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Storchenbilanz: Im Westen besser als im Osten

In den kommenden Tagen steht dem diesjährigen Storchennachwuchs eine harte Bewährungsprobe bevor. Zum ersten Mal fliegen die Jungvögel in die südlichen Winterquartiere. Bemerkenswert dabei, die Eltern kommen erst ein paar Tage später nach. Zeit also Bilanz über die Brutsaison 2015 zu ziehen. Dazu haben die Storchenschützer des NABU e.V. auch schon erste Erkenntnisse erlangt. Christoph Kaatz, von der NABU Bundesarbeitsgruppe Weißstorchenschutz, bekräftigt den seit Jahren anhaltenden Trend, laut dem sich die Bestände in Ost- und Westdeutschland stark unterschiedlich entwickeln. Anders als in den gebrauchten Bundesländern geht der Bestand östlich der Elbe zurück. Gedanken machen muss man sich in Brandenburg. Dort kamen auf ein Brutpaar weniger als 2 Jungtiere. In Zahlen also 0-1. Das reicht nicht für den Arterhalt und macht Brandenburg zum storchenärmsten Bundesland. Obendrein verdrängen ausgedehnte Mais- und Rapsfelder den Lebensraum der Weißstörche. In einem Land wie Bbg, welches quasi nur von Stütze und etwas Landwirtschaft lebt gilt dies besonders. Schaut man sich die Situation im Westen der Republik an, so könnte sie anders nicht sein. Durch günstige Witterung und dementsprechend viel Nahrungsangebot konnten überdurchschnittlich viel Jungtiere nachgewiesen werden. Mit den endgültigen Zahlen ist aber erst Ende des Jahres zu rechnen. Wie auch in den Vorjahren wurden auch 2015 wieder ein paar Störche mit Telemetriesendern ausgestattet und auf die Reise geschickt. So können Daten über Flugroute und-verhalten gesammelt werden. Diese Daten fließen dann in den Artenschutz mit ein. Mehr Infos dazu gibt es hier. Hoffen wir, dass die Tiere den Hin- und Rückflug gut überstehen und ihren Weg zurück finden.
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