stetig durch die Boje fließenden Wasser angetrieben wird. Dieser Rotor ist mit einem Generator verbunden, der elektrische Energie erzeugt. Strom aus dem Strom also.

Hergestellt und entwickelt wird das ganze von der österreichischen Firma Aqua Libre, welche bereits in der Donau schon einige Prototypen betreibt. Die neueste Modellnummer, Typ 3, liefert bei einer Strömungsgeschwindigkeit von 3,3 Metern pro Sekunde eine Nennleistung von 70 Kilowatt. Abhängig vom Standort bringt sie es auf bis zu 300 Megawattstunden Strom pro Jahr.

Um in der Region zu bleiben, mal folgende Zahlen. Für die Versorgung des Rheingau-Taunus-Kreises bräuchte man ca. 340 solcher Bojen um ein Drittel der Stromversorgung zu gewährleisten.
Welche Folgen das für das Ökosystem "Fließgewässer" hat bleibt abzuwarten. Spannend ist die Entwicklung aber allemal.


In diesem Sinne...


Fipronil wird zugelassen-Gefahr für die Bienen

Das umstrittene Pestizid Fipronil wurde erst im November letzten Jahres vom Bundesamt für Verbraucherschutz abgelehnt. Grund dafür waren Bedenken in Sachen Umweltverträglichkeit. Jetzt hat man sich aber dennoch für eine Notfallzulassung entschieden. In der EU ist Fipronil allerdings verboten.

Diese gilt für 120 Tage und kommt dann zum Einsatz, wenn Pflanzen nicht mit anderen Mitteln vor Fressfeinden zu schützen sind. Quasi die Kavallerie unter den Pestiziden. Es ist schon eine dreiste Sache, dass man mit diesem Handeln bewusst das EU-Recht aushebelt. In allen anderen Belangen hat Deutschland nicht den Schneid und Arsch in der Hose Mumm.

Zum Einsatz kommt das Gift in dem Pflanzenschutzmittel "Goldor Bait", und dient der Bekämpfung des Drahtwurms in Kartoffeln.

Viele große, kartoffelverarbeitende Konzerne, bspw. Nestlé, Nordsee oder Agarfrost, lehnen dieses Mittel von Grund auf ab und sprechen sich gegen eine Behandlung mit "Goldor Bait" aus.

Im vergangenen Jahr wurden 100 Tonnen "Goldor Bait" zugelassen. Damit hätte man fünf Prozent der Kartoffelflächen behandeln können. Nun ist es aber so, dass man zur Bekämpfung des Drahtwurms kein Gift benötigen würde, wenn man sich für eine durchdachte Bodenbearbeitung mit wechselnder Fruchtfolge entscheidet.

Es bleibt also abzuwarten wie die EU auf diese Aktion reagiert (wenn sie überhaupt reagiert) und wie Fipronil zum Einsatz kommen wird.


In diesem Sinne...

Artenschwund beim Monarchen

Gestern habe ich von der sinkenden Artenvielfalt im Nord- und Mitteldeutschen Kulturraum berichtet. Heute ereilt mich eine weitere Meldung mit dem Thema Artenschwund. Diesmal trifft des den Monarchen. Der Monarchfalter, orange mit weiß und schwarzer Färbung, ist ein nordamerikanischer Schmetterling. Seine Lebensweise machte ihn weltbekannt, er ist nämlich ein wahrer Herumtreiber. Jedes Jahr unternimmt er eine unglaubliche Reise von mehreren tausend Kilometern. Um zu überwintern nimmt er jedes Jahr einen Flug von bis zu 4500 Kilometern mit dem Ziel Mexico auf sich. Für diese Strecke braucht er ca. zwei Monate und stellt somit einen tierischen Rekord auf. Kein anderes Insekt hat eine längere Reise zu seinem Winterquartier. In Mexico sind sie auf Kiefern angewiesen, an welchen sie in riesigen Gruppen überwintern.

Aber dieses Spektakel ist leider bedroht. Die Bestände des Monarchen nehmen leider rasant und stetig ab. Seit 1993, als die Überwachung der Population begann, kamen 2013 so wenige Schmetterlinge in ihren Winterquartieren an wie nie zuvor. Die Fläche, die sie dabei einnahmen, hat in nur einem Jahr um 43 % abgenommen.

