Naturgebloggt

Naturschutz - weil's wichtig ist.

No Wahling, jetzt auch in Japan.

Quelle: bitte klicken
Im Laufe des Jahres 2010 hatten sich Australien und Neuseeland eine gemeinsame Klageschrift gegen das Japans Walfang-Programm eingereicht. Ziel war es ein Verbot dieser umstrittenen Praxis zu erwirken.
Nachgewiesene Maßen macht Japan nicht alleine aus wissenschaftlichen Gründen Jagd auf die Meereslebewesen. 

Zu dieser Meinung ist nun auch der Internationale Gerichtshof in Den Haag gelangt und verbietet Japan die Jagd. Als Folge dessen, muss Tokyo sämtliche Lizenzen und Genehmigungen einziehen. Außerdem dürfen keine neuen Genehmigungen erstellt werden.

Die kommerzielle Waljagd ist seit 1986 verboten aber bisher hat Japan sich eines Schlupfloches bedient, welches die Jagd auf Großwale im Sinne der Wissenschaft erlaubt. 
Seit 2005 sind rund 3600 Zwergwale im Rahmen des japanischen "Forschungsprogramms" getötet wurden. In Anbetracht dessen was die japanische Forschung als Output geliefert hatte wird deutlich, dass es sich hierbei nur um eine Tarnung für wirtschaftliche Beweggründe handelte. Der wissenschaftliche Beitrag umfasste lediglich zwei Studien in anerkannten Fachzeitschriften.

Ebenfalls machte die japanische Regierung keine Anstalten die Ökologie und die Population der Wale zu untersuchen. Um dem Ganzen noch die Krone aufzusetzen, macht die japanische Regierung keinen Hehl daraus, dass Walfleisch als Delikatesse gilt und mitunter in beachtlichen Mengen verzehrt wird.

In die Riege der "Lumpen" reihen sich Norwegen uns Island ein. Beide Länder bekennen sich zur Jagd auf die Meeressäuger. Sie betreiben ungeachtet des Verbotes kommerziellen Walfang. Als Grund geben sie die langjährige Tradition an. Nun ja, was das mit den Traditionen anrichten kann sehen wir anhand des Elfenbeins.

Ich hoffe dieser Schritt aus Den Haag bringt das gewünschte Ergebnis. Natürlich wird es wieder eine Belebung des Schwarzmarktes nach sich ziehen und die "Ware" interessanter machen aber auf jeden Fall sieht Japans sich nun Beobachtern gegenüber und muss ich auf die Finger schauen lassen.


In diesem Sinne...




Abendspaziergang

Weil sich der anfangs neblige Tag doch noch mit Sonnenschein verabschiedet hat, zog es mich wieder in die Natur und so kam ein kleiner Spaziergang dabei heraus. Wie immer hatte ich für den Fall der Fälle meine Kamera mit dabei und so fanden auch ein paar Bilder den Weg auf die Speicherkarte.

Eine kleine Auswahl zeige ich euch mit diesem Beitrag.

German Open in Magdeburg

Heute mal ein Beitrag ganz anderer Natur. Etwas Freizeit muss ja immerhin auch einmal sein und so schaute ich mir heute zusammen mit zwei ganz besonderen Menschen die German Open 2014 im Tischtennis in Magdeburg an. Gespielt wurde vom 26. -30. März 2014 und (fast) die gesamte Weltelite war vertreten.

War ich in vergangenen Tagen selbst mal ein aktiver Spieler, so bin ich heute noch ein passionierter Fan.
Punkt um neun Uhr war Einlass und das Turnier nahm seinen Lauf.

Austragungsort war die GETEC-Arena, früher Bördeland-Halle, in der Landeshauptstadt Magdeburg.


©Naturgeblogt 2014



 Ein Vorteil bei einer Randsportart ist es, dass man kurz vor Beginn in aller Seelenruhe auf den Parkplatz fahren kann und immer noch einen freien Stellplatz bekommt. So auch an diesem Samstag.


