Naturgebloggt

Naturschutz - weil's wichtig ist.

Wolfsmanagement in Deutschland

Durch die Wanderung zum Baum des Jahres 2014 beflügelt, habe ich mich etwas näher mit dem Thema "Wolfsmanagement" befasst. Ich wollte mich über den aktuellen Stand und die Verfügbarkeit in der Bundesrepublik informieren. Es ist ja kein Geheimnis, dass der Wolf inzwischen durch ganz Deutschland streift.

Rund 150 Jahre nach seiner Ausrottung durch den Menschen ist der Wolf wieder nach Deutschland zurückgekehrt. In sechs Bundesländern ist er dauerhaft etabliert, in 13 Bundesländern hat man ihn seit 2000 zumindest nachgewiesen. 14 Jahre sind eine ausreichend lange Zeit  um sich auf den Wolf vorzubereiten, möchte man meinen. Leider sieht die Realität ganz anders aus. Von allen Bundesländern sind nur zwei, nämlich Sachsen und Brandenburg, auf ein Zusammenleben mit Isegrimm eingestellt. Die folgende Karte veranschaulicht die Thematik.


Quelle: NABU


Auffällig ist die Lage der "grünen" Bundesländer. Sachsen und Brandenburg liegen bekanntlich an der Grenze zu Polen und haben daher einen gewissen Vorsprung um ein Zusammenleben mit dem Wolf zu lernen, denn von dort kam vor knapp 10 Jahren das erste Rudel. Aber das ist keineswegs eine Entschuldigung für Hessen, NRW oder Rheinland-Pfalz, denn auch dort wurden Wölfe nachgewiesen.






Um für Mensch und Tier ein geschmeidiges Miteinander zu erwirken, sollte man langsam mal anfangen zu handeln und nicht vor unbequemen Themen zurückweichen sondern sie anpacken. Eine friedliche Koexistenz ist möglich und machbar, mensch muss nur wollen.


In diesem Sinne...




Eine App für Gütesiegel

Heute steht mal wieder eine App-Empfehlung an. Das Bundeslandwirtschaftsministerium gab eine App in Auftrag, welche eine Navigation zwischen all den Gütesiegeln auf Verpackungen ermöglichen solle. Die Entwicklung einer solchen Applikation übernahm Die Verbrauchen Initiative e.V. .

Die folgenden Bilder sollen einmal den Aufbau der App zeigen.
Zuerst kann man manuell nach dem entsprechenden Label oder Siegel suchen, alternativ lässt sich ein Foto schießen, welches die App scannt und das passende Ergebnis in  der Datenbank sucht. Diese Funktion hatte bei mir im Test noch ein paar Probleme. Von 12 Fotos des "Naturland"-Siegels, wurde es nur viermal richtig erkannt.

Quelle: GooglePlaystore

Besonders bequem ist die automatische Vervollständigung der Suchbegriffe. Sobald ihr einen Buchstaben in die Suchleiste eingebt, erscheinen Vorschläge.

Quelle: GooglePlaystore

Habt ihr das Siegel eurer Wahl ausgewählt, erscheinen sämtliche Informationen darüber, die man benötigt um sich die grundlegenden Informationen anzueignen. Ebenfalls gibt die App Auskunft darüber, welche Kriterien das Siegel erfüllen muss und gibt auch ein kleines Fazit ab.

Quelle: GooglePlaystore

Quelle: GooglePlaystore
Zum Schluss noch ein Wort zu den Berechtigungen, welche da wären:

  • Bilder und Videos aufnehmen
  • USB-Speicherinhalte ändern oder löschen; USB-Speicherinhalte lesen
  • Netzwerkverbindungen abrufen; Voller Netzwerkzugriff; W-LAN Verbindungen abrufen


Wie bereits erwähnt, die App läuft noch ein wenig rumpelig aber sie ist auf jeden Fall alltagstauglich.



In diesem Sinne...