Die Gründe dafür sind, welch ein Zufall, vom Mensch gemacht. Gerade in den US of A werden saumäßig sehr viele gentechnisch veränderte Pflanzen angebaut, welche resistent gegen Herbizide sind. Deshalb werden vermehrt Pflanzenschutzmittel versprüht, das wiederum  tötet die Hauptnahrung der Raupen, die Seidenpflanzen. Zusätzlich kommen extreme Wettersituationen hinzu, denen sich die Falter auf ihrer Reise gegenüber sehen. Das ist nicht nur für die adulten Tiere bedrohlich, Temperaturen über 35 Grad Celsius können auch für die Larven lebensbedrohlich sein. Obendrein nimmt ihr Überwinterungsgebiet in Mexico immer mehr ab. Grund dafür ist illegaler Holzeinschlag.

Aber auch kulturelle Folgen kommen mit dem Aussterben des Monarchen. In vielen Gegenden Mexicos wird die Rückkehr des Falters mit der Rückkehr der Seelen von Verstorbenen in Verbindung gebracht.

Das Handeln des Menschen zieht also auch die spirituelle Welt mit in den Abgrund.



In diesem Sinne...




Ist er schon da? Der Wolf in der Lausitz (Veranstaltungstipp)

Ich hatte es in den vergangenen Tagen schon ein paar mal auf Google+ erwähnt. Am 28. Februar 2014 bietet der Bund für Naturschutz und Umweltschutz Deutschland (BUND) und das Wolfbüro "Lupo" einen informativen Vortragsabend zum Thema "Wolf".
Es ist schon lange kein Geheimnis mehr, der Wolf ist schon längst zurück in Deutschland. Leider hat er auch nach Jahrhunderten immer noch mit Vorurteilen zu kämpfen. Das Umfeld und die Welt haben sich geändert, die Vorurteile des Menschen leider nicht.
Wir erwarten, dass sich der Wolf an sein neues Umfeld anpasst, der Mensch ist aber nur in den seltensten Fällen bereit das Gleiche zu tun.
Un genau aus dem Grund, Vorurteile abzubauen, Fragen zu beantworten und einfach nur zu informieren ist dieser Vortrag gedacht.
Der Eintritt ist (meines Wissens nach) frei und zeitiges Erscheinen sichert den Sitzplatz.

Aber nun zum Detail:

Wann?  28.Februar 2014 von 20:00 Uhr - 22:00 Uhr
Wo? Schloss Klippenstein in Radeberg
Info: http://www.schloss-klippenstein.de/veranstaltung/isser-schon-angekommender-wolf-im-dresdner-umland.html

Ich bin an dem Abend auch vor Ort und vielleicht verschlägt es einen von euch auch in die Gegend. Gerade für meine Kreislinge aus Dresden ist es ja nur ein Sprung. Ich würde mich freuen.
In diesem Sinne...

Artenvielfalt in Nord- und Mitteldeutschland rückläufig

Durch die Intensivierung der Landwirtschaft in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten hat die Artenvielfalt in den Kulturlandschaften Nord- und Mitteldeutschlands mit hohen Verlusten zu kämpfen. Zu diesem Ergebnis kamen Wissenschaftler der Universität Göttingen in Kooperation mit dem Senckenberg Museum für Naturkunde in Görlitz.

Ausgehend von Daten aus rund 1000 Untersuchungsflächen, darunter Äcker, Grünland und Fließgewässer, wiederholten die Forscher Vegetationsaufnahmen aus den 1950er und 1960er Jahren, um den Wandel zu analysieren zu können.


Dabei stellten sie fest, dass die Fläche  artenreichen Grünlandes auf frischen bis feuchten Böden in den vergangenen 50 Jahren um ca. 85 % abgenommen hat. Heute sind artenarme, überdüngte Grünländer prägend. Ackerwildkräuter, die vor rund fünfzig Jahren noch ganze Flächen bedeckt haben, kommen heute nur noch auf rund 5 % der Flächen vor. Der Grund dafür sind Pestizide und Überdüngung. Um satte 30 % ging die Artenanzahl im Grünland zurück, im Ackerland  71 % und in Fließgewässern um 19 %.

Konkret bedeutet das, dass es vor fünfzig Jahren Arten wie Wiesen-Schaumkraut und die Kuckucks-Lichtnelke auf fast jeder Wiese vorkamen, heute sind nur noch Restbestände von 5 %  vorhanden. Vielerorts sind sie sogar ausgestorben.