©Naturgeblogt 2014

Eine Stunde nach Einlass, also 10 Uhr, begannen dann die ersten Wettkämpfe. Man selber hat ja früher "schier unglaubliche" Leistungen in diesem Sport verbracht  *husthust* aber was die Profis an Skill an den Tag legen lässt einem die Kinnlade herunterklappen.

Längst von mir im Aus geglaubte Bälle wurden mit einer Leichtigkeit pariert, die ich einfach nur bewundern kann.

©Naturgeblogt 2014


©Naturgeblogt 2014


Leider hat Tischtennis hier un unseren Breiten nicht den Stellenwert den es verdient hätte.
Wer sich einen Eindruck der German Open verschaffen möchte, der kann sich hier ein paar Videos anschauen. Viel Spaß.


In diesem Sinne...



Mit dem Frühling kommen auch die Plagegeister

Als ich heute morgen wieder einmal in Feld und Flur unterwegs war, bemerkte ich einen blinden Passagier auf meinem Unterarm. Eine Zecke.

Deshalb der Hinweis an euch alle: Es geht wieder los. Durch den extrem milden Winter und den recht frühlingshaften Temperaturen sind die Zecken dieses Jahr recht zeitig unterwegs.
Von Zecken werden ca. 50 Krankheitserreger übertragen. Nicht alle davon sind harmlos.

Die größte "Chance" eine Zecke aufzusammeln hat man im hohen Gras aber auch in Wäldern und auf Haustieren sitzt sie mitunter und wartet auf ihre Chance sich einen Wirt zu suchen. Nachdem sie sich bei ihrem Wirt festgebissen hat, ernährt sie sich mehrere Tage lang von dessen Blut und schwillt dabei auf das 30-fache ihrer eigentlichen Körpergröße an und fällt dann irgendwann satt und zufrieden ab.

Die bekanntesten und gefährlichsten Krankheiten, die Zecken übertragen, sind die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) sowie die Lyme-Borreliose.

Es genügen bereits Temperaturen von 8 Grad Celsius um diese Spinnentiere wieder aktiv werden zu lassen. Nach einem Winter haben sie verständlicherweise ordentlich Kohldampf und sind etwas "kühner" als in späteren Jahreszeiten.

Viele Menschen unterschätzen die Gefahr durch Zecken. FSME bspw. komm mit grippeähnlichen Symptomen daher und kann bis zur Hirnhautentzündung führen.

Im Jahr 2013 wurden dem Robert-Koch-Institut 420 Infektionen gemeldet, 2012 waren es 194 und 2011 424 Fälle. In Deutschland sind die Bundesländer Bayer, Baden-Württemberg, Hessen, Thüringen, Rheinland-Pfalz und das Saarland.

Wer sich über zecken informieren möchte, der findet hier die passende Seite dazu.

Aber wer jetzt verschreck in den eigenen vier Wänden bleibt, dem sei gesagt, nicht jede Zecke ist ein Überträger von Krankheiten. In Deutschland wird ihre Zahl auf vier bis zehn Prozent geschätzt.

Wie dem auch sei, schaut mal in euren Impfausweis.


In diesem Sinne...


Erneuter Besuch im Auwald

Vor gerade mal fünf Tagen habe ich euch an dieser Stelle von meinem "Morgenspaziergang" im Bernburger Auwald erzählt.

War damals noch nicht viel vom Frühling zu sehen, sieht es doch heute schon ganz anders aus. Meine damalige Prognose lautete ungefähr " in sieben Tagen sieht es schon ganz anders aus" und sie hat sich bewahrheitet.

Die folgenden Bilder zeigen den aktuellen Stand der Dinge in diesem wunderschönen Lebensraum.


 
 
 


So schnell wie diese Blütenpracht erscheint, genauso schnell ist sie auch wieder verschwunden. Wenn ihr also die Gelegenheit habt, so schaut es euch einmal an. Bleibt aber bitte auf den Wegen ;)


In diesem Sinne...