Schutzmaßnahmen für Feuersalamander zeigen Wirkung

Quelle:Uni-Düsseldorf
Wie die Naturstiftung David gestern mitteilte, soll ein auf sechs Jahre angelegtes Schutzprogramm helfen, die bedrohte Art Salamandra salamandra  in ihrem Bestand zu stärken.
In dem ca. 65 Quadratkilometer umfassenden Projektgebiet in Thüringen leben zur zeit ca.  500 bis 750 adulte Tiere. Laut der Stiftung David rechnet man frühestens ab 2018 mit einer spürbaren Erhöhung der Abundanz, denn solange dauert es, bis die jetzt geborenen Tiere geschlechtsreif werden.

Im Jahr 2011 startete das Projekt "Erhalt und Entwicklung des überregional bedeutsamen Vorkommens des Feuersalamanders im Thüringer Wald". Bis 2017 sollen u.a. Umbauten an rund 80 km Wildbächen für eine deutliche Verbesserung der Lebensbedingungen und Lebensräume sorgen. Dieses Projekt wird zu 90% von der Bundesregierung finanziert, den Restbetrag stemmen Sponsoren, bspw. die Michael-Otto-Stiftung.

Ich bin gespannt wie sich das Projekt entwickelt. Meines Wissens nach gibt es nur noch sehr kleine Populationen von Feuersalamandern außerhalb Thüringens.


In diesem Sinne...


Naturschutz-Community hat 400 Mitglieder

Als ich heute mal wieder in die Community-Sektion auf Google-Plus sah, traute ich meinen Augen kaum.
Die Community "Naturschutz" konnte heute ihr 400 Mitglied begrüßen. Ich hoffe mal das keine Austrittswelle in dem Moment stattfindet, in dem ich diesen Artikel hier schreibe.

Stand: 28.April 2014 15:23 Uhr

Als diese Community am 1.Mai 2013 an den Start ging, war an einen solchen Erfolg nicht zu denken. Naturschutz ist für viele ein eher unangenehmes Thema und nicht so massenkompatibel wie bspw.  Life-Style oder Tech-Blogs. Daher freut es mich riesig, dass sich 400 Gleichgesinnte zusammengefunden haben und Ideen austauschen.
Jetzt mag für den einen oder anderen eine Community mit nur 400 Mitgliedern kaum der Rede wert sein aber ich bin happy und jedem einzelnen Mitglied dankbar. Egal ob ihr aktiv Beiträge schreibt oder eher passiv konsumiert, ich fühle mich in dieser Umgebung wohl.
Ich hoffe ihr auch.


Vielen Dank



(Wolfs-) Wanderung zum "Tag des Baumes 2014"

Einige von euch werden es sicherlich mitbekommen haben, der 25. April stand unter dem Motto "Tag des Baumes". Ziel der Ausrufung eines Jahresbaumes, in diesem Jahr ist es die Traubeneiche (Quercus petreae), ist es, auf die jeweilige Art besonders aufmerksam zu machen. Sei es mittels PR oder sonstigen öffentlichkeitswirksamen Aktionen.

Der lausitzer Verein "Gesunde Zukunft e.V." , eine Regionalgruppe des BUND Sachsen, lud daher am 27. April  zur zweiten "Tag des Baumes"-Wanderung in die sächsische Lausitz auf den Erlichthof   in Rietschen ein, in Kombination mit einer, von Stephan Kaasche,  geführten Tour durch Wolfsgebiet bei Niesky.

An dieser Stelle ein Dank an die Organisatoren und die Teilnehmer. Wie von solchen Exkursionen gewohnt, war eine sehr gesellige Runde, die mir interessante neue Kontakte beschert hat. Auch +Gesunde Zukunft  möchte ich einmal auf die Schultern klopfen. Es war alles top organisiert. Vom Zubringerbus bis hin zur Wanderung selbst. Einfach Klasse.




Aber auch Stephan Kaasche war ein Glücksgriff. Mit seiner lockeren und aufgeschlossenen Art machte es wirklich Spaß im zuzuhören. Jeder von euch der Vorträge kennt oder selbst in Vorlesungen sitzt wird wissen, dass diese mit dem Redner steht und fällt.

Ausgangspunkt der Exkursion war der eingangs erwähnte Erlichthof. Diese Siedlung aus umgesetzten und teils neu gemachten Schrotholzhäusern ist ein idealer Ort für den Urlaub bzw. ein verlängertes Wochenende.