Auch im Ackerland sind die Verluste enorm. Teilweise liegen sie zwischen 95 und 99 %. Besonders betroffen ist der Acker-Rittersporn, die Knollen-Platterbse und das Sommer-Adonisröschen. Diese früher weit verbreiteten Arten sind heute mit einem Jubelschrei zu begrüßen, sollte man sie antreffen.

Aber diese Entwicklung bleibt nicht auf die Flora beschränkt. In einem Ökosystem, wo nahezu alles mit allem verknüpft ist, haben auch die Vögel (Feldlerche, Rotmilan) mit den Folgen zu kämpfen.

Wie dem auch sei, sollte nicht bald ein Umdenken erfolgen, blicken wir alle in eine düstere Zukunft. Dann hilft uns auch die neueste Technik nichts.


In diesem Sinne...


Ein wahrer Schatz für den Naturschutz

Vor ein paar Tagen hat das Bundesamt für Naturschutz seine neueste Veröffentlichung präsentiert. Den Verbreitungsatlas für Farn- und Blütenpflanzen. Zum ersten mal wird die Verbreitung von diversen Pflanzenarten für ganz Deutschland zusammengefasst dargestellt. Dieser Atlas basiert auf ca. 30 Millionen Einzeldaten und kommt mit ganzen 3000 (!) Verbreitungskarten daher. Somit ist nun ein Datenschatz verfügbar, der umfassenden Einblick über den Wandel und Zustand der Natur liefert.


Quelle: buchweltshop.de




Obendrein zeigt der Atlas die Verbreitung von rund 3900 Farn- und Blütenpflanzen in Deutschland. Sowohl Einheimische als auch Neueinwanderer werden behandelt und abgebildet. Neben dem Druckwerk ist auch die so entstandene Datenbank von wichtiger Bedeutung. Aus 30 Millionen Datensätzen wurde eine Datenbank aller Fundorte aufgebaut und bietet nun ausreichend Informationen für zahlreiche Auswertungen.

Die neu gewonnenen Daten zeigen aber auch, welch hohe Artenvielfalt viele bislang nicht im Fokus stehende Gebiete Deutschland noch aufweisen, bspw. das untere Elbtal, das Thüringer Becken oder der nördliche Oberrheingraben.

Mein Exemplar ist bereits auf den Weg und ich freue mich darauf diesen wahren Schatz bald in Händen halten zu können. Hat sich doch die Arbeit in den letzten Jahren endlich gelohnt.

Bezugshinweise:

Dieser Titel ist meines Wissens nicht im Buchhandel erhältlich. Interessierte werden aber hier fündig.

Titel: Verbreitungsatlas der Farn-und Blütenpflanzen

Herausgeber: Netzwerk Phytodiversität Deutschland (NetPhyD) & Bundesamt für Naturschutz (BfN)
Verlag: Landwirtschaftsverlag
ISBN: 978-3-7843-5319-7
Format: 24 x 30 cm, Hardcover, 912 Seiten.
Preis: 69,95 €

weitere Informationen hier (Hintergrundinfos) und hier (Fotomaterial).

Im Schatten der Ringe Teil II

Der Umweltverband NABU hat die mangelhafte Umsetzung der Umweltstandards durch das Internationale Olympische Komitee bemängelt. Bereits vor 8 Jahren, 2006, hat sich das IOC dazu verpflichtet, bei der Auswahl eines neuen Austragungsortes auch Umwelt- und Naturschutzaspekte zu berücksichtigen. Damals hatten die Russen und das IOC noch hoch und heilig versprochen, Sotschi solle eine "grüne" Olympiade" werden, doch daraus wurde nichts. Alleine die Infrastruktur hat enormen Schaden angerichtet. Das IOC hat diese Schäden zwar erkannt und Umweltstandards festgelegt, die Umsetzung aber kaum überprüft.
Die Russen sind nun in der Pflicht diese Schäden zu kompensieren bzw. neue zu vermeiden.




Auf die Warnungen aus dem Jahre 2007, solche eine gigantische Veranstaltung im Raum Sotschi würde erhebliche ökologische Nachteile mit sich bringen, schlug man abwinkend aus. Der Kaukasus, besonders der Westen, ist ein wahres Ballungszentrum in Sachen Artenvielfalt und Lebensraum bedrohter Arten, bspw. das Bergwisent.