Neuer Urwald in Deutschland

Quelle:http://hohe-schrecke.net/
Auf dem Thüringer Höhenzug "Hohe Schrecke" sollen Artenschutz, Erholung und Forstwirtschaft künftig gleichermaßen ihren Platz finden. Die Bundesrepublik und das Land Thüringen fördern dieses Naturschutzgroßprojekt mit rund 11 Millionen Euro (Bund: 9,1 Mio. / Land: 1,8 Mio.). Dazu kommen nochmals 1,2 Mio. Euro von der Naturstiftung David, welche als Projektträger fungiert.

Das Projekt "Hohe Schrecke" hat für den Naturschutz  in Deutschland eine immense Bedeutung. Auf insgesamt 1700 Hektar sollen wieder Urwald entstehen. Auf weiteren 4000 Hektar soll naturnahe Forst- und Landwirtschaft betrieben werden.

Ich für meinen Teil hätte es gerne gesehen, wenn die Flächengrößen getauscht würden aber ich bin auch sehr froh darüber, dass die "Hohe Schrecke" jetzt endlich in die Pötte kommt.


In diesem Sinne...


Gefährdung der Arten in Sachsen-Anhalt weiterhin steigend

In Sachsen-Anhalt steigt die Anzahl an gefährdeten Tier- und Pflanzenarten weiterhin. Ebenfalls haben sich die Lebensräume von zahlreichen Artengemeinschaften deutlich verschlechtert.

Man hat zwar mit Wolf und Luchs erste Erfolge im Wiederansiedeln erreichen können, aber dennoch sind sehr viele Arten vom Aussterben bedroht. Von den 70 einheimischen Säugetierarten stehen mehr als 40 Arten auf der Roten Liste, bspw. Fischotter, Wildkatze und diverse Fledermausarten.

Immer weniger Artengemeinschaften sind in einem unbedenklichen Zustand. Konkret ist die Zahl von Artengemeinschaften in einem abgrenzbaren Lebensraum von 18 (2007) 9 (2013) gesunken.  Die Zahl gefährdeter Gemeinschaften stieg hingegen von 15 auf 28. Die Anzahl an hochgradig gefährdeten Gemeinschaften blieb mit 13 jedoch konstant.

Der Grund für diese Situation ist die unzureichende Ausweisung von Schutzgebieten. Sachsen-Anhalt verfehlt damit sein selbstgestecktes Ziel, bis 2013 zehn Prozent der Landesfläche als Schutzgebiete auszuweisen komplett. Momentan dümpelt man bei etwa 3 Prozent herum. Somit wird auch nichts aus dem Ziel den Artenschwund bis 2020 zu stoppen und das 2010er-Ziel kann auch zehn Jahre später nicht erfüllt werden. Klasse Leistung Mensch!
Wer sich ein Bild über die bisherigen Schutzgebiete in Sachsen-Anhalt machen möchte, der kann diese Karte hier zu Rate ziehen.

Obwohl Deutschland mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Strafverfahren der EZ wegen Vertragsverletzung droht, ist man in LSA noch vollkommen planlos, wie die Gebiete unter Schutz gestellt werden sollen.


In diesem Sinne...

Gigantischer Schlachthof geplant

Seit Anfang letzter Woche ist es unruhig in der kleinen Stadt Bernburg an der Saale. Es wurde nämlich bekannt, dass die italienische Firma Bresaole Pini Pläne für einen gigantischen Fleischzerlegungsbetrieb schmiedet. Um hier keine Unklarheiten aufkommen zu lassen, damit ist schlicht ein Schlachthof gemeint. Die dafür vorgesehene Fläche beträgt 10 bis 12 Hektar und befindet sich mitten im hiesigen Gewerbegebiet. Die Anbindung an die BAB 14 ist als optimal und ist auch dringend notwendig.
Die Investitions- und Marketinggesellschaft  (IMG) Sachsen-Anhalt hatte im Jahr 2013 mehrere Gespräche mit dem Investor, in denen diverse Standorte erörtert und vorgeschlagen wurden. Der Stadtrat Bernburg fasste mit großer Mehrheit den Entschluss dem Investor diese Fläche zur Verfügung zu stellen. Immerhin möchte dieser rund 25 Millionen Euro in den Standort investieren. Für ein so finanzschwaches und vom Bevölkerungsschwund gebeuteltes Land wie Sachsen-Anhalt ein gefundenes Fressen.