Die Tour ging durch Wolfsgebiet entlang ehemaliger Tagebaue. Auf den ca. 6.5 km erwartete uns die geballte Ladung Wolfs-Wissen.  Was viele nicht wussten, in dieser Gegend gibt es seit 14 Jahre Wölfe und seit ca. 10 Jahren das erste Rudel. Die Wölfe streifen also schon seit einiger Zeit durch die Gegend, meistens unbemerkt vom Menschen, deshalb ist der Aufschrei bei einer Sichtung recht groß. Wenn  man wüsste wie oft ein solches Tier am Dorfrand vorbeistreift, wären manche sicherlich sehr viel ruhiger.


Zu Anschauungszwecken hatte Stephan auch eine Wolfslosung mitgebracht und erklärte uns die wichtigsten Merkmale um eine solche zu erkennen. Wenn man weiß, wie der Wolf seine Nahrung verzehrt, macht das Sprichwort "Mit Haut und Haaren" auf einmal Sinn. Ein Fakt bezüglich des Wolfsmanagements hat mich aber dennoch überrascht. Die gesamten Kosten für dieses Management kosten den Freistaat Sachsen ca. 200 000 Euro pro Jahr. Verglichen mit dem gesamten Haushalt ist diese Summe verschwindend gering. Daher ist es für mich absolut unverständlich, wieso man sich damit so schwer tut.




Aber auch das eigentliche Thema der Veranstaltung kam nicht zu kurz, um den "Tag des Baumes" gebührend zu begehen, wurde auch ein Bäumchen, später Baum, gepflanzt. Die ca. 4 Jahre alte Traubeneiche wurde auf den Namen "Gesunde Zukunft" getauft und steht nun für die nächsten 1000 Jahre symbolisch für diese Hartholzart.




Die Traubeneiche gehört, wie jede anständige Eiche, zu den Fagaceaen und ist somit eigentlich ein Buchengewächs. Dies wird deutlich, wenn man sich die Früchte von Vertretern der Buchengewächse anschaut, diese werden nämlich von einer Cupula umschlossen. Die eng zusammenstehenden Jahresringe, bedingt durch das langsame Wachstum, machen das Holz der Traubeneiche extrem robust. Manche behaupten auch es sei widerstandsfähiger als das der Stieleiche (Quercus robur)

Aber nicht nur menschliche Zuhörer waren von der Veranstaltung begeistert. Auch eine kleine Bachstelze ließ es sich nicht nehmen, dem bunten Treiben eine Weile lang zuzuschauen.




Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Wanderung rundherum gelungen war  und ist absolut zu empfehlen. Es wird sicherlich nicht die letzte Wanderung zu einem spannenden Thema gewesen sein. Ich bin mir sicher +Gesunde Zukunft hat da noch einiges in petto. 

Solltet ihr einmal keine passende Idee für einen (Kurz-)Urlaub haben, so besucht doch einmal die Lausitz. Wenn ihr einen Wolf für die Kamera erwischen wollt, dann hier.  Wer weiß, vielleicht trifft man sich ja mal in dieser wunderbaren Gegend, ich würde mich freuen.


In diesem Sinne...





Brutvögelkartierung im Nebel

Am gestrigen Freitagmorgen wollte ich in der Nähe von Calbe (Saale) meine Kartierung von Brutvögeln auf den neuesten Stand bringen und machte mich früh beizeiten auf die Socken. Ziel war es, die ornithologische Datenbank Sachsen-Anhalts mit neuen Infos zu Sing- und Wasservögeln zu füttern.

Aber schon auf dem Weg wurde klar, das wird kein leichtes Unterfangen. Das Wetter schuf mit dichtem Nebel nicht gerade die besten Bedingungen.


(c) Naturgeblogt 2014


Bei Sichtweiten von ca. 20 Metern blieben die meisten Vögel dem Auge verborgen aber nicht dem Gehör. Gnädigerweise waren sie auch noch etwas träge und verhalten. So hatte ich reale Chancen sie anhand der Stimmen zu unterscheiden. Da ich nur ein "laienhafter" Ornithologe bin, eigentlich gar keiner, war ich sehr erstaunt, wie viele Vögel ich anhand des Rufes bzw. des Gesanges unterscheiden konnte.