Einer der größten Kritikpunkte sind die Mülldeponien, die teilweise in unmittelbarer Nähe zum Nationalpark errichtet wurden. Von dem aufwendigen und wirklich sehr guten Abfallvermeidungs- und Entsorgungskonzept ist bis auf die Pläne nichts zu sehen. Ebenfalls in der Kritik stehen die riesigen Baukomplexe. Seit 2008 wurden Sportkomplexe an der Küste und im 40 Kilometer entfernten Krasnaja Poljana/Esto Sadok an der Grenze zum Weltnaturerbe Westkaukasus aus dem Boden gestampft. Die Straßen- und Schienenwege, welche die beiden Wettkampforte verbidnet, verläuft genau durch das Tal des des Flusses Mzymta, welcher Trinkwasserlieferant für die Bewohner Sotschis ist und direkt ins Schwarze Meer mündet. Die Folgen des Straßenbaus, wie Abholzung von Wäldern, Verschmutzung der Flüsse etc. hat wieder einmal ganz alleine die Natur zu tragen. Und wofür? Für 14 tage Ruhm des Menschen. 

Pfui teufel.


In diesem Sinne...



Im Schatten der Ringe


Die Olympischen Winterspiele 2014 haben noch nicht einmal begonnen, da steht auch schon der erste (und wohl größte Verlierer) fest. Die Natur. In einem Video des ZDF wird über diese Thematik berichtet.



In diesem Sinne...

BioRes Südschwarzwald startet (vielleicht) 2015

Im vergangenen Jahr habe ich ein paar Beiträge zu dem geplanten Nationalpark im Südschwarzwald geschrieben. Jetzt steht entsteht, ebenfalls im Südschwarzwald, ein neues Naturschutz-Großprojekt.


Als weiteres großes Naturschutzprojekt soll ein neues Biosphärenreservat entstehen. Anders als in einem Naturschutzgebiet, sind in einem BioRes die Regeln nicht ganz so streng. Es ist vielmehr eine Art Modell der UNESCO, in der Mensch und Natur zusammenleben (lernen) sollen. Fünfzehn dieser "Reservate" oder "Regionen" gibt es in Deutschland. Weltweit immerhin 600.
Ihr Sinn ist die nachhaltige Entwicklung, d.h. nachhaltige und naturverträgliche Wirtschaftsweisen sind nach wie vor gestattet.

Aber bis zum endgültigen Startschuss dauert es noch etwas. Die rund 30 beteiligten Gemeinden rund um Freiburg wollen bis zur Kommunalwahl im Mai darüber nachsinnen. Anschließend beginnt die Phase der Anhörung, in der jeder seine Bedenken zum Besten geben oder sich anderweitig dazu äußern kann. Erst danach kann die entsprechende Verordnung rausgehen. Und erst dann kann die Anerkennung durch die UNESCO beantragt werden.

Aber um welches Gebiet dreht sich das Ganze? Das geplante BioRes ist ca. 80000 Hektar groß und umfasst das Gebiet Feldberg-Belchen-Oberes Wiesental mit Gemeinden wie Todtnau, Schönau oder Todtmoos.

Als besonders schützenswert gelten die offenen Weidefelder, durch traditionelle Beweidung offen gehaltene, gemeinschaftlich genutzte Weiden. Diese sogenannten Borstgrasrasen und Flügelginsterweiden sind einzigartige Lebensräume für Tiere und Pflanzen.

Aus heutiger Sicht gibt es noch keine oder sehr wenige Proteste gegen das Vorhaben. Wollen wir hoffen, dass es auch so bleibt.



In diesem Sinne...

Schutz für das Great Barrier Reef

Es ist eine Schande. Das weltberühmte Great Barrier Reef in Australien läuft Gefahr seinen Status als Weltnaturerbe zu verlieren. Trotz Vorwarnung des UNESCO-Weltnaturerbe-Komitees sind die Umweltschutzmaßnahmen der australischen Behörden unzureichend. Große Teile der Korallenriffe, und damit bedeutende Lebensräume sind in alarmierend schlechtem Zustand. Das könnte fatale Folgen für die Tier- und Pflanzenwelt haben. Denn Riffbewohner wie Haie, Rochen und Meeresschildkröten haben sich perfekt an diesen Lebensraum angepasst und würden dessen Wegfall nicht verkraften.