Quelle: Change.org


Aber der eigentliche Grund für den Aufschrei ist ein ganz anderer. In diesem Akkord-Schlachthof sollen pro Stunde 1000 Tiere geschlachtet werden. Man muss sich diese Zahl mal auf der Zunge zergehen lassen. Das sind in 24 Stunden 24000 Tiere. In zehn Tagen knapp eine viertel Million.
Aber wo kommen so viele Schweine her? Das ist ganz leicht zu beantworten. Dieser "Fleischzerlegungshof"  soll ein Drehkreuz für Fleischtransporte aus ganz Deutschland und Osteuropa werden.  Aber noch ist nicht alles in trockenen Tüchern. Es gibt noch viele Umweltfragen die geklärt werden müssen. Was ist mit dem Tierschutz? Was ist mit den Emissionen? Wie entsorgt man das Abwasser?
Aktuell sammelt man die Unterlagen um das Genehmigungsverfahren einleiten zu können. Der Prozess steht also noch ganz am Anfang und wird noch eine ganze Weile andauern. Ich bin gespannt was sich da noch alles so tut.
Ich verlinke euch mal eine Gegenpetition zum Thema. Ich würde mich freuen, wenn ihr alle ein Zeichen gegen so einen Schlachthof setzen würdet.

Petition: Lehnen Sie den Akkord-Schlachthof in Bernburg ab


In diesem Sinne...

Die Brutsaison geht los

 
Wie überall im Lande beginnt auch im Raum bzw. Stadtgebiet Chemnitz die Brutsaison der Avifauna (Vögel). Besonders anspruchsvoll sind Wasservögel, wie Stockenten, Blesshühner oder Haubentaucher, denn ihr Brutrevier ist das Vorhandensein von Wasser gebunden.

Meist nisten sie im Uferbestand, sofern es welchen gibt. Verborgen von Schilf und Röhricht finden sie ein ruhiges Plätzchen und können ungestört ihr Werk vollbringen. So auch an den Ufern des Chemnitzer Schlossteiches. Seit Jahren hat sich hier eine üppige Ufervegetation entwickelt und bietet auch in diesem Jahr Zuflucht vor dem Hektischen Menschen. In Chemnitz hat man darauf reagiert und die sensiblen Bereiche des beliebten Gewässers durch Bojen vom restlichen Teil getrennt.







Da bei anhaltendem schönen Wetter wieder die Ruderboote und Wassertreter in See stechen wird sich auch der Stressfaktor für die Tiere erhöhen. Mit dieser Maßnahme hofft man, dieser Entwicklung etwas entgegen wirken zu können.

Wenn ihr auf einem Gewässer in eurer Nähe so etwas sehen solltet, denkt bitte an diesen Beitrag und nehmt bitte Rücksicht.

Vielen Dank.



In diesem Sinne...
 

Satire

Hin und wieder lese ich die Zeitschrift Eulenspiegel. Wer das nicht kennt, dem sei gesagt, dass es sich dabei um ein Satiremagazin handelt. Nicht so "scharf" wie die Titanic aber immerhin unterhaltsam.

Im aktuellen Heft bin ich auf folgende Grafik gestoßen, die ich euch nicht vorenthalten möchte.

Quelle: Eulenspiegel 4/14



In diesem Sinne...

Natur im Frühling

Bei meinem heutigen Morgenspaziergang kam ich nicht umhin festzustellen, dass die Knospen schon ziemlich weit sind. Zugegeben, in Chemnitz hinkt die Natur aufgrund geographischer Gegebenheiten etwas hinterher. Zum Vergleich, im Raum Leipzig beginnt der Frühling schon 14 Tage eher.

