Naturgebloggt

Naturschutz - weil's wichtig ist.

Erster plastikfreier Online-Shop Europas öffnet seine Pforten

Als im Jahre 2013 ein Wal an Spaniens Küste gespült wurde und verendete, fanden Forscher in seinem Magen nicht nur "waltypisches" als sie sich der Todesursache annahmen. Im Darm des Säugers fand man allerhand menschlichen Müll. So wurde der Darm von 30 Quadratmeter Plastikplane, einer neun Meter langen Kunststoff-Leine sowie zwei Blumentöpfen und Teile einer Matratze verstopft. Dies und andere Begebenheiten führen uns wieder einmal mehr vor Augen, dass unsere Abfälle nicht einfach so verschwinden wenn wir den Deckel der Mülltonne schließen. Seit geraumer zeit schon werden ungeheure Mengen an Abfall in die Meere gespült und die Masse steigt stetig. Um ein Zeichen zu setzen hat nun der erste plastikfreie Online-Shop seine digitalen Pforten geöffnet. Gegründet wurde dieser von den vier Jungunternehmern Simon Gröning, Daniel Vogelpohl, Meshal Kadourah und Benjamin Bartels. Ihr Ziel ist es, Produkte anzubieten, die vollständig plastikfrei produziert werden. Seit 2014 bieten sie auf plasno.de Produkte aus allerhand Kategorien an. Egal ob Lifestyle, Beauty oder Heimbedarf, man kann auf Kunststoff verzichten, wenn man denn will. Auf ihrer Website wird beschrieben, dass in Deutschland so viel Plastik verwendet wird, um die Fläche der Bundesrepublik abzudecken. Alle fünf Jahre erneut. Diesem Kreislauf soll etwas entgegengesetzt werden. Ein Umdenken in der Bevölkerung ist daher unbedingt notwendig. Vielleicht nutzt ihr bei eurer nächsten Bestellung ja auch den ersten plastikfreien Online-Shop Europas.

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BUND veröffentlicht Bodenatlas 2015

Boden ist für uns etwas Alltägliches und meistens verschwenden wir keinerlei Gedanken an ihn. Dabei ist sein Vorhandensein von immenser Bedeutung. Sowohl in der Ökologie als auch in der Wirtschaft geht es nicht ohne ihn. Er bietet Lebensraum für eine Vielzahl von Tier- und Pflanzenarten und wird gemeinhin als der größte Lebensraum unserer Erde bezeichnet. Aktuell macht er aber durch seine Rollen in der Industrie von sich reden. Gerade die Tech-Branche ist auf seltene Erden und Sande angewiesen. Kein aktuelles Gadget kommt ohne aus. Erst neulich hat China seine Exportbestimmungen für Erde und Bodenstoffen deutlich gelockert. Nun hat der BUND in Zusammenarbeit mit der Heinrich-Böll-Stiftung sowie dem Institute for  Advanced Susatinability Studies (IASS) in Potsdam und Le Monde Diplomatique den aktuellen Bodenatlas 2015 veröffentlicht. Dieser enthält allerhand Daten, Bilder und Fakten zu Zustand und Nutzung sowie Verfügbarkeit von Boden in Deutschland sowie ganz Europa. Leider ist es ein trauriger Fakt, dass die Bodenverfügbarkeit rasant schwindet. Städte wachsen heutzutage mit einer Geschwindigkeit von ca. 70 ha pro Tag schneller als sie sollten.





Jahresrückblick 2014 aus Sicht des Artenschutzes

In den letzten 40 Jahren hat sich die Population der Wirbeltiere fast halbiert. Die Gründe dafür sind vielfältig und menschengemacht. Rodung von Wäldern oder Umbrüche von Äckern haben ihre Spuren in der Natur hinterlassen. Besonders negative Auswirkungen hatte das vergangene Jahr auf die Bestände der Lemuren auf Madagaskar sowie die Gelbbauchunken in der Schweiz. Für sich genommen ist Artensterben nichts ungewöhnliches und war schon immer existent. Nur die Geschwindigkeit mit der er aktuell abläuft ist erschreckend. Allerdings gibt es auch positive Entwicklungen. So konnten sich Tiger, Biber und Wisent erholen. Gerade der Elbebiber hat sich erstaunlich gut entwickelt. Man muss sich regelrecht Raum schaffen um an der Elbe überhaupt noch ausschreiten zu können. Dennoch musste auch dieses Jahr die Weltnaturschutzunion (IUCN) ihre Rote Liste der bedrohten Pflanzen und Tierarten erweitern. Laut aktuellen Zahlen sind mehr als ein Drittel der bekannten Arten vom Aussterben bedroht und. In Zahlen ausgedrückt 22413. Dies ist ein Anstieg von 1125 Arten im Vergleich zum Vorjahr. Wie die IUCN verlauten lässt, profitieren aber einige "Problemarten" von neuen Entwicklungen im Artenschutz. So wirkten sich neu errichtete Schutzgebiete besonders positiv auf Berggorillas und Blauwale aus. Ebenso konnte der Europäische Wisent einen deutlichen Zuwachs verzeichnen. Ein Herzensprojekt ist dabei die Ansiedlung der Tiere im Rothaargebirge. Im aktuellen Jahr wird da noch einige Arbeit auf den Naturschutz zukommen.