Ein aktueller Report des WWF und der Australian Marine Conservation Society, präsentiert die Verfehlungen und mangelnde Fortschritte bei dem Schutz des größten Korallenriffs auf der Erde.

Demzufolge wurde keine der sieben UNESCO-Empfehlungen erfüllt oder mit erkennbarem Fortschritt umgesetzt. Die größten Defizite gibt es bei Hafenausbau und Schifffahrt. Heute läuft die Frist, in der Australien ein verbessertes Umweltmanagement für das Riff nachweisen soll aus.

Hauptsächlich bedroht wir das Riff durch den Klimawandel aber auch die Verschlechterung der Wasserqualität  (durch Giftstoffe aus Landwirtschaft) spielt hier mit rein.


Ich finde es eine riesen Sauerei, dass dem "modernen" Menschen solche Probleme egal sind. Echt eine Sauerei.


In diesem Sinne...

Moore brauchen mehr Schutz

©Thomas Engst
Heute, am 2. Februar, ist der Internationale Tage der Feuchtgebiete. Anlässlich dazu fordert der NABU die Politik dazu auf, mehr Anstrengungen für den Schutz der Moorlandschaften zu unternehmen. Auch im Jahr 2014 befindet sich die Torfnutzung auf konstant hohem Niveau, damit schreitet die Zerstörung dieser einzigartigen Ökosysteme weiter voran und viele Moore sind in alarmierend schlechtem Zustand.

NABU-Präsident Olaf Tschimpke äußerte sich zu der Thematik folgendermaßen: "Angesichts der hohen Relevanz für den Natur- und Klimaschutz ist es schwer begreiflich, wie wenig bisher für diese wertvollen Ökosysteme getan wurde. Die Bilanz der Bundesregierung zur Umsetzung der nationalen Strategie zur Biologischen Vielfalt für unsere Moorlandschaften fällt bisher dürftig aus."

Ein erster Schritt die Situation zu verbessern wären ökonomische Anreize für betroffene Landwirte, um die Nutzung von Moorböden anzupassen oder einzustellen. Besonders in den Schutzgebieten müssten spezielle Programme einen Ausgleich schaffen. Weiterhin fehlt bis heute eine klar erkennbare Strategie den Einsatz von Torfersatzstoffen zu erhöhen.


©Thomas Engst


Dabei trägt ein umfassender Moorschutz in entscheidendem  Maße dazu bei, die großen Herausforderungen zum Erhalt der Artenvielfalt und die Probleme des Klimawandels in den Griff zu bekommen. Moore sind nicht nur wichtiger Lebensraum vieler Tier- und Pflanzenarten, sie sind auch sehr gute Kohlenstoffspeicher. Allerdings verhindert die aktuelle Nutzung den Effekt. Alleine aus den entwässerten Mooren in Deutschland entweichen jährlich ca. 45 Millionen Tonnen CO2.



In diesem Sinne...

Fledermäuse auf dem Vormarsch


Quelle: www.vetton.ru
Fledermäuse sind wieder deutlich häufiger in Europa anzutreffen als noch vor ein paar Jahren. Ihr bestand hat sich von 1993 bis 2011 in neun europäischen Staaten um ehr als 40 % erholt, laut der Europäischen Umweltagentur.

Im Rahmen einer Untersuchung wurden an rund 6000 Orten 16 von 45 Fledermausarten beim Überwintern beobachtet. Insgesamt scheint es so, dass diese Arten um 43 % zugenommen haben.

Zum ersten Mal in der Fledermausforschung wurden zu diesem Zweck Daten aus Deutschland, Lettland, Ungarn, den Niederlanden, Österreich, Portugal, Slowenien, der Slowakei und dem Empire zusammengeführt.

Zu sehen, dass sich die Fledermauspopulation nach den sehr deutlichen Rückgängen in den letzten Jahren erholt hat, finde ich großartig. In meinem näheren Umfeld wird immer mehr, bspw. bei Dachsanierungen, auf die Fledermaus geachtet. Eine größere Rolle in der hemeroben Gesellschaft hat sie auf jeden Fall verdient.



In diesem Sinne...





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