Da ich immer mal wieder zwischen Sachsen-Anhalt und Chemnitz pendele komme ich jedes Jahr auf Neue in den Genuss zwei mal den Frühling zu erleben.

Ich habe hier mal ein paar Bilder für euch von ein paar charakteristischen Knospen.  Wisst ihr um welchen Baum oder Strauch es sich dabei handelt?


 

 

 

 

 
 

Das sollte doch eigentlich machbar sein oder? Schreibt es mir doch einfach  in die Kommentare.


In diesem Sinne...



P.S.: Hier mal die Lösung:

Bergahorn (Acer pseudoplatanus)
Rote Heckenkirsche (Lonicera xylosteum)
(Irgendeine) Weide (Salix spec.)
Gemeine Esche (Fraxinus excelsior)
Gemeine Schlehe (Prunus spinosa)
Spitzahorn (Acer platanoides)

 
 
 
 


Morgenstund hat Gold im Mund...

Zu meinen Tätigkeiten gehört auch eine regelmäßige "Kontrolle" eines Waldgebietes. Konkret schaue ich dabei nach den Nistkästen für unsere gefiederten Freunde  und  achte darauf, dass einer Nutzung nichts im Wege steht.
Gerade jetzt zu Beginn der Brutzeit sollte es mit der Behausung keine Probleme geben. Man hat als Vogel schließlich etwas anderes im Kopf.




Diese Aufgabe führt mich schon recht zeitig in die Natur und meist spaziere ich daher alleine und in aller Ruhe durch den Wald. Es ist jedes Mal aufs Neue eine wundervolle Erfahrung und ein Erlebnis. Man kann nie sagen, dass man zweimal das Gleiche hört oder sieht. Jeder Morgen ist einzigartig.




In diesen besinnlichen Stunden bin ich für diesen Beruf dankbar und denke mitunter an die gestressten Autofahrer, U-Bahn-Nutzer und alle die im frühmorgendlichen Pendelverkehr stecken und schon wieder Nerven lassen, bevor der Tag begonnen hat.

Ich kenne dies noch aus früheren Tagen und vermisse es kein bisschen. Wenn ihr könnt und die Möglichkeit habt, stellt, setzt oder legt euch auch einmal frühmorgens in den Wad und lauscht dem Erwachen der Natur. Ich garantiere euch, es ist eine Erfahrung der besonderen Art.


In diesem Sinne...

Webtipp

Für all jene die sich mal einen Überblick über unsere Schutzgebiete in Deutschland machen wollen oder einfach mal schauen möchten, was denn vor der eigenen Haustür so los ist, hat das BfN (Bundesministerium für Naturschutz) eine interaktive Karte zur Verfügung gestellt mit der sich so ziemlich jedes (Natur-)Schutzgebiet anzeigen lässt.

Ich gebe zu, diese Karte ist nicht neu aber da ich gerade beruflich viel mit ihr arbeite, möchte ich sie euch nicht vorenthalten.

Also, hier ist der Link.


In diesem Sinne

Ein Abendspaziergang

Um den schönen Tag gebührend ausklingen zu lassen, machte ich noch einen Kontrollgang durch die Oranienbaumer Heide. Wie ihr merkt, steht auch dieser Sommer ganz im Zeichen dieses Naturschutzprojektes.

Mittels ein paar Bilder möchte ich euch auf diesen kleinen Gang mitnehmen. Bisher hatte ich euch nur Bilder gezeigt, die die Oheide am Tag oder in den frühen Morgenstunden zeigen. Am Abend jedoch, wenn die Welt herum langsam zur Ruhe kommt, versprüht sie auch ihre ganz eigene Magie.



Die Ruhe ist wirklich bezaubernd. Ab und an sieht man mal einen Jogger oder Gassigänger. Man kommt mit dem ein oder anderen Passanten ins Gespräch und kann bei der Gelegenheit gleich mal deren Fragen beantworten.