(c) Naturgeblogt 2014

Auch zum späten Vormittag hin blieb der Nebel bestehen aber es zeichnete sich ein kleiner Lichtblick am Himmel ab. Also hieß es warten. Bei der Gelegenheit schaute ich mir auch mal die herpetologische Situation vor Ort an. Amphibien, bspw. Froschlurche, sind ja auch bei "schlechtem" Wetter aktiv und geben lauthals ihre Meinung kund.

Erst gegen Mittag klarte der Himmel auf und das Gewässer lag in vollem Glanze vor mir. Jetzt konnte man die Avifauna auch mit dem bloßen Auge sehr gut erkennen. Das Highlight waren mehrere Familien des Höckerschwans samt Nachwuchs. Aber auch bei den Graugänsen war es ein sehr produktives Frühjahr. Insgesamt konnte ich fünf Familien mit 21 Jungvögeln zählen.


(c) Naturgeblogt 2014


Entschuldigt bitte das Fehlen jeglicher Aufnahmen der Vögel. Aufgrund des Nebels entschloss ich mich die Kameraausrüstung in Wagen zu lassen. Konnte ja keiner ahnen, dass es aufklaren würde.


In diesem Sinne...


Ornithopedia (für Android)

Aus aktuellem Anlass möchte ich euch heute mal wieder eine App für Android vorstellen.  Ich befinde mich zur Zeit wieder in einer Brutvögel-Kartierung. Den ein oder anderen (Sing-)Vogel kennt man ja aus dem täglichen Leben. Wenn man sich damit befasst, können es auch ein paar mehr sein. Sollte mann aber dennoch mal eine Wissenslücke haben, gibt es die App Ornithopedia von Benjamin Vanzetta.

Die App bietet genau das, was der Name verspricht. Ein umfangreiches Nachschlagewerk für die Avifauna (Vögel). Zusätzlich gibt es detailreiche Bilder und sehr gute Soundfiles der verschiedenen Rufe.


Hauptmenü


Zu Beginn habt ihr diverse Auswahlmöglichkeiten der Suche und könnt auch die Größe und Qualität der angezeigten Bilder justieren. Das ist im Gelände ganz praktisch, wenn das Datenvolumen noch eine Weile reichen muss.


Artbeschreibung


Habt ihr euch für eine Vogelart entschieden, so wird euch eine Seite mitsamt Informationen zur jeweiligen Art angezeigt. Ihr findet hier Angaben zum wissenschaftlichen Namen, Gefährdungsstatus, Brutpaare in Europa und Sichtbarkeit der Vögel in Deutschland.


Steckbrief


Wer sich nur einen schnellen Überblick über eine spezielle Art verschaffen will, der ist mit dem Steckbrief bestens beraten. Hier findet ihr in übersichtlicher Form alle grundlegenden Informationen.

Etwas noch, nach dem Download müssen weitere 500 MB geladen werden. Das sind Soundfiles bzw. Bilder und ihr macht damit die App offlinefähig.

Zu guter Letzt gibt es noch einen Blick auf die Berechtigungen, die ihr dieser App einräumen müsst, welche aber angemessen sind.




So, ich hoffe die App gefällt euch und ist dem einen oder anderen eventuell von Nutzen.


App-Download via Google Play Store


In diesem Sinne...


Stippvisite und Kontrollbesuch

Heute morgen ging es wieder in die Oranienbaumer Heide. Stammleser meines Blogs wissen, dass mich dieses Gebiet schon eine ganze Weile begleitet und auch noch begleiten wird. Hier habe ich meine ersten Erfahrungen mit dem praktischem Naturschutz gemacht und mir meine Sporen verdient.


grasende Heckrinder

In regelmäßigen Abständen werden die Weidetiere untersucht und die GPS-Sender ausgelesen. Das ist notwendig, damit wir eine Vorstellung von dem Wanderungsverhalten der Tiere bekommen. Mit den so erhobenen Daten können Aussagen darüber getroffen werden, welche Stellen auf dem ca. 900 ha großen Gelände besonders häufig frequentiert und welche gemieden werden. Aktuell haben die Weidetiere wieder Nachwuchs und sind daher besonders scheu und misstrauisch. Wenn man sich aber ganz leise durch das Unterholz bewegt, hat man aber gute Chancen einen Vertreter der Jugendbrigade vor die Linse zu bekommen.