Neue Kennzeichnungspflicht für Palmöl in Lebensmitteln

Der Bedarf an Palmöl in der Kosmetikindustrie steigt seit Jahren, das ist kein Geheimnis. Mittlerweile ist es mit einem Anteil von ca. 30%, am weltweiten Gebrauch, das meist genutzte Pflanzenöl in der Branche. Heutzutage ist in gut jedem zweiten Produkt Palmöl enthalten.  Aber nicht nur in der Kosmetikindustrie kommt es zum Einsatz. Wie so oft geht eine solch große Produktion zu Lasten der Umwelt bzw. der Natur. Um die immens große Nachfrage zu bedienen, werden hunderte Hektar Tropenwald im Jahr gerodet zu gigantischen Plantagen umgeformt. Dies zieht unweigerlich den Verlust von Lebensraum und Biodiversität nach sich. Erstreckte sich der bisherige Anbau auf  Indonesien und Malaysia, so gelangt jetzt auf Afrika und Südamerika in den Fokus. Man könnte es mit Saurons Blick vergleichen. Die indonesische Regierung hat aber längst noch nicht genug. Bis 2026 will sie die Anbaufläche für Palmöl auf 26 Millionen Hektar vergrößern. Eine Fläche sechsmal so groß wie die Schweiz. Nun ist die Industrie aber nicht dumm und weiß um den schlechten Ruf der Sache. So versucht sie ihre Produkte mit klangvollen Namen wie "Pflanzenfett", "pflanzliches Öl", oder "Palmimitat"  an den Konsumenten zu bringen. Dahinter steckt aber in jeden Fall Palmöl. Bisher war es aus diesem Grunde für den Verbraucher nicht einfach zu erkennen ob ein Produkt mittels Palmöl produziert wurde. Ab dem 13. Dezember 2014 gilt in Deutschland eine neue EU-Verordnung und soll mehr Klarheit in die Sache bringen. Laut dieser muss Palmöl nun namentlich in Produkten gekennzeichnet werden. Zumindest bei Nahrungsmitteln. Inwieweit das im Rahmen des kommenden TTIP sinnvoll ist bleibt abzuwarten, ein wichtiger Schritt in die  richtige Richtung ist es aber auf jeden Fall (Quelle: BUND).

Tiroler Speck bald aus Texas?


Im letzten Beitrag sprach ich das leidige Thema des Transatlantischen Freihandelsabkommen an und schwupps rauscht eine dazu passende Meldung durch meinen Twitter-Stream. Laut Spiegel Online plant der Bundesagrarminister Schmidt (CSU) den Schutz von regional erzeugten Produkten aufzuweichen, den Link zum Artikel gibt es hier. Mit seinen Worten heiß das: "Wir können nicht mehr jede Wurst oder jeden Käse schützen". Soviel also zu den klaren und strikten Regeln die von der Bundesregierung im Vorfeld des TTIP verlangt wurden. Kommen also die Wiener Schnitzel und der Tiroler Speck bald aus US of A? Was hier als erster Schritt beginnt wird sicherlich schleichend zu einer ganzen Flut an Änderungen werden. Im Namen der allseits gepriesenen Demokratie lässt man uns dann über die Farben eventueller Verpackungen entscheiden und rühmt sich damit. Was bei Lebensmitteln anfängt kann sehr schnell beim Arbeitsmarkt enden. Wie die Entwicklung in dieser Sache weitergeht wird sich im Laufe des Jahres zeigen (Quelle: SPON).