Natürlich nutzt man auch die Zeit um Bilder zu machen. So ein Projekt, was auch in den regionalen Öffentlichkeit steht, braucht immer Bilder und so kann ich auch gleich bei an einem neuen Film arbeiten.




Wenn sich Helios dann langsam zur Ruhe bettet  und auf die andere Seite der Erde schaut, macht sich Luna bereit für ihren Auftritt. Die Oranienbaumer Heide ist einer der wenigen Flecke in Deutschland, an denen es nachts wirklich dunkel ist. Bei klarem Himmel sieht man nicht nur die Milchstraße.
 



Wenn sich der Trubel des Tages gelegt hat, genieße ich es immer mal etwas auszuspannen und die Ruhe zu genießen. Ab und an summt eine Mücke vorbei oder aus der ferne ertönt der Ruf eines Heckrindes. Gibt es etwas schöneres?


In diesem Sinne...


Die (scheinbare) Auswahl an Produkten

In meinem Google + - Stream habe ich heute folgendes Bild gefunden. Der ein oder andere von euch wird es sicherlich ebenfalls gefunden/gesehen haben.




Diese Grafik zeigt auf deutliche Art und Weise, wie der Markt der Konsummittel unter wenigen Konzernen aufgeteilt ist.  Die Vielzahl und Vielfalt an Lebensmittel und allerhand anderen Kram geht auf  ca. ein Dutzend Firmen zurück.

Das so etwas auf Dauer nicht gutgehen kann ist, denke ich, jedem klar. Mal sehen wo die Reise hingeht.


In diesem Sinne...


Stippvisite in der Aue

Eine der schönsten Tätigkeiten in meinem Beruf sind Vegetationsaufnahmen in einem Auwald. Zum einen ist es noch recht früh im Jahr und man hat den ganzen Sommer noch vor sich, zum anderen ist es das erste Mal, in dem sich die Natur in ihrer bunten Blütenpracht zeigt. Alle Frühjahrsgeophyten  wie das Buschwindröschen (Anemone nemorosa) oder der Hohle Lerchensporn (Corydalis cava ) warten den ganzen Winter voller Ungeduld um sich jetzt endlich zu zeigen.

Um einen ersten Eindruck der diesjährigen Situation zu bekommen, führte mich mein heutiger Rundgang in ebensolchen Auwald. Ein Auwald gliedert sich im Allgemeinen in eine Hart- und Weichholzaue und ist ein Lebensraumtyp der FFH-Richtlinie (langsam sollte ich mal einen Zähler in den Blog einbauen).




Wir hier in Bernburg an der Saale haben das Glück, im Gegensatz zu Leipzig, einen echten Auwald vor der Haustür zu haben. Der Übergang ist nahezu fließend.




Wer die Stadt als Fußgänger in Richtung Süden verlässt, der kommt nicht an diesem kleinen Wahrzeichen unserer Stadt vorbei. Diese kleine Statue hat schon das ein oder andere Hochwasser überstanden und wird auch noch weitere aushalten müssen.






Entlang der Saale erstrecken sich dann die ersten Ausläufer und die befestigten Wege weichen zunehmend erdigen Pfaden. Besonders im Frühjahr oder nach einem richtigen Regen zeigt sich die Funktion eines Auwaldes. Viele der hier wachsenden Pflanzen sind auf die regelmäßige Überschwemmung angewiesen und brauchen den Flussschlamm mit seinen Nährstoffen. Praktisch das System "Nilhochwasser" in klein.




Ebenfalls markant sind die alten Bäume. Da es sich hier um einen Lebensraumtyp handelt, genießt er einen gewissen Schutz und die Gehölze haben etwas mehr Ruhe als in einem "normalen" Forst. Obwohl im Rahmen der Flut 2013 auch hier mächtig entholzt wurde. Wer errät denn um welchen Baum es sich auf dem oberen Foto handelt?