Aber auch floristisch gibt es den ein oder anderen Hingucker. Mittlerweile steht nämlich Cytisus scoparius, der Besenginster, in voller Blüte und verleiht der durch Brauntöne geprägten Heidelandschaft goldgelbe Tupfer.





Bisher hatte ich noch keinen Tag an dem in der Heide nichts los war oder sie sich nicht von ihrer schönsten Seite gezeigt hat. Mal sehen was sie beim nächsten Besuch zu bieten hat.


In diesem Sinne... 



Naturgeblogt feiert Geburtstag

Heute ist es also soweit. Seit einem Jahr blogge ich nun schon über Natur und Naturschutz sowie über alles was mir gerade einfällt. Wie bei allen Sachen die Spaß machen, ist auch hier die Zeit wie im Flug vergangen. Rückblickend kann ich aber sagen, dass es ein klasse erstes Jahr war. Durch den Blog haben sich mir viele neue Kontakte mit vielen interessanten Diskussionen ergeben.

Am Anfang war "Naturgeblogt" ein kleines Projekt im Rahmen meines Studiums. Durch eine Unterhaltung mit einem Professor, welchen ich sehr schätze, kamen wir irgendwann auf die Frage, ob Naturschutz "massenkompatibel" sei und ob sich in den Weiten des Internet eine Art "Zielgruppe" befindet. Wenn man sich die erfolgreichsten Blogs unserer Tage ansieht, dann sind sie zu einem großen Teil Tech-, oder Lifestyle-Blogs.

Angetrieben von dem Wunsch, dem Naturschutz den Wert in der Gesellschaft einzuräumen, den er tatsächlich verdient, ging dann dieser Blog hier an den Start. Obwohl er sich mittlerweile zu einer festen Größe in der Naturschutzszene etabliert hat, blogge ich weiterhin ohne einen Blick auf die Klickzahlen zu werfen. Viel wichtiger als die Kicks sind mir die Interaktionen mit euch da draußen. Fast jeden Tag erreichen mich PMs mit Fragen, Infos und vielem mehr. Dafür lohnt es sich vielmehr zu schreiben als auf den Traffic zu achten.

Wie ihr sicherlich ahnt, bin ich mit der Entwicklung des Blogs sehr zufrieden und denke so schnell nicht ans Aufhören. Ihr müsst also noch für ein weiteres Jahr (mindestens) meine Beiträge ertragen.


In diesem Sinne...

Der Tag der Erde


Wie so oft steht auch der heutige Tag unter einem Motto. Heute ist nämlich der "Tag der Erde".
Ich persönlich bin kein besonders großer Freund von solchen "Gedenktagen", wenn es mir ernst mit einer Sache ist, dann ist sie mir das ganze Jahr über wichtig und nicht nur heute. Bestes Beispiel dafür ist Valentinstag. Jedes Jahr am 14. Februar soll  man seiner besseren Hälfte eine kleine Aufmerksamkeit zukommen lassen. Was aber ist mit den restlichen Tagen im Jahr? Mit Frauentag und Muttertag ist es genauso.

Aber wie dem auch sei, eine schöne Gelegenheit mal über die Erde und unseren Umgang mit ihr nachzudenken ist dieser Tag allemal. Die Jungs und Mädels bei Google sind ja für ihre Kreativität bekannt und haben sich auch heute wieder ein lustiges Doodle auf der Startseite der Suchmaschine einfallen lassen.


Bitte auf das Bild klicken
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Wenn ihr noch ein Bildchen im Laufe des Tages finden solltet, welches hier nicht mit auftaucht, dann gebt mir doch bitte Bescheid.


In diesem Sinne...