Neue Runde neues Glück

Das erste Wochenende im neuen Jahr ist vorbei und für die meisten von uns dürfte morgen der Alltag wieder losgehen. Einige werden noch ihre guten Vorsätze befolgen, andere haben sich erstmal Aufschub gegönnt. Gemäß den Sprichwörtern Neue Runde neues Glück oder Auf ein Neues nehmen wir ab morgen das Jahr 2015 in Angriff und hoffen, dass die guten Sachen die weniger guten überwiegen. Für manche stehen sicherlich berufliche oder private Veränderungen an die auch gemeistert werden wollen. Auch in Sachen Naturschutz wird sich wieder einiges tun in diesem noch recht jungen Jahr. Die Themen Braunkohle und Erneuerbare Energien haben sicherlich noch etwas in ihrer Trickkiste ebenso wird uns der Artenschutz samt Wilderei auf Trab halten. Des Weiteren schwebt nach wie vor das geplante Freihandelsabkommen wie ein Damoklesschwert über uns. Ich bin gespannt wie sich die Entwicklung gestaltet. Ein weiterer Punkt ist die Wasserrahmenrichtline oder auch Richtlinie 2000/60/EG genannt. Im Jahre 2000 wurde festgelegt, dass bis 2015 alle Gewässer der gute Zustand erreichen sollen. Bis jetzt sieht es nicht so aus als würde dieses Ziel erreicht werden aber ich will nicht unken. Wie dem auch sei, allen die ab morgen oder in den nächsten Tagen wieder ran müssen einen gelungenen Start und gönnt euch mal 'ne Pause. Ich versuche hier im Blog das Naturschutz-Geschehen so gut wie möglich zu covern und euch auf dem laufenden zu halten. Bleibt mir, wenn ihr mögt, gewogen und schaut ab und an mal vorbei.


Was wurde aus dem Waldsterben?

Das Thema Wald beschäftigt uns schon eine ganze Weile. Seit Jahrhunderten durch astreine menschliche Nutzung geprägt, ist er der wichtigste Rohstofflieferant unserer Zeit. Bereits im 18. Jahrhundert machten sich die damaligen Menschen Gedanken über eine nachhaltige und angepasste Nutzungsweise. 1713 prägte ein (Bundes-) Landsmann von mir, der außerdem ebenfalls ein Chemnitzer, ist den Begriff der Nachhaltigkeit. Hans Carl von Carlowitz legte in einer Abhandlung über die nachhaltige Forstwirtschaft den Grundstein der umsichtigen Forstwirtschaft. Ein paar Jahrhunderte später flammte das Waldsterben im politischen Bundesdeutschland wieder auf und ebnete so den Weg der Grünen in die Regierung. Damals, als die Grünen noch Politik im Sinne der Umwel machten, polarisierte die Angst vorm Sterben des Waldes die Wähler. In der damaligen DDR sah es anders aus. Die nachlässige Umweltpolitik gipfelte 1990 in den völlig kahlen Bergen des Erzgebirges. Fichtelberg und Keilberg waren von jeglichem Gehölzbewuchs befreit. Ende letzten Jahres machte die Meldung die Runde, dass der deutsche Wald in einem sehr guten Zustand sei und sich weitestgehend erholt hat. Aber nur in Sachen Vitaltät. Ökologisch ist es immer noch mau. Gerade im Erzgebirge werden junge Lärchen als Unterwuchs von Fichten gepflanzt. Das freut zwar die Forstwirtschaft jedoch sieht ein angestrebter Laubmischwald anders aus. Sieht man sich in der Natur so um, so ist bis auf die Ulmen der Waldbestand vom großen Sterben verschont geblieben. Man kann sogar sagen, dass das prophezeite Waldsterben nicht eingetreten ist. Der Spiegel hat nun auf seiner Website eine interessante Biderstrecke samt Artikel zu dieser Thematik veröffentlicht. Schaut ruhig mal bei den Kollegen vorbei. Ist echt lesenswert. (Quelle: SPON)


Frohes Neujahr aus Prag

Etwas vesrpätet aber dennoch von Herzen wünsche ich euch da draußen einen guten Start in's neue Jahr und gutes Gelingen bei allen großen und kleinen Vorhaben. In den letzten Tagen war ich in Prag und habe dort den Jahreswechsel verbracht. Seit Jahren wollte ich mal die Perle an der Moldau besuchen. Und es hat sich gelohnt. Bis auf den vernebelten Silvesterabend hat sich der Wettergott gnädig gezeigt und seine Palette voll ausgespielt. Jetzt möchte ich auch an dieser Stelle nicht mit einem Reisebericht langweilen, sondern euch lieber ein paar Bilder zeigen. Aber eine Empfehlung möchte ich dennoch geben, Prag ist eine Stadt mit unglaublich vielen Facetten und und Möglichkeiten. Kulinarisch kann man sich hier quer durch Europa arbeiten. Tipp von meiner Seite ist das Restaurant Clear Head. Dabei handelt es sich um ein rein vegetarisches Lokal, welches sich auf Bio und Fair Trade. Wirklich eine Gaumenfreude. Also dann, startet gut in's neue Jahr.

Blick auf den Hradschin, von Karlsbrücke aus.

Prager Rathausuhr

Prager Marktplatz in der Altstadt, Blick vom Alten Glockenturm

Prager Marktplatz in der Altstadt

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