Wie ihr hier sehen könnt dominiert noch das Braun des Winters. Eigentlich wollte ich euch ein paar bunte Farben zeigen aber sie halten sich noch versteckt. Aber keine Bange, innerhalb weniger Wochen kann es hier schon ganz anders aussehen, wenn die Temperaturen mitspielen.








Wie dem auch sei, der Frühling steht in den Startlöchern und wird auch dieses Jahr kommen. Das hat er bisher noch immer getan.




In diesem Sinne...

 
 
 

Erneuter Besuch in der Oranienbaumer Heide

Ich kümmerte mich heute mal wieder um mein Lieblingsprojekt und schaute in der Oranienbaumer Heide vorbei. Da es so ein schönes Wetter war, habe ich einmal die Kamera gezückt und ein paar Bilder geschossen.

Um sieben Uhr morgens begann der Tag bei -2 Grad. Wie gewohnt zeigte sich die Oheide auch bei etwas frostigem Wetter von ihrer besten Seite.





 Aber schon eine gute Stunde später ließ die Sonne ihre Muskeln spielen und es wurde richtig schön warm und so hatte auch das Vitamin D etwas davon.




Natürlich gehört zu einem Tag in der Oranienbaumer Heide auch eine Visite bei den Weidetieren. In unserem Falle sind das Konik-Pferde und Heckrinder.

Diese normalerweise recht scheuen Tiere bekommt man am besten zu Gesicht, wenn man etwas Geduld oder Heu mitbringt.










So dauert es meist nicht lange und die ersten Tiere zeigen sich.
Das war mal wieder ein kleiner Einblick in meine Tätigkeit als Berufsnaturschützer. Ich hoffe ihr habt auch einen ähnlich schönen Tag und könnt ebenfalls die Sonnenstrahlen genießen.


In diesem Sinne...


Skandal in Grimma

Wie der BUND auf seiner Homepage mitteilte, hat sich der Oberbürgermeister der sächsischen Stadt Grimma ein richtig fettes Ding geleistet.

In der letzten Februarwoche hat das Stadtoberhaupt  1,5 Hektar Auwald fällen lassen. Er selber sagt dazu, dass es aus gutem Willen geschah um den Hochwasserschutz der Stadt zu verbessern. Der Fairness halber sei erwähnt, dass es Grimma wirklich schlimm erwischt hatte, im Sommer 2013.

Die fehlende Genehmigung für den Kahlschlag ist dabei nur das kleinste Problem. Die ehemalige Hartholzaue ist ein prioritärer Lebensraum der Fauna-Flora-Habitatrichtlinie und steht somit unter besonderem Schutz. Obendrein waren viele der alten Bäume Lebensraum für Vögel und gefährdete Fledermausarten.

Zwar hat der Bürgermeister eine Ausgleichspflanzung für die 1,5 Hektar große Fläche anweisen lassen aber es ist fraglich ob damit die Funktion genauso erfüllt wird. Obendrein dauert es mehrere Jahrzehnte bis sich dieser Wald entwickelt und den Schaden wieder gutmacht.

Ich finde es eine Sauerei, dass unter dem Deckmantel "Hochwasserschutz" so ein Schindluder getrieben wird. Es scheint ja heutzutage ein Trumpf zu sein. Egal welche Sünde man an der Natur verübt, "Hochwasserschutz" rechtfertigt alles.

Jahrelang hat man den Fluss, in dem Fall die Mulde, begradigt und eingeengt. Jahrelang hat man auf die Bedürfnisse der Natur gepfiffen und jetzt muss alles mit dem Brecheisen erreicht werden.

Ich bleibe bei der Sache am Ball und schaue was sich da noch ergibt.

Die ganze Meldung gibt es hier.

Wie seht ihr das eigentlich? Seid ihr vom Hochwasser 2013 betroffen gewesen und was ist eure Meinung zu solchen Maßnahmen? Lasst es mich bitte  wissen.


In diesem Sinne...


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