Ausflug ins Erzgebirge (Tag 1 des fivedayquest)



Gestern Abend wurde ich von +Leoni Kr zu einem fivedayquest  eingeladen. Dabei postet man über einen Zeitraum von fünf Tagen ein Bild pro Tag und gibt seinen Kreislingen (Google Plus) bzw. Lesern einen kleinen Einblick in seinen Tag. Zusätzlich wird jeden Tag ein Kreisling zu einem eigenen fivedayquest eingeladen bzw. aufgefordert.

Mein heutiger Tag führte mich in das Erzgebige. Genauer gesagt zu Schloss Jezeri (Schloss Eisenberg).
Inmitten einer schönen Landschaft schmiegt sich dieses Schloss an die Flanken der Berge.

Schloss Eisenberg

Den geneigten Wandersmann erwarten in dieser Gegend zwei absolute Gegensätze. Zum einen hat man hier noch die Gelegenheit die Natur zu genießen und durch beeindruckende Buchenwälder zu spazieren. Auf der anderen Seite sieht man sich einem gigantischen Tagebau gegenüber.




Um an die wertvolle Braunkohle zu kommen, scheuen die Menschen keine Mühen und Kosten. Auf einer riesigen Fläche wurde die Natur unwiederbringlich zerstört. Die schwarzen Kohleflöze trieben die Gier der Menschen dazu ganze Berge mitsamt Wäldern zu zerstören und gravierende Spuren im Antlitz der Erde zu hinterlassen.

Tagebau im Erzgebirge


Zusätzliches Ziel war der Berg Jerezin. Seinen Namen hat der ca. 730 m Berg von der gleichnamigen Stadt im Gebiet der Stadt Most.
Auf gut erhaltenen Wegen ging des in knapp 90 Minuten zum Gipfel. Belohnt wurde ich mit einer grandiosen Aussicht über das Gebirge.


GPS-Track zum Berg Jerezin



Ich möchte noch einmal auf die eingangs erwähnten Buchenwälder zurückkommen. Da es sich dabei um Hangwälder handelt, haben sich die Bäume logischerweise an die Standortgegebenheiten angepasst. Größtenteils mit besonders ausgeprägten Wurzeln.





Zusammenfassend war es aber ein sehr schöner Tag in einer sehr schönen Umgebung. Ich kann jedem Wanderfreund einen Trip durch das Erzgebirge empfehlen. Ihr werdet es sicherlich nicht bereuen.

Als letztes möchte ich noch +Frank Nagel zu einem fivedayquest einladen. Anhand seiner Beiträge und Fotos denke ich, dass es auch ganz interessant wäre, wenn er uns ein paar Einblicke in seinen Tage gewähren könnte.


In diesem Sinne...






Wohnen im Überseecontainer

Die Stadt Chemnitz genießt schon länger einen eher zweifelhaften Ruf. Von dem Glanz vergangener Tage, als Chemnitz oder Karl-Marx-Stadt noch Zeichen in Metall-, Werkzeug- und Textilindustrie setze, sind längst vorbei. Heute steuert es dank planloser Führung unsicheren Zeiten entgegen. Anhaltende Vergreisung und Bevölkerungsschwund quittieren den langsamen Untergang der Stadt.




Alle Stadtteile, die mehr als 50 Meter vom Rathaus entfernt liegen, gelten als vergessen und abgeschrieben. So auch der Stadtteil Markersdorf. Früher ein eigenständiges Dorf, gehört es heute Dank Eingemeindung zum Stadtgebiet. In den 1970er und 1980er Jahren hat man den teils aus Fachwerk bestehenden Einfamilienhäusern 11-geschossige Plattenbauten made by GDR vor die Nase gesetzt. Jetzt folgt ein neuer Geniestreich.




Auf eine bisher unberührte Wiese hat man, mitten zwischen Fachwerkhäusern, ein neues Bauprojekt gestartet. Wohnen in Überseecontainern. Wie die Meinung der Anwohner ist, kann man sich denken. Viele werden in Zukunft weniger Sonne auf ihrem Grundstück haben. Ein weiteres Übel ist die erneute Flächenversiegelung. Zu den Wohnhäusern müssen Straßen gebaut werden, der vorhandene Weg reicht bei weitem nicht aus.




Die Bewohner der Stadt haben mal wieder das Nachsehen. Laut einer Rathaussprecherin gibt es für den betroffenen Stadtteil keine Regelungen für das Erscheinungsbild von Neubauten. Hier darf also jeder bauen was er möchte. Hier mal ein Link zu einer Meldung der städtischen Tageszeitung Freie Presse.

Nun sei aber noch gesagt, dass es sich hierbei um ein Pilotprojekt handelt. Von solchen gab es in Chemnitz schon eine ganze Menge, nur die wenigsten existieren noch heute. Wie dem auch sei, die grüne Wiese ist weg. Endgültig.


In diesem Sinne...



Nachhaltigkeit in der Tech-Welt

Einige von euch kennen sicherlich den Tech-Podcast von +Carsten Knobloch  und +Sascha Pallenberg mit dem Namen "Neuland". Den Großteil dieses sehr guten Podcast machen die Zuhörer- bzw. Zuschauerfragen aus. Cashy und Palle nehmen sich jedes Mal außerordentlich viel Zeit um möglichst alle Fragen zu beantworten.


In der 27. Ausgabe von "Neuland"  wurde auch meine Frage zum Thema "Nachhaltigkeit" sehr ausführlich beantwortet. Ich habe mal den betreffenden Teil für euch extrahiert. Wenn ihr mögt, dann hört mal rein.






In diesem Sinne...


Gefährdeter Mümmelmann

Wie jedes Jahr um die Zeit steht auch 2014 Ostern vor der Tür. Zugegeben, es ist diesmal etwas spät an der Reihe. Jedem dürfte der Werdegang dieses Festes einigermaßen klar sein. Aus dem einst heidnischen, und schon lange vor dem Christentum populären Fest, ist inzwischen eine kapitalistische und kommerziell  wichtige Größe geworden. Nicht umsonst werden pro Jahr mehr Osterhasen als Weihnachtsmänner in Schokoladenform verkauft.

Aber wie sieht es mit dem eigentlichen Helden der Feiertage aus? Das ganze Jahr mehr oder weniger unbeachtet, gelangt Lepus europaeus an diesen vier Tagen im Jahr zu ungeheurer Popularität. Die Rede ist vom europäischen Feldhasen. Sehen wir ihn in den kommenden Tagen als fröhliches Waldtier mit einem Weidenkorb auf dem Rücken und stets ein Milka-Lachen im Gesicht, so sieht es in Wirklichkeit nicht besonders rosig für ihn aus.

Der Verlust von Lebensraum und Nahrungsgrundlage dezimiert seinen Bestand beständig. In der Roten Liste gefährdeter Arten Deutschlands wird er sogar als "gefährdet" eingestuft. Hauptprobleme und Ursachen für diesen negativen Trend ist die voranschreitende Intensivierung der Landwirtschaft. Laut NABU fallen der hohe Einsatz an Giften und Pestiziden sowie der Verlust von Lebensraum durch Bebauung und Zerschneidung der Landschaft besonders schwer ins Gewicht. Sollte sich in dieser Angelegenheit nicht etwas ändern, wird nicht nur die Nahrungsgrundlage der Hasen verschwinden, auch die Versteckmöglichkeiten für Junghasen würden zu einer echten Mangelware werden.

Ein Anlegen von Hecken und Blühstreifen sowie eine Extensivierung der Landwirtschaft könnten Nahrungsangebot und Rückzugsmöglichkeiten langsam aber stetig verbessern. By the way, von solchen Maßnahmen profitiert nicht nur der Hase. Auch Bienen und Wiesenvögel  würden diese Entwicklung begrüßen.

Aber bis so ein Umdenken eintrifft verstecken wir die Probleme noch eine Weile hinter schönen bunten Werbejingles und wenn es hart auf hart kommt, malen wir die Schoko-Hasen eben etwas bunter an,

Oder was meint ihr?


In diesem Sinne...


Gleise wie ein Fächer...

Diese Zeilen wurden während einer Zugfahrt geschrieben. Zum Glück während einer recht kurzen. Diverse Umstände, zum Glück erfreuliche, brachten mich heute dazu einmal wieder mit der Eisenbahn zu fahren. Wer mich kennt der weiß, dass dies nicht zu meinen liebsten Hobbys gehört. Ich bin ein Mensch der gerne unabhängig und nicht auf die “Gnade” anderer angewiesen ist, daher vermeide ich den Schienenverkehr wo immer es geht.





Schon nach wenigen Metern wurde mir wieder einmal bewusst, dass von der großen Glorie der Eisenbahn und dem einstigen Stil als es noch Lokomotiven gab nicht mehr sehr viel übrig geblieben ist. Zumindest in meiner Reiseklasse. Sitzpolster auf denen bereits die halbe Welt Platz genommen haben muss, so durchgesessen wie die sind. Vom verfügbaren Platz mal zu schweigen. Nun bin ich mit meiner Körpergröße von 198 cm nicht gerade klein aber man muss doch auch mal bei dem Entwurf der Wagons an uns Große denken.






Wie dem auch sei, dieser Artikel soll sich nicht um mein Gejammer drehen sondern um die Gleisbettrandbegrünung. Habt ihr, falls ihr öfter Zug fahrt als ich bestimmt, euch diese schon einmal angeschaut? Ähnlich wie der Mittel- und Randstreifen auf den Autobahnen ist es erstaunlich was hier alles wächst. Ein wahres Sammelsurium an Pflanzen die sich entlang der Gleise etabliert haben.






Der Hauptgrund ist wieder einmal der Mensch. Die Schienentrassen vernetzen unsere Landschaft mit einer Vielzahl von entfernten Orten und machen das Reisen um einiges leichter. So können Samen und Pollen die sich am Gepäck oder der Kleidung  “festhalten” einfach in ursprünglich fremde Areale transportiert werden. Genauso wie bei Autobahnen.


Einen erfreulichen Aspekt haben die Schienen allerdings auch. Sie helfen bspw. Schmetterlingen dabei sich zu orientieren und bieten ihnen optimal Flugrouten. Schmetterlinge ziehen selten über freie Freie Flächen, sondern sind auf Strukturen angewiesen. Optimalerweise Gräser und Kräuter die auch einen gelegentliche Rast ermöglichen.  Mehrere Studien und Untersuchungen haben bewiesen, dass die im Gleis herrschende Thermik den Tag- und Nachtfaltern das Reisen um einiges angenehmer macht.






Auch kann man diverse ökotone Vogelarten, bspw. Emberiza citrinella, den Goldammer, auf den Hecken sitzen sehen. Viele Vögel, unter anderem auch dieser nutzen diese Strukturen als Singwarte und grenzen lautstark ihr Revier ab. Ebenfalls sieht man des öfteren Greifvögel am Rand sitzen, diese Gesellen wissen ganz genau, dass es hin und wieder ein Beutetier erwischt und man sich so die anstrengende Jagd ersparen kann. Es ist schon erstaunlich, alle Tiere haben sich an den Menschen in irgendeiner Form angepasst, nur uns selber will es nicht gelingen.



In diesem Sinne...

Sprachkurs zum Thema Nachhaltigkeit

Heute erreichte mich eine Nachricht von der  Escuela Delengua, einer Sprachschule in Granada.
Mattia Cattaruzza, seines Zeichens Mitarbeiter der Einrichtung, hat mich angeschrieben und mich gebeten,  auf einen Sprachkurs in Spanisch zu den Themen Umwelt, Nachhaltigkeit, erneuerbare Energien etc. aufmerksam zu machen.


Passend dazu bietet seine Schule fünf Stipendien an. Das heißt, ihr bekommt finanzielle Unterstützung und könnt euch ganz auf den Kurs konzentrieren. Grundkenntnisse (B1) der spanischen Sprache sind empfehlenswert .  Steigen würde die Sause in der Zeit vom 19.-23. Mai 2014, täglich 10:00 Uhr bis 13:30 Uhr.


Alles weitere und eine Fülle an weiteren Informationen findet ihr hier.


Vielleicht ist es ja etwas für euch da draußen. Wenn ihr Interesse habt, dann zögert nicht.




In diesem Sinne